Read Tage der Toten: Roman (suhrkamp taschenbuch) by Don Winslow Online

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Mit groem Tatendrang hat sich der US Drogenfahnder Art Keller daran gemacht, in die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia einzudringen mit Erfolg So viel Erfolg, dass die Drogendepots reihenweise auffliegen und die Narcotraficantes die Jagd auf ihn erffnen.Nachdem sein Mitarbeiter von den Gangstern zu Tode gefoltert wurde, schwrt Art Keller Rache und startet einen gnadenlosen, blutigen Feldzug gegen die Drogenbarone Zu spt bemerkt er, dass er sich damit neue Feinde macht und die sitzen in Washington.Was als Iran Contra Affre in die Geschichte einging, erlebt Keller als gigantisches Drogen , Geldwsche und Waffengeschft Vor die Wahl gestellt, seiner Regierung zu dienen oder seinem Gewissen zu folgen, trifft er eine einsame Entscheidung und stt dabei auf unverhoffte Verbndete.Das Buch des Jahrzents Lee ChildEin Epos wie Der Pate Andrew VachssVom ersten, herzzerreienden Satz an war ich schtig nach diesem Buch Ken BruenWinslow ist einfach der Hammer James Ellroy...

Title : Tage der Toten: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Author :
Rating :
ISBN : B006M9CHHM
ISBN13 : -
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Suhrkamp Verlag Auflage 2 16 November 2010
Number of Pages : 199 Pages
File Size : 690 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Tage der Toten: Roman (suhrkamp taschenbuch) Reviews

  • Esther
    2020-03-28 09:30

    Miguel Ángel Barrera alias Tío Barrera, der Polizeichef der Provinz Sinaloa hatte den beispiellosen, untadeligen Art Keller vom DEA dazu benützt, die Federación in Mexico zu übernehmen und als ihr Patron aus dem Gemetzel und der Verwüstung hervorzugehen. Gebrannt haben sie, die roten Mohnfelder der Opiumbauern, die Amerikaner hatten furchtlos und heldenhaft agiert, erledigt war die mexikanische Drogenfabrik, doch der Krieg hatte gerade erst begonnen."Das muss man den Opiumbauern von Sinaloa lassen - ihre Reaktion auf die Vertreibung war einfach genial. Sie haben begriffen, dass ihr wertvollstes Kapital nicht die Drogen sind, sondern die zweitausend Meilen gemeinsame Grenze mit den USA." Pos.1861In seiner Dokumentations-gleichen Entwicklung des mexikanischen Drogenkrieges entlässt Don Winslow keinen Akteur, keine gut gemeinte Organisation und keine Facette des blutrünstigen Gemetzels aus der Verantwortung. In wechselnden aber wiederkehrenden Handlungssträngen lernen wir nicht nur den Cop Arthur Keller, seine Kollegen und Familie kennen, verfolgen nicht nur die familiäre Verstrickung der Barreras und ihrer Patrones de la federación, ihrer Ehefrauen und Huren, sondern versuchen auch in Hell's Kitchen der Mafia auf den Fersen zu bleiben, den Italienern und ihren irischen Azubis und ihrer Folklore, allen voran dem mutigsten Sean Callan.Doch damit nicht genug. Die Mexikaner bauen schnell ein Netzwerk aus Kokainlieferungen von Kolumbien über ihre mexikanische US Grenze auf, die durch das Freihandelsabkommen der NAFTA zum Freifahrtschein wird. Doch Lateinamerika soll nicht friedlich bleiben, die kommunistischen Contras in Nicaragua werden zum Pulverfass. Wirklich bedrohlich wird es allerdings als Kolumbien von Adán Barrera Waffen für Kokain fordert."Nur Idioten oder der Kongress kapieren nicht, was es bedeutet, eine sowjetische Marionette im Herzen Mittelamerikas zu dulden." Pos.3336Der Roman ist unbeschreiblich spannend, die unterschiedlichen Handlungsstränge nehmen horrende Fahrt auf, die Blutrünstigkeit erschüttert ebenso wie die skrupellose Verstrickung von Staat und Kirche."Und die mexikanische Regierung schaut weg. Dem Erdbeben sei Dank. Die Regierung braucht Geld für den Wiederaufbau, und im Moment gibt es nur zwei Geldgeber - den Vatikan und die Drogenbarone." Pos.3708Aber es sind auch die Figuren, die den Roman am Kochen halten. Die Freundschaft des Kopfes Adán Barrera und seiner Hand Raul Barrera mit dem US Cop Art Keller währt nur kurz. Nach dem großen Brand in Sinaloa verschreibt sich Keller der Jagd und Verurteilung Adáns und setzt dabei nicht nur sein eigenes Leben aufs Spiel. Diese Jagd, die losen Festnahmen und das Entkommen bis zum Schluss, treiben mich Leser durch den Thriller. Bei Art Keller sind es die vielen Toten dieses Krieges, die ihm viele Jahre lang den Schlaf rauben. Einer Hydra gleich wachsen zumindest zwei Köpfe überall, wo einer abgeschlagen wird."Zu den alten Bekannten und den Toten von El Sauzal kommen nun auch die Gespenster vom Río Putumayo. Langsam wird es voll im Zimmer." Pos.9171Und oftmals hätte ich eine Wende erwartet, geglaubt, eine Handlung voraus zu sehen, doch das Leben schreibt andere Geschichten - und Don Winslow auch.

  • madbone-jack
    2020-03-06 11:16

    Kurz, das Leben mindestens eines Drogendealers, einer Prostituierten, eines Drogenfahnders und eines Priesters. Hier muss man mit allerhand Zeitsprüngen und von einem zum anderen hin und her klar kommen (ein bisschen schwierig, wenn man Pausen zwischen den Leseaktionen hat).Sehr vielschichtig. Ziemlich real und brutal. Die Figuren werden intensiv dargestellt und sind durchweg sehr interessant. Man kann es sich als Film vorstellen. Recht spannend mit unerwarteten Wendungen. Mexikanische Drogenfamilie, zwei unterschiedliche Brüder, trifft auf amerikanische Mafia. Ein Drogenfahnder beißt sich fest und startet eine privat Fehde. Mittendrin eine Prostituierte und ein rebellischer Priester. Politiker die mitmischen und politisch motivierte Dschungeleinsätze.

  • M. Leitner
    2020-03-07 09:44

    Konnte, einmal mit dem Lesen begonnen, das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Schockierend hart und zeitweise deprimierend werden die amerikanische Politik der Ära Reagan, insbesondere deren widerliche Außenpolitik am Ende des Kalten Krieges, die mexikanische Drogenmafia, Geldwäsche sowie Waffengeschäfte dargestellt. In keiner Phase langatmig, gekonnt entworfenes Muster, fotografisch genau zu erlebende Personen und Charaktere, im Verlauf temporeich und nochmal sehr, sehr hart und wahnsinnig aufregend geschrieben. Aber am besten selbst Lesen!

  • Lieber Leser
    2020-03-27 07:44

    Dreißig Jahre Drogenkrieg, ungezählte Leichen, Männer, Frauen, Kinder. Einfach abgeknallt oder gefoltert, vergewaltigt, wie Abfall beiseite geräumt. Dreißig Jahre aussichtsloser Kampf in einem Sumpf aus Korruption, Geld und Machtgier, politischer Interessen und Geheimdienstaktionen. Moral und Gerechtigkeit sind weder Ziel noch Mittel in diesem Krieg.Art Keller führt als Agent der US Behörden diesen Krieg. Sitzt zwischen USA, Mexico und Mittel- wie Südamerika immer wieder zwischen allen Stühlen. Als mexikanische Drogen-Kartelle ihr Geschäftsmodell von der Produktion umstellen auf den Transport von Drogen, der Stoff wird von Kolumbien via Mittelamerika nach Mexico und von dort in die USA geschafft, tritt auch Art Keller auf den Plan. Der Leser wir Zeuge aller Aktionen, sowohl innerhalb des Kartells als auch in Kellers Truppe. Wird Zeuge nicht nur wie die Führer der Kartelle ihre Macht in den eigenen Reihen sichern oder die alten Bosse aus dem Weg räumen, sondern auch wie US Behörden dabei mitmischen. Waffenlieferungen für den Einsatz gegen kommunistische Freiheitsbewegungen in Mittel – und Südamerika werden mit Drogengeld bezahlt. Lukrativ für beide Seiten. Intrigen, Doppelspiel zwischen allen Parteien, zwielichtige Absprachen zwischen Geheimdiensten und Drogenbossen sind das Terrain auf dem Keller sich bewegt und mitmischt.Winslow schildert das mit einer Vielzahl an Figuren, wechselt zwischen mexikanischen Kartellen und deren Machtkämpfen sowie wechselnder „Geschäftspolitik“, schildert die Vorgänge innerhalb der US Antidrogenbehörden, erzählt wie die fünf New Yorker Mafiafamilien in das Drogengeschäft verwickelt sind und nutzt auch die Geschichte einer Edelprostituierten um dem Leser Einblicke noch in die hintersten Winkel dieser Vorhölle zu geben.Keller ist ein getriebener der Rache und Gerechtigkeit will, als ein Kollege und Freund von der Drogenmafia brutal gefoltert und ermordet wird. Die Handlung setzt bei einem Massaker ein das Kellers Gegenspieler durch die Jahrzehnte, Adan Barrera anrichten ließ. Der Hauptteil des Buchs ist ein langer Rückblick auf die unterschiedlichen Phasen des Drogenkriegs, erzählt aus den wechselnden Perspektiven der Parteien. Gegen Schluss stehen wir wieder mit Keller beim Massaker des Anfangs und die Handlung wird zum Abschluss geführt. Dazwischen erleben wir wie Keller die Mittel seiner Gegner nutzt um das zu erreichen, was er als Gerechtigkeit ansieht. Moral? Dehnbar, formbar bis sie den eigenen Zielen nutzt.Winslow schreibt schnell, hart, beschönigt nichts, nennt die Dinge beim Namen. Das ist von verstörender Brutalität, schonungslosem Realismus, entlang der Geschichte des realen Drogenhandels zwischen Latein- und Südamerika und den USA erzählt. Der Autor hat einen großen, komplexen Handlungsbogen entworfen den er multiperspektivisch erzählt. Teils Roman, teils Reportage teils Dokumentation findet der Autor einen fieberhaften, treibenden Ton. Die Psychologie der Figuren wird nur aus ihren, teils widersprüchlichen Handlungen ersichtlich. Das Grausamkeit und Brutalität neben Liebe und Aufopferung, Loyalität den eigenen Leuten gegenüber und absolute Skrupellosigkeit anderen gegenüber in ein und derselben Person Platz haben, ist ebenso wahr wie irritierend.Winslows Buch erinnert in Erzählhaltung, Tempo, wucherndem Figurenensemble sowie der Mischung aus Fakten und Fiktion an die Romane von James Ellroy. Mitreißend, fiebrig spannend, erschütternd, manchmal verwirrend ist dieser Roman die packende Geschichte eines realen Albtraums.