Read Die vierzig Tage des Musa Dagh: Roman by Franz Werfel Online

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Noch immer ist es schwierig, den Vlkermord an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917 beim Namen zu nennen Als Franz Werfel 1930 durch Anatolien reiste, schockierten ihn die Begegnungen mit Zeitzeugen und er begann, akribisch fr einen Roman zu recherchieren Die vierzig Tage des Musa Dagh beschreiben das Schicksal einer armenischen Familie, die langsam ausgegrenzt und schlielich mit Waffengewalt verfolgt wird Auf dem Heimatberg, dem Musa Dagh, leistet ihre Dorfgemeinschaft der Vertreibung Widerstand Umsichtig und differenziert, mit einer klaren, flieenden Sprache verwandelt Werfel diese historische Katastrophe in ein eindrucksvolles Epos....

Title : Die vierzig Tage des Musa Dagh: Roman
Author :
Rating :
ISBN : B005F50LFO
ISBN13 : -
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Fischer E Books Auflage 1 29 April 2011
Number of Pages : 494 Pages
File Size : 595 KB
Status : Available For Download
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Die vierzig Tage des Musa Dagh: Roman Reviews

  • Wüstenfreund
    2020-03-12 14:32

    Im Zusammenhang mit der Diskussion um den Völkermord an den Armeniern stieß ich auf diesen etwas vergessenen Roman - und war unglaublich beeindruckt. Ein ganz großes Werk, das sich mit sehr vielen Facetten beschäftigt, auch wenn Werfel eindeutig Partei für die Armenier bezieht. Das Deutsche Reich kommt übrigens gar nicht gut weg... Am Ende wird es für meinen Geschmack etwas arg persönlich.Das Buch ist nie verfilmt worden, vielleicht zu heikel. Die Amerikaner könnten daraus eine fantastische Fernsehserie mit mindestens 10 Folgen machen.

  • Christian Wintersteiger
    2020-03-24 06:16

    Dieses Buch begleitet mich seit beinahe 35 Jahren, mehrmals verliehen und dann schlussendlich nicht mehr zurückbekommen. Kein Diebstahl - ein Kompliment für dieses zeitlose Werk! Und jetzt habe ich mir nach längerer Zeit gesagt, ich muss es wieder haben und lesen; die Betroffenheit über diesen Völkermord bleibt groß, aber genauso die Freude über diese großartigen Menschen in dieser Geschichte im Schatten des ersten großen Krieges im vorigen Jahrhundert.........

  • N.C.
    2020-04-02 14:37

    TraurigEines der wenigen deutschsparchigen Bücher, welches den Völkermord der Türken an den Armeniern verarbeitet und dem Vok der Armenier auch heute noch eine Stimme verleiht.

  • Burn_Babylon
    2020-03-23 07:20

    Einer der besten Romane, die ich je gelesen habe. Die Sprache Werfels ist ein Traum, dieses Deutsch findet man fast nirgendwo mehr. Die Charaktere sind perfekt, der Hintergrund des Romans ist der Genozid der Armenier.

  • schmechi
    2020-04-01 09:24

    Mit dem vorliegenden Roman hat Franz Werfel ein literarisches Mahnmal des Genozids an den Armeniern in den Jahren 1915-16 geschaffen. Er beschreibt, basierend auf tatsächlichen historischen Begebenheiten, den vierzigtägigen, bewaffneten Widerstand einiger tausend Armenier am Berg Musa Dagh gegen die Aussiedlungs- und Ausrottungspolitik der Jungtürken.Werfels Werk ist aber mehr als ein bewegendes Geschichtsepos: Es ist Gesellschaftsskizze, Entwurf eines Staatswesens, militärhistorische Betrachtung und vor allem Studie menschlicher Eigenschaften und Beziehungen. Wie kaum einem anderem Autor gelingt es Werfel in diesem Roman, das Menschsein an sich in all seinem Facettenreichtum überzeugend und detailgetreu darzustellen.Franz Werfel war bei diesem Roman um höchstmögliche Authentizität bemüht, was er unter anderem durch eine Vielzahl von armenischen beziehungsweise osmanischen Eigenbegriffen zu unterstreichen versuchte. Darin liegt das einzige Manko der vorliegenden Ausgabe: Diese Begriffe erschweren die Lesbarkeit und Verständlichkeit des ansonsten ungemein spannenden Romans, was vor allem am mangelhaften Anhang der vorliegenden Ausgabe liegt: Manche Begriffe werden gar nicht oder sehr unzureichend erklärt, bei manchen findet sich schlicht die Anmerkung "nicht ermittelt", und manche werden nicht beim ersten Vorkommen im Text (sondern erst später) erläutert.

  • Jan Sydow
    2020-03-31 10:34

    Ein starkes Buch, gut geschrieben und die Thematik ist immernoch aktuell.Ein langes Buch, was erst etwas abschreckt aufgrund des Umfangs, jedoch jede Seite wert ist.

  • Aemilius Papinianus
    2020-03-21 13:20

    Was lässt sich zu diesem Werk noch Neues sagen? Dieser epische Roman des polnischen Autors erschien 1933 in Berlin und Wien am Vorabend der Wiederholung der Geschichte, gegen die er geradezu als Mahnmal dastellen sollte. Die Handlung des Romans fußt auf den Ereignissen im Jahre 1915, als armenische Bewohner Antiochiens sich auf den Musadagh zurückzogen und sich dort 40 Tage lang gegen türkische Einheiten zur Wehr setzen mussten, bevor sie durch ein französisches Kriegsschiff errettet wurden. Gleichwohl entspricht der Ausgang des Romans nicht dem historischen Ausgang der Geschichte, der nicht in die Dramaturgie gepasst hätte.Bearbeitungen hat dieses Thema indes schon viele erhalten. Gerade Hilsenraths  sagt man nach, dass es Werfels Roman überlegen sei - es sei historisch und poetisch zugleich. Doch hat Franz Werfel deshalb ausgedient? Wurde ihm der Rang abgelaufen? Mitnichten! Die Stärke von Werfels Werk liegt weder im großen Handlungsbogen, noch in den Charaktären der Protagonisten und auch nicht in der sprachlichen Gewandtheit.Was die vierzig Tage des Musa Dagh bis heute einmalig werden lässt, ist die Liebe zum Detail. Es ist die minutiöse Darstellung des Alltags, die Berücksichtigung auch der kleinen Herausforderungen, die diesen Roman so authentisch erscheinen lassen. Gerade die Behandlung von Euphorie und Verzweiflung, von Mut, Kleinmütigkeit und Verrat ist es, die im Anblick der drohenden Vernichtung grotesk erscheint und den Roman dennoch so glaubwürdig macht. Wie kein anderer sucht er nach Antworten auf die quälenden Fragen: Warum fügen sich so viele der Unterdrückung? Warum setzen sich nur so wenige zur Wehr?Dabei ist Franz Werfels Roman keineswegs antitürkisch, obgleich der Völkermord an den Armeniern dort bis heute geleugnet wird. Auch von türkischen Charakteren geht in diesem Roman viel Kritik an der Ermordung der Armenier aus. Dies kommt insbesondere in den diplomatischen Gesprächen des Deutschen Johannes Lepsius zum Ausdruck, die gleichsam Höhepunkte der Handlung darstellen. Mit geradezu erschreckender Klarheit nehmen diese schon vorweg, was in Deutschland in den kommenden Jahren geschehen sollte.Die Nachkommen der Geretteten leben heute vor allem in Anjar, auf halber Strecke zwischen Beirut und Damaskus. Am Musadagh ist heute nur noch das entlegene Dörfchen Vakifliköyü armenisch - als einziges Dorf in der Türkei überhaupt. Während die Erinnerung an die Ereignisse also langsam verblasst, bleibt Werfels Roman als Mahnmal in der Reihe der wirklich großen Weltliteratur weiter stehen.

  • Dr. Erich Gruber
    2020-03-14 08:31

    Dieser klassische Roman ist nicht nur ein literarisches Meisterwerk,sondern auch ein Geschichtsbuch, das die Vorgänge bei der Vertreibung und Ermordung der Armenier in der Türkei während des ersten Weltkriegs, anhand von meisterhaft beschriebenen individuellen Schicksalen schildert.