Read Evolution für Evangelikale: Friedensschluss zwischen Glaube und Biologie by Darrel R. Falk Online

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Endlich gibt es das bemerkenswerte Buch des Biologieprofessors und evangelikalen Christen Darrel R Falk auch in Deutsch ein dringend ben tigtes Buch, um die immer wieder aufbrausende Kontroverse zwischen Sch pfung und Evolution zu versachlichen Falk gelingt es, die Erkenntnisse der Naturwissenschaften zur Entwicklung des Lebens auf der Erde unterhaltsam und mit vielen Beispielen aus dem allt glichen Leben zu erkl ren Aber nicht nur das Er baut immer wieder auch Br cken zum christlichen Glauben und den Aussagen der Bibel ber den Sch pfer und seine Sch pfung, die zu einem vertieften Verst ndnis des Wesens und der Wege Gottes f hren In seiner liebevollen Art versucht er, Christen trotz verschiedener Standpunkte zusammenzubringen, anstatt Trennungen zu provozieren.Falk, der selbst Theistische Evolution vertritt, war einige Jahre Pr sident der vom ehemaligen Direktor des Humangenomprojektes, Francis S Collins, gegr ndeten Organisation BioLogos In seinem Geleitwort zum Buch schreibt Collins Dieses Buch wird all diejenigen beruhigen, die f r sich schon zu dem Ergebnis gekommen waren, dass der Glaube verlange, die Naturwissenschaft abzulehnen, oder dass die Naturwissenschaft verlange, den Glauben abzulehnen Es sollte auch von Gemeindeleitern sorgf ltig gelesen werden, die in ihrem aufrichtigen Bem hen, den Glauben zu verteidigen, Suchende auffordern, die zahlreichen Belege anzuzweifeln, die f r eine evolution re Erschaffung sprechen....

Title : Evolution für Evangelikale: Friedensschluss zwischen Glaube und Biologie
Author :
Rating :
ISBN : 3981552903
ISBN13 : 978-3981552904
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Marzinzik, Mark Auflage 1 4 November 2012
Number of Pages : 304 Seiten
File Size : 781 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Evolution für Evangelikale: Friedensschluss zwischen Glaube und Biologie Reviews

  • Nexpert
    2020-02-13 01:23

    Das ist ein sehr persönliches Buch eines Biologen, der in einer tief religiösen Umgebung aufgewachsen ist. Das Aufwachsen in einer Umgebung, die die Bibel wörtlich nimmt, hat dem Autor sehr gefallen. Die schönen Kinderstunden seiner Kindheit gehören zu seinen wertvollsten Erinnerungen.Schon früh hatte er auch mit Zweifeln zu kämpfen, die er dadurch besiegte, in dem er sich damit auseinandersetzte und auf Gott vertraute. Daher hatte er auch den Mut, nach dem Studium Biologie zu studieren und Genetiker zu werden, nachdem er zunächst beim Medizinstudium erkannte, wie streng logisch und auch schön diese Disziplin ist.Schnell wurde dem Autor auch klar, wie fest fundiert die Lehre von der Entstehung der Erde und der Entwicklung des Lebens ist und legt in den folgenden Kapiteln dar, warum es an der gegenwärtigen Theorie von der alten Erde und der Evolution keinen Zweifel geben kann. Er stellt dar, das viele verschiedene Wissenschaftsbereiche das Alter der Erde in etwa bestimmt haben und dass verschiedenste Methoden zur Altersbestimmung übereinstimmen, was die Chronologie der Erde anbelangt.Als eine große Bereicherung habe ich das Kapitel über die Genetik empfunden, man merkt sehr deutlich, dass das sein Fach ist. Er erklärt sehr gut, wie man erkennen kann, dass verschiedene Lebewesen nicht separat nebeneinander erschaffen wurden, sondern definitiv voneinander abstammen, indem sich eine Art aus einer anderen Art entwickelt hat.Selbstverständlich nehmen diese naturwissenschaftlichen Kapitel sehr viel Raum in dem Buch ein, richtet es sich doch an Christen, die theologisch schon recht gut gebildet sind und recht viele Verständnisprobleme mit den Naturwissenschaften haben, so weit sie der Bibel zu widersprechen scheinen.Dazu versucht der Autor, seinen Glauben zu erhalten und modifiziert ihm in der Weise, dass nicht mehr annimmt, Gott hätte die Lebewesen schlüsselfertig geschaffen, sondern einen Evolutionsprozess in Gang gesetzt, in dem er nach Belieben eingreifen kann. Damit rettet er natürlich nicht nur seinen Glauben, sondern hat als Nebenprodukt eine Antwort für viele offenen Fragen parat, wie z. B. das Leben entstand. Was natürlich die Wissenschaft nicht daran hintern wird, weiter zu forschen und natürliche Antworten für die Fragen der Natur zu finden. So lange darf Gott dann als Lückenbüßer herhalten.Es ergeben sich natürlich logische Fragen, warum Gott z. B. viele "Konstruktionsfehler" zugelassen hat, die seine Geschöpfe quälen. Er hätte beispielsweise der Giraffe etwas mehr Halswirbel spendieren können, damit ihr Hals beweglicher wird. Oder der Verlauf des Nervs, der bei uns Schluckauf verursacht, hätte er auf diese Weise verhindern können. Denn der macht zwar bei Fischen Sinn, nicht aber bei uns. Überhaupt möchte ich an dieser Stelle auf das Buch "Der Fisch in uns" hinweisen, das sogar noch besser ist, als dieses Buch.Es ergeben sich auch einige theologische Probleme. Beispielsweise besteht der Glaube bei den meisten Christen, dass Gott die Natur vollkommen geschaffen hätte. Da passt natürlich eine Evolution, die Lebewesen mit unvollkommen ausgeprägten Organe entwickelt und sie verbessert, nicht so recht hinein. Aber solche Lebewesen gibt es nun mal und nur die Evolution kann sie erklären.Weitreichender ist, dass der Autor annimmt, der Tod wäre nicht erst durch den Sündenfall in die Welt gekommen, sondern wäre ein Teil des Entstehungsprozesses des Lebens, was physikalisch und chemisch auch vollkommen zwangsläufig so sein muss.Vollkommen richtig weist der Autor darauf hin, dass im ersten Buch Mose kein einziger Hinweis darauf besteht, dass erst mit dem Sündenfall der Tod aufgetreten ist. Im Gegenteil, gerade die Vertreibung aus dem Paradies wird damit begründet, dass Adam und Eva nicht vom Baum des Lebens essen sollen, was das ewige Leben bewirken solle.Der Autor weist darauf hin, dass die Stellen im NT, die das anders darstellen, immer den geistlichen Tod meinen. Interessant ist, dass er die Stelle abwertet, die davon spricht, dass auch die Natur der Vergänglichkeit unterworfen ist und daraus befreit wird (Römer 8,20-22). Er meint, man solle diese Stelle nicht überbewerten, da sie recht isoliert sei. Na gut, es gäbe da noch viel mehr Stellen, die recht isoliert sind, wollen Christen denn da auch so darüber hinweg gehen oder sie gar aus der Bibel streichen?Ich muss dazu sagen, dass dieser Zwiespalt, den der Autor zwischen Bibel und Biologie empfand, ein doch sehr amerikanisches Problem ist. Die meisten Evangelikale in Europa sind sowieso erheblich flexibler im Umgang mit der Bibel, als viele Amerikaner, was folgendes Beispiel zeigen möge (Seite 22):"Einmal, als ich das Neue Testament durchlas, stieß ich auf einen Vers in der Offenbarung, Der von einer Erde mit vier Ecken sprach....Warum spricht die Bibel von einer Erde mit vier Ecken, wenn die Erde in Wirklichkeit eine Kugel ist?"Diese Stelle, die dem Autor so viel Kopfzerbrechen bereitete, würde von den meisten Evangelikalen in Europa klar als Bild identifiziert werden und nicht als eine naturwissenschaftliche Faktenaussage.Nichtsdestotrotz ist das Buch sehr empfehlenswert, weil es klar aufzeigt, wie sehr Christen doch eher an positive Gemeindeerfahrungen hängen , als an Dogmen und daher ungern Überzeugungen akzeptieren, die ihrem Glauben widersprechen, weil sie Angst haben, sie müssten diese Erfahrungen von nun an missen, wenn sie diese Dogmen aufgeben würden. Man weiß um die Fragilität des Glaubens und verteidigt ihn von nun an umso heftiger. Da sticht der Autor hervor, der seine Zweifel nicht nur ehrlich zugibt, sondern auch versucht, einen intellektuell tragbaren Ausweg aus seinem Dilemma zu finden.Zum Abschluss ein Abschnitt, der wohl das wiedergibt, was dem Autor an seinem Glauben festhält (Seite 284):"Ich wuchs in einer evangelikalen Gemeinde auf und kannte daher die Schönheit der christlichen Gemeinschaft aus erster Hand. Als ich mich im jungen Erwachsenenalter zu Christus zurück fand, sehnte ich mich auch nach dieser Art von Gemeinschaft zurück ...Als ich an dem Nachmittag am Strand so über diesen Reichtum aus meiner Vergangenheit nachdachte und auf meine eigenen am Strand spielenden Kinder schaute, hatte ich das starke Gefühl, dass sie um den schönsten Teil der Kindheit beraubt würden."Sehr schön wird hier klar, dass es nicht wirklich um Gott geht, sondern um glückselige Erfahrungen, die man in einer gläubigen Umgebung sammeln kann. Das ist den meisten Christen gemeinsam. Mit dem Wissen ist auch eine bessere Vorgehensweise möglich: selbstverständlich kann man solche schönen Kindheitserfahrungen mit atheistischem naturwissenschaftlich geprägten Background oder gar in anderen Religionen sammeln. Man muss nicht an zweifelhaften Dogmen festhalten, um glücklich zu werden.

  • Amazon Customer
    2020-02-27 23:33

    ... und darum dürfen evangelikale Christen sich auch nicht bekriegen, wenn die einen Kreationisten sind oder an einen "intelligenten Designer" glauben und die anderen die Evolutionstheorie nicht nur für korrekt halten, sondern in deren Erfoschung auch Gottes schöpferisches Handeln auf die Spur kommen möchten. Wichtiger als die Frage, woher wir kommen, ist nun einmal die Frage, wohin wir gehen.Der Verfasser dieses in den USA bereits 2004 erschiedenen und nun endlich auch in Deutschland erhältlichen Buches möchte Frieden stiften zwischen den beiden Positionen im evangelikalen (bzw. hierzulande auch dem freikirchlichen) Christentum.So ist sein Buch nicht der Versuch, Kreationisten missionarisch für die "theistische Evolution" zu begeistern und zu bekehren, wohl aber eine apologetische Darstellung der Frage, wie sich eine Schöpfung durch Evolution mit den Fundamenten christlichen Glaubens (auch in seinen übernatürlichen Aspekten) verträgt. Falk stellt überzeugend dar, daß die Annahme der Evolutionstheorie durch Christen nicht der Beginn einer schiefen Ebene ist, an deren Ende eine Art "Liberalismus" steht, sondern daß uns die Beschäftigung mit der Evolutionslehre hilft, besser zu verstehen, wie Gott die Welt geschaffen hat.Ich habe dieses Buch (als E-Book für den Kindle) mit großem Gewinn gelesen und konnte es jeweils kaum aus der Hand legen. Es ist gut und flüssig geschrieben und auch da, wo es naturwissenschaftlich kompliziert wird, stets gut verständlich, auch für einen Laien wie mich.

  • Amazon-Kunde
    2020-02-17 23:27

    Dieses Buch hat mich bisher überzeugt. Ich habe zwar noch nicht alles gelesen, möchte es aber trotzdem unbedingt weiterempfehlen!Der Autor versteht als Biologieprofessor die Fakten auch für Laien verständlich zu beschreiben.Evangelikale Christen sollten dieses Buch lesen.Deshalb die 5 Sterne.