Read das prinzip coop: Hannes Meyer und die Idee einer kollektiven Gestaltung / (Edition Bauhaus) by Werner Möller Online

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Genossenschaften, Sharing Community, Co Housing das Kollektiv hat Konjunktur Fragen zum Verh ltnis von Gesellschaft und Gestaltung, von individueller und gemeinschaftlicher Kreation und Produktion wurden bereits Ende der 1920er Jahre intensiv am Bauhaus verhandelt Besonders der zweite Bauhausdirektor Hannes Meyer richtete Lehre und Werkst tten, Planung und Architektur radikal am Kollektiv und seinen Bed rfnissen aus Revolution r war besonders Meyers Idee eines gemeinschaftlichen Gestaltungsprozesses Diesem sogenannten Coop Prinzip widmet sich nun erstmals eine Ausstellung im Bauhaus Dessau vom 21 Mai bis 4 Oktober 2015....

Title : das prinzip coop: Hannes Meyer und die Idee einer kollektiven Gestaltung / (Edition Bauhaus)
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ISBN : 3959050097
ISBN13 : 978-3959050098
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Spector Books OHG Auflage 1 1 Juni 2015
Number of Pages : 96 Seiten
File Size : 964 KB
Status : Available For Download
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das prinzip coop: Hannes Meyer und die Idee einer kollektiven Gestaltung / (Edition Bauhaus) Reviews

  • Carsten S.
    2020-03-09 18:12

    Wer vom Bauhaus spricht, denkt meist an Walter Gropius und Mies van der Rohe. Der dritte Leiter des Bauhauses, der Schweizer Hannes Meyer, Direktor von 1928 - 1930 wird dabei gern übersehen. Diesem widmete die Stiftung Dessauer Bauhaus die kürzlich zu Ende gegangene Ausstellung „das prinzip coop – Hannes Meyer und die Idee einer kollektiven Gestaltung“. Zeitgleich zur Ausstellung erschien der Katalog, der ebenso wie die Ausstellung Meyers kooperativen Gestaltungsansatz anhand ausgewählter Projekte aus seinen Lebensstationen in der Schweiz, in Deutschland, der Sowjetunion und Mexiko vermitteln möchte.Nimmt man den 96-seitigen Katalog erstmals zur Hand, erscheint es fast, als wäre er nach Meyers Bauhaus-Motto „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ gestaltet worden. Mattes Papier, kein Hochglanz, eine übersichtliche, dennoch attraktive und mit Bilderrätseln zu 42 Kollektiven auch hurmorvolle Seitengestaltung. Die Einteilung der Kapitel folgt vier Schwerpunkten aus Meyers Werk - Gesellschaft, Lehre, Architektur, Landschaft. Ergänzt werden diese durch „Satelliten“, kürzere Abschnitte zu weiteren Themen, wie zu Meyers politischen und biografischen Verflechtungen oder auch der Rezeption seines Werkes.Einen guten Einstieg in Meyers Gedankenwelt bietet der gleich am Beginn zitierte Text „bauhaus und gesellschaft“, zuerst 1929 erschienen und eine Art Credo Meyers in Bezug auf seine Zeit am Bauhaus. Auch das folgende Kapitel „Gesellschaft“, dass vor allem Meyers Tätigkeit für den Schweizerischen Konsumverein in den frühen 1920er-Jahren in den Mittelpunkt stellt, erlaubt einen detaillierten Einblick in Meyer Vorstellungen eines gemeinsamen, genossenschaftlichen Lebens. Seiner Architektur widmet sich eines der umfangreichsten Kapitel. Dort zeigen Fotos von Baustellen, unter anderem der Laubenganghäuser in Dessau-Törten, Studenten, die als Projektleiter Teil von Meyers „vertikalen Brigaden“ waren. Damit wird Meyers Vorstellung vom kooperativen Entwerfen und Bauen lebendig. Die Möglichkeit anhand der Bundesschule des ADGB in Bernau aufzuzeigen, wie seine Ideen von Gemeinschaft sich konkret in der Architektur ausdrücken, wird leider verpasst. Der Katalog erlaubt insgesamt einen ersten, kurzweiligen Einstieg in Meyers Werk und Leben. Mehr Tiefe beim Ausloten der einzelnen Themen, so bei der Rezeption seines Werkes oder Meyers biografischem Netzwerk hätte ihm dennoch gut getan.