Read Schule der Propheten: Training für Fortgeschrittene im prophetischen Dienst by Kris Vallotton Online

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Bestseller Autor Kris Vallotton kann auf jahrelange Erfahrung im Dienst als Prophet zur ckblicken Au erdem ist er der Leiter der Schule des bernat rlichen Dienstes in der Bethel Gemeinde in Redding Kalifornien.Er nimmt dich mit auf eine Reise in das Herz eines wichtigen, herausfordernden und kontrovers diskutierten Dienstes in der Gemeinde, dem Amt des Propheten.In diesem Buch gibt Kris dir Antworten zu oft vernachl ssigten grundlegenden Themen wie Wie kann ich meine Berufung und den Fortschritt in meiner Gabe beurteilen Wie kannst du den gottgegebenen Bereich deines Einflusses und die Gr e deiner Autorit t erkennen Verstehe die sechs verschiedenen Arten von Propheten und lerne, wie du mit falschen Propheten umgehen kannst Vermeide Schwierigkeiten, wenn du in deiner Gabe w chst Verstehe die unterschiedlichen Arten, wie Gott zu uns spricht Bereite dich auf die blichen, aber dennoch gef hrlichen geistlichen Attacken vor, denen Propheten ausgesetzt sind.Vallotton gibt uns nicht nur eine ausgeglichenen Sichtweise was Propheten in der heutigen Zeit sind, sondern auch vor allem, was sie nicht sind Du wirst gest rkt und ausger stet mit dem Wissen und den F higkeiten, die dieser wundersch ne und unverzichtbare bernat rliche Dienst ben tigt....

Title : Schule der Propheten: Training für Fortgeschrittene im prophetischen Dienst
Author :
Rating :
ISBN : 9783944794297
ISBN13 : 978-3944794297
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Grain Press Verlag GmbH Auflage 1., 1 Januar 2016
Number of Pages : 280 Seiten
File Size : 873 KB
Status : Available For Download
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Schule der Propheten: Training für Fortgeschrittene im prophetischen Dienst Reviews

  • moviemaus
    2020-03-23 10:23

    Eigentlich gehört der Dienst der Bethel-Church (Kirche des Autors) für mich zu den eindrucksvollsten, die ich kenne. Das Buch hat mich allerdings, ehrlich gesagt, zumindest teilweise endtäuscht. Neben einigen guten Aussagen, kann ich die Meinung des Autors nicht in allen Punkten teilen. Manches hat man vielleicht im Laufe jahrelanger Gemeindeerfahrung als praktischer empfunden. Meiner Ansicht nach ist aber der Rahmen dessen, was biblisch möglich und nötig ist, in Wirklichkeit wesentlich weiter.Damit möchte ich allerdings nicht behaupten, der Autor hätte außerhalb des Willens Gottes gehandelt. Ich halte es für durchaus möglich, dass Gott so manche Einschränkung des Prophetischen zuließ, solange diese Gabe im Leib Christi erst langsam wieder entdeckt wurde und hier und da noch zu sehr in den Kinderschuhen steckte. So ist man, meiner Ansicht nach, in manchen Teilen des Leibes Christi in den letzten Jahren z.B. viel zu locker mit der Gabe des hörenden Gebets umgegangen, die meiner Ansicht nach nicht automatisch jeder hat (oder noch nicht hat). Ich glaube zwar, dass im Grunde jeder Christ das Reden Gottes wahrnehmen kann. Auch die Christen, die gar nicht an das Prophetische glauben. Denn oft geschieht es, dass Gott richtige Gedanken in unser Herz legt. Das passiert allein schon, wenn wir die Bibel lesen, denn jeder richtig verstandene Bibeltext ist im Grunde auf das Wirken von Gottes Geist zurückzuführen, ohne dessen Hilfe wir gar nicht in der Lage wären geistliche Dinge verstehen zu können. Trotzdem glaube ich, dass wir mehr Sensibilität dafür brauchen unterscheiden zu können, ob etwas von Gott, unserer eigenen Seele oder vielleicht sogar von der anderen Seite kommt. Auch glaube ich, dass man zu wenig berücksichtigt hat, dass jeder Christ einen anderen Schwerpunkt haben kann, von Gott zu empfangen und manche zu wenig sensibel dafür waren, wann und wie er reden will. So hat es schon allerhand falsche Eindrücke gegeben. Ein falscher Eindruck muss zwar an sich kein Katastrophe sein denn, meiner Ansicht nach, muss man dem Prophetischen genauso wie jeder anderen Geistesgabe zugestehen trainiert zu werden (das geht für mich zumindest aus den Anweisungen über die neutestamentliche Gabe der Prophetie hervor - 1.Kor.13,9-13, 1. Tess 5,20, 1. Kor. 14,29) Allerdings bedeutet trainieren, wie gesagt, Unterscheidung lernen und sensibel dafür zu werden, wie Gott reden will und wenn man das nicht tut, können falsche Eindrücke massenhaft auftreten, womöglich noch über längere Zeit, ohne korrigiert zu werden. Von daher haben die Einschränkungen aus dem Buch wahrscheinlich manchmal wirklich Schlimmeres verhindert. Vielleicht hätte es ansonsten jede Menge Chaos gegeben. Aber wäre es dann nicht besser, an den eigentlichen Fehlern zu arbeiten, so dass Prophetisches klarer und sicherer wird? Um mit einem Bsp zu sprechen, kommt es mir so vor, als hätte man allen Christen gesagt, sie dürften nicht rückwärts fahren, nur weil einige keinen Rückspiegel hatten und es deswegen zu Unfällen kam. Dann wäre es doch besser, den Leuten zu helfen einen Rückspiegel einzubauen, denn es gibt Situationen, da kommt man nicht raus, ohne rückwärts zu fahren.Wenn man die in dem Buch aufgestellten Richtlinien auf die biblischen Personen angewandt hätte, so hätte ein großer Teil von ihnen nicht das Wirken dürfen, was Gott ihnen aufgetragen hat. Nun konkret:* Der Autor stellt die These auf, prophetisch begabte Personen dürften nur da wirken, wo sie von Menschen dazu quasi autorisiert worden wären. Wäre das wahr, hätte der größte Teil der biblischen Vorbilder gegen Gottes Willen gehandelt. Mag sein, dass solche Vorschriften zunächst den Gemeindealltag erleichtern. Man hält sich damit jede Menge Spinner oder noch unreife Propheten vom Leib, die es in der Tat gibt. Aber was ist unsere Grundlage? Ist es das, was sich in unserem Dienst als praktisch herausgestellt hat oder ist es die Bibel?Jesaja, einer der größten Propheten aller Zeiten, diente unter 4 verschiedenen Königen. 2 davon waren nicht so fromm (Jotam und Ahas). Wenn man in Jesaja 3 liest, was Jesaja über die Obersten des Volkes zu sagen hatte, kann man sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er zu dieser Zeit von diesen Leitern zum Prophezeien autorisiert wurde.Und dann Jeremia: Obwohl er Priestersohn war, wurde er quasi von allen abgelehnt. Nicht nur dass man nicht wollte, dass er prophezeit, man wollte noch nicht mal dass er lebt. Die Leute in seinem Wohnort Anatoth schmiedeten Mordpläne und seine Verwandten schimpften lauthals hinter ihm her (Jer. 11, 16-23 + 12,6). Dies traf ihn so tief, dass er mehrfach an seiner Berufung zweifelte und sogar am Sinn seines Lebens. Als man unter König Josia im Tempel das Gesetzbuch fand, hatte Jeremia schon seit 5 Jahren treu als Prophet die Botschaften Gottes verkündigt. Trotzdem kam der Priester Hilkia, der wahrscheinlich sogar der eigene Vater Jeremias war, nicht auf die Idee über den Priesterssohn Jeremia Gott zu befragen, sondern ging lieber zu der Frau eines Kleiderhüters, die ansonsten nirgendwo in der Bibel mehr erwähnt wird. Gott war zwar gnädig und sprach durch sie, aber es ist für mich ein tragisches Zeugnis dafür, wie stark Jeremia, der für uns heute einer der größten Propheten ist, damals verkannt wurde. Die meiste Zeit seines Dienstes wurde er verfolgt und verachtet, wie viele andere Propheten. Amos, z. B. wies man aus seinem Wohnort Bethel aus und Hesekiel wurde von Gott von Anfang an gewarnt, sich ein total dickes Fell zu zulegen. Das muss nicht bedeuten, dass es allen Propheten so ergehen muss, denn Berufungen und Botschaften von Propheten können sehr unterschiedlich sein. So wurden Samuel, Haggai und Sacharja respektiert und Josef und Nathan von Herrschern anerkannt. Jesaja und Elisa nur teilweise.Und wie war es im Neuen Testament mit Johannes dem Täufer? Hat er irgendeine Erlaubnis von den Hohepriestern bekommen? Er tat schlicht und einfach das, was Gott ihm auftrug. Und Jesus? Unter all den politischen und geistlichen Leitern fand sich zumindest einer, der bereit war, sich wenigstens nachts mit ihm zu treffen, um sich ernsthaft länger mit ihm zu unterhalten (Nikodemus). Ansonsten wurde er sowohl von König Herodes und seinen Leuten, als auch vom Hohen Rat und den Pharisäern und Sadduzäern abgelehnt, verfolgt und getötet. Klingt nicht gerade wie eine Autorisierung, wirken zu dürfen.Und Mose? War er vom Pharao zum Hofpropheten ernannt worden? Erst als der Pharao ihm mit der Todesstrafe drohte, hielt er sich schließlich vom Hof fern, prophezeite aber außerhalb weiter. Und Elia war auch „beliebt“ bei Ahab, so dass er sich jahrelang verstecken musste. Als Gott ihm aber sagte, dass es Zeit ist, trotzdem mal wieder aufzutauchen, tat es Elia und lud sogar noch das ganze Volk zum Berg Karmel ein.Ich glaube, dass es nicht wenige Fälle im Leib Christi gibt, wo Gott verzweifelt nach jemandem sucht, der den Mut hat, einem Leiter ein aufrüttelndes Wort weiterzugeben. Aber wenn Propheten in ein zu großes Abhängigkeitsverhältnis mit Leitern geraten, wird sich erst recht niemand finden, der es wagt, ihnen auch mal eine unbequeme Wahrheit zu sagen, wenn auf dem Spiel steht, dass man daraufhin das Weitergeben prophetischer Eindrücke komplett verboten bekommt.Wie kommt nun aber Vallotton dazu, solche Einschränkungen zu machen? Er begründete es mit 2 Bsp. in denen jemand nicht nur Prophet, sondern auch noch gleichzeitig Leiter war (David und Josef). In diesem Fall ist es natürlich nötig, denn ein Leiter, den man nicht als solchen sieht, kann ja schlecht leiten. Aber man kann meiner Ansicht nach, einen Propheten nicht einfach automatisch mit einem Leiter gleichsetzen und auf diesem Weg sämtliche Einschränkungen, die für einen Leiter gelten auf Propheten übertragen. Doch die Tatsache, dass nicht jeder Prophet die gleiche Art von Dienst hat, ist etwas, was der Autor gegen Ende des Buches bemerkt. Deswegen rate ich, wenn man das Buch liest, es auf jeden Fall zu Ende zu lesen, weil es teilweise zum Ende hin besser wird.Natürlich halte ich es für sinnvoll, dass man darauf achtet, dass die eigene prophetische Gabe von reifen Christen bestätigt wurde und dass man seine Gabe trainiert hat, bevor man losrennt. Man muss auf jeden Fall eine gesunde, lebendige Beziehung zu Gott haben (Ich kenne schräge Propheten, die zwar eine geniale Gabe haben zu empfangen, aber voll schräg auslegen, weil sie kaum Zeit mit Gott verbringen und sehr leistungsgetrieben sind.) Das Wort Gottes sollte man sehr, sehr gut kennen, um eine sichere Grundlage zu haben. Überhaupt sollte, wie die Bibel es ja auch sagt, jede Prophetie geprüft werden 1.Tess. 4,20). Am besten auch von anderen prophetisch begabten Menschen. Außerdem wäre es gut, die Gottesdienst- oder Veranstaltungsordnung zu respektieren (1. Kor 14,26-33) und man sollte natürlich auch immer in einer respektvollen Haltung, den geistlichen Leitern gegenüber handeln. Ebenso sollte man sensibel dafür sein, wie man das Wort möglichst so weitergibt, dass es andere gut empfangen können.* Eine weitere These des Autors ist, dass man aufbauend und nicht korrigierend prophezeien sollte. Hier frage ich mich, warum das eine das andere ausschließen muss. In seiner Gemeinde werden die Menschen angewiesen, nicht das Problem oder die Sünde der Leute anzusprechen, sondern nur die Lösung. Wenn es so allein funktioniert, ist das wunderbar. Aber die Frage ist, ob das wirklich immer so ist. Vallotton beschreibt in dem Buch nämlich selbst sehr dankbar, wie einfach seine Sekretärin sein ganzes Leben verändert hat, als sie endlich ehrlich ein großes Problem ansprach, das er hatte.Wie muss sich wohl Sacharja gefühlt haben, als er prophezeien musste, dass er ausgerechnet den Hohepriester Josua in einer Vision in unreinen Kleidern gesehen hatte? (Sach 3) Ich denke in seinem Fall hatte die anschließende Verheissung um so stärkere Kraft, weil er wie ein Wächter an der Mauer eine Stelle gezeigt bekam, wo der Feind gerade angreifen wollte und prophezeite, wie Gott heiligen und schützen will. Das Ziel war ja nicht, Josua bloßzustellen, sondern damit zu trösten, dass Gott ihn rechtfertigen will. Abgesehen davon war es auch Gott, der ihm aufgetragen hatte, das weiterzugeben, also trug doch Gott die Verantwortung. (Ich würde so eine Prophetie nicht wagen auszusprechen, wenn ich mir nicht 200 % sicher wäre, dass es genau so, wie ich es weitergebe von Gott ist. Deswegen bete ich wenn ich etwas empfangen habe zuerst, ob ich es weitergeben soll und dann noch mal sehr intensiv, bis ich genau weiß, an wen und was von dem, was ich empfangen habe weitergegeben werden soll und vor allem wie. So habe ich mir auch für diese Rezension sehr viel Zeit genommen und sie in vielen kleinen Abschnitten geschrieben) Rechnen wir noch zu wenig damit, dass Gott wirklich klar reden kann? Ich hörte gerade letztes Wochenende eine Prophetie, dass Gott in Zukunft einen völlig neuen Level an prophetischer Klarheit schenken will. Diese Prophetie wurde durch weitere bestätigt.Meiner Ansicht nach, liegt der Unterschied zwischen positiven und negativen Propheten nicht so sehr im Inhalt der Botschaft, sondern im Herz des Propheten, der sie übermittelt. Hier ist Jeremia, der manchmal auch der weinende Prophet genannt wird, ein wunderbares Vorbild: Jer. 17,16 "Aber ich habe dich nie gedrängt, Unheil kommen zu lassen; auch habe ich den bösen Tag nicht herbeigewünscht, das weißt du" Die Botschaft kommt von Gott, aber unser Herz ist es, das wir zu vertreten haben, denn das entscheidet stark über die Art und Weise, wie wir die Botschaft rüberbringen und welchen Fokus wir dabei haben. In 1. Petr. 2, 9 heißt es, dass wir als Christen alle berufen sind Priester zu sein. Diese Grundhaltung ist entscheidend für unseren Dienst: Ein Herz, das Menschen versöhnen will mit Gott. Aber dazu kann eben auch manchmal gehören, die Menschen in Liebe zu warnen, um sie zu retten. Jesus, bei dem übrigens manche Menschen seiner Zeit große Ähnlichkeit mit Jeremia feststellen, weinte über Jerusalem und warnte sie vor der Zerstörung der Stadt. Geschichtsschreiber bestätigen, dass das Viertel der Christen (ehemaliges Essenerviertel) wie leergefegt war, als die römischen Truppen in die Stadt einbrachen. Tausende waren rechtzeitig an einen sicheren Ort in der Wüste geflohen (Petra).Ein Paradebeispiel zu diesem Thema ist für mich auch Jona, der für das Gegenteil steht: für einen Propheten mit einem bösen, harten Herzen. Und das zeigte sich ausgerechnet darin, dass er sich weigerte, den Menschen eine krass korrigierende und warnende Botschaft zu bringen. Er wusste nämlich genau, wie gut Gott ist und dass Gott die Menschen im feindlichen Ninive segnen wird, wenn sie sich ändern. Deswegen sollte er seine Bußpredigt bringen und er rettete tausenden von Menschen damit das Leben. Ist es nicht komisch, dass für Gott Jona trotz seinem harten Herzen am besten geeignet war, weil er wenigstens Klartext redete? Denn Gott wollte nie, dass Menschen die Ernte für ihre bösen Saaten erleben müssen, sondern dass sie umkehren ( Hes. 18,23) und gerettet werden.Ich kann die Ansicht des Autors nicht teilen, dass Gott im Alten Testament nicht so liebend und gütig gewesen wäre, wie im Neuen Testament. Meiner Ansicht nach steckt hinter dem Alten Testament das gleiche barmherzige Herz Gottes, wie im Neuen. Es war zu dieser Zeit nur noch nicht so offensichtlich. Es gibt unzählige Stellen im AT, die man missverstehen kann. So z.B. die Stelle aus den 10 Geboten, wo es heißt: „Gott, der die Schuld der Väter heimsucht, an den Kindern der dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen.“ Das Wort „heimsuchen“ (paquad) wird oft nur als „rächen“ verstanden. Es ist aber in Wirklichkeit wesentlich vielschichtiger. Es kann anrechnen bedeuten, aber auch die Suche eines Hirten nach verlorenen Schafen beschreiben. Oder es wird an der Stelle verwendet, wo Simson seine Frau mit einem Versöhnungsgeschenk besucht, um die Beziehung zu ihr wieder in Ordnung zu bringen (Ri 15,1). Ebenso im Sinne einer helfenden, heilvollen Zuwendung (Ps. 8,5). Das ist eine ganz andere Art von Heimsuchung, wie es sich viele grundsätzlich vorstellen. Ja, es kann auch bedeuten, Böses ans Licht zu bringen oder zu richten, aber im Fokus steht zunächst, die Person in Liebe zurechtzubringen. Erst wenn man sich dem konsequent verweigert, kann es passieren, dass Gott ebenfalls konsequent reagieren muss, damit Menschen aufwachen, so dass die Nachkommen oder andere Menschen, vor dem schlimmen Einfluss geschützt werden, damit Sünde sich nicht immer weiter in ihrer zerstörerischen Kraft multipliziert. Aber es ist gerade seine Liebe, die das verhindern will. Ja, Gott ist manchmal sauer, aber er ist es, weil er uns so liebt und es deswegen so schrecklich findet, wenn wir uns und andere mit Sünde Schaden zufügen.Auch im Alten Testament waren Propheten, je näher sie Gott kamen, von der Offenbarung überwältigt, dass Gott barmherzig ist und von großer Güte. Auch Jahre nachdem Jeremia angefangen hatte, warnend zu predigen, streckte Gott immer noch seine Hand hin und gab wunderbare Verheißungen für den Fall der Umkehr, was meiner Ansicht nach immer das Ziel war (Jer. 22). Gott ist Liebe, das heißt, es ist und war schon immer Teil seines innersten Wesens, zu lieben. Und wenn er harte Dinge tut, tat und tut er es auch immer aus Liebe heraus.Vallotton bringt ein Bsp., wie Prophetie sein muss aus 1.Kor. 14, 24-25 und schließt aus der freudigen Reaktion, die Paulus beim Empfänger der Prophetie beschreibt, dass sie nicht korrigierend gewesen sein kann. Die Tatsache, dass jemand Gott nach einer Prophetie anbetet, ist für mich aber nicht automatisch ein Indiz dafür, dass sie nicht korrigierend gewesen sein kann. Denn ein Mensch, der von einem falschen Weg umkehrt, kann auch riesige Freude haben, wie z.B. David, der von Abigail klar davor gewarnt wurde, unschuldiges Blut zu vergießen:„Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der dich an diesem Tag mir entgegengesandt hat! Und gepriesen seist du, dass du mich heute davon zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten...“ 2. Sam. 25,32 Sicher ist dabei entscheidend gewesen, dass Abigail David in einem Geist der Sanftmut und Liebe entgegenzog und den positiven Fokus auf der großen Bestimmung von David hatte, als sie ihn vor der Bluttat warnte. Was den positiven Fokus auf der Berufung der Menschen betrifft, stimme ich also mit dem Autor total überein.Die Unterscheidung zwischen der Gabe der Weissagung und dem Amt des Propheten, wie Vallotton sie macht, war für mich zum Teil hilfreich. Aber auch hier fehlte für mich der biblische Beleg dafür, zu glauben dass nur Menschen mit dem Amt eines Propheten korrigierende Aufträge ausführen sollten (Abigail hatte auch nicht das Amt eines Propheten, aber sie handelte nach dem, was Gott ihr aufs Herz gelegt hatte.) Abgesehen davon gibt es nicht so viele, die das Amt des Propheten haben und wer hilft dann solchen Menschen, die solche Leute gar nicht kennen? Man muss ja nicht mit: "So spricht der Herr..." beginnen. In ganz heiklen Fällen habe ich einen warnenden Eindruck auch schon mal so weitergegeben, dass ich ihn erst mal auf mein eigenes Leben angewendet habe und das positive Ergebnis dann als Zeugnis weitergegeben habe. Liebe macht erfinderisch. Es gibt so viele Möglichkeiten, Menschen zu warnen, ohne sie zu demütigen oder zu Tode zu erschrecken. Vallotton zitiert, um zu belegen, dass die Gabe der Weissagung Korrektur nicht beinhaltet, einen Vers aus 1. Kor. 14, 3, der die Gabe der Weissagung näher beschreibt. Er übersetzt aber das Wort, das sonst mit „Ermahnung“ übersetzt wird mit „herbeirufen“.Eine nähere Analyse des griechischen Wortes „paraklesis“ im Elberfelder Sprachschlüssel ergibt sehr interessante Zusammenhänge. Das Wort kann bedeuten: zu Hilfe herbeizurufen, zu Bitten, Ermahnen oder zur Tugend zu ermutigen. Auch gibt es Bibelstellen, die Verbindungen zu Jesu Auftrag als Trost/Helfer Israels herstellen und zu dem Namen Barnabas (Sohn des Trostes). Interessant ist hierbei, dass die gleiche Namensbedeutung ins Hebräische übersetzt „Noah“ heißen würde. Und genau darin liegt ein fantastisches Bild, was die eigentliche Aufgabe eines „Ermahners“ ist. Man ermutigt die Menschen, die rettende, schützende Arche aufzusuchen. Die Arche ist ein Riesentrost als Schutzraum aber auch zugleich eine Warnung vor der Flut.Wer ein sehr gutes Beispiel sucht, wie „paraklesis“ konkret angewendet aussieht, findet es in Apg. 13,15-52. Hier wird Paulus (übrigens als fremder Durchreisender) in einer Synagoge nach der Lesung gefragt, ob er nicht nach Vorne kommen wolle und ein Wort der Ermahnung/paraklesis hätte (ein herrlich positives Bsp. für jüdische Chuzpe). Paulus hält eine wunderbare Predigt mit klarem Fokus auf dem Positiven (Negativbsp. erwähnt er in den Nebensätzen). Am Schluss aber bringt er ein absolut krass warnendes Zitat, dass sich noch nie jemand, den ich kenne getraut hat zu zitieren (Apg. 13, 40-41), macht aber klar, dass er es gerade deswegen zitiert, um zu warnen dass es nicht eintrifft. Daraufhin bat man ihn prompt, „dass am folgenden Sabbat diese Worte noch mal zu ihnen geredet werden möchten“ Paulus ordnet übrigens Timotheus an, diese Sitte in seinem Gemeindealltag umzusetzen, bei Lesungen der Schrift, Raum für Worte der Ermahnung zu geben (1. Tim 4,13).Wie geht es denn uns selbst, wenn unter den aufbauenden Worten, die Gott für uns hat auch mal warnende dabei sind, die unsere Augen dafür öffnen, was gerade falsch bei uns läuft? Zunächst ist man vielleicht nicht gleich begeistert, aber ist es nicht so, dass wir schon oft hinterher total froh und dankbar darüber waren, wenn wir uns dem gestellt hatten. Wenn ich Mist gebaut habe, setze ich mich oft hin und bitte Gott mir die Wurzel zu zeigen, die zu meinem Verhalten geführt hat. Wie oft habe ich schon erlebt, wie freisetzend die Wahrheit ist (Joh. 8,32). Ich kann daher nicht mit dem Autor übereinstimmen, dass die meisten Leute schon von selbst wissen, was ihr Problem ist, denn auf mich trifft es nicht immer zu. Und den Segen über den ich selbst dankbar bin, gönne ich auch anderen.Nun noch die Dinge, die ich an dem Buch positiv finde (Ich hätte das normalerweise an den Anfang gestellt, aber viele lesen nur die ersten Zeilen einer Rezension und hätten mich dann missverstanden. Die Punkte sind deswegen so kurz, weil ich in diesen Punkten mit dem Autor übereinstimme, also nicht alles aus dem Buch noch mal wiederholen muss, denn dazu kann man ja auch das Buch lesen). Positiv war:* Die Grundhaltung des Autors ist von Liebe geprägt, dem Wunsch andere zu segnen und in der Berufung ihres Lebens voranzubringen. Dies sollte sich auf jeden Fall jeder prophetisch begabte Mensch zu Herzen nehmen, wenn er konstruktiv und nicht destruktiv wirken will.* Diese vorbildliche Grundhaltung kommt von dem positiven Gottesbild des Autors (zumindest, was das NT betrifft), das sich auf die Gnade Gottes gründet und aus der Liebe Gottes seine Kraft nimmt.* Der Autor ermutigt die Leser, den Nöten der Welt nicht problemorientiert, sondern lösungsorientiert zu begegnen. Der Glaube an die guten Pläne Gottes und seine Kraft, sie umsetzen zu können, kann viel bewirken, wenn wir lernen, uns damit eins machen.* Der Autor ermutigt, Gott am eigenen Charakter arbeiten zu lassen, da ein reifer Charakter im Dienst sehr wichtig ist. Man erkennt ihn z.B. an Demut oder Selbstbeherrschung.* Die Erklärungen über den Unterschied zwischen Berufung, Begabung und Salbung habe ich als hilfreich empfunden. Besonders auch die praktischen Ratschläge am Ende des Buches.Hätte man diese Aspekte des Buches anstelle der anfangs beschriebenen Einschränkungen ergänzt mit Ratschlägen, wie man mit schwierigen Aufträgen besser umgeht* wie man besser prüfen kann, was man wann, an wen und wie weitergibt* wie man seine Art von Gott zu empfangen entdeckt und trainiert oder versuchen kann verschiedene Arten, von Gott zu empfangen miteinander zu kombinieren, um Eindrücke noch mal zu prüfen und zu vertiefen* wie man sich mit anderen prophetisch Begabten zusammenschließen kann, um sich in Teams gegenseitig weiterzuhelfen, besser und genauer in der Gabe zu werden oder von Menschen coachen und korrigieren lassen kann, die prophetisch schon weiter sind* wie man beim Weitergeben der Eindrücke immer in einer priesterlichen Grundhaltung der Liebe bleibt, der andere abspüren, dass man es gut mit ihnen meint* wie man mit Ablehnung umgehen kann - ein sehr wichtiges Thema für Propheten. Der Druck, zu sagen, was die Menschen hören wollen, ist manchmal ungemein hoch und es ist nicht immer leicht, zu unterscheiden, wann der Wunsch zu schweigen und es Gott zu überlassen von einem selbst kommt oder von Gott* sowie weitere Tipps, die Beziehung zu Gott zu vertiefen, z.B. durch Anbetung und Lesen in der Bibel, Zeiten besonderer Offenheit für Gottes Reden durch Fasten, Buße (Daniel 9) oder intensives Bitten um Offenbarung. Manchmal muss man sensibel dafür werden, dass so etwas an einem bestimmten Tag dran sein kann (Jer. 33, 3).* Tipps, wie man prophetisches dokumentieren kann, wie z.B. MP3-Aufnahmen oder ein Ringbuch in dem man das Reden Gottes nach Lebensbereichen sortiert festhält.* vor allem ein Extra Kapitel über die Erkenntnis des Herrn, die das wichtigste, grundlegenste Wissen ist, das man als Prophet haben muss, um Gott richtig zu vertreten. Wer sein Herz nicht kennt, kann schwer das weitergeben, was Gott auf dem Herzen liegt.Dann wäre es ein wirklich geniales Buch über Prophetie gewesen. Aber wir dürfen wohl nie vergessen:"Unser Wissen ist Stückwerk" 1. Kor. 13,9 - auch wenn man Mitarbeiter in der Bethel-Church ist. Daher gilt das natürlich erst Recht auch für mich und das weiß ich auch. Aber zusammen können wir stark sein, wenn wir ehrlich bleiben.