Read Nausea by Robert Crumb Online

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Mit Robert Crumb begr en wir bei Reprodukt nicht nur einen der gr ten Autoren, die der Comic je hervorgebracht hat, sondern dar ber hinaus einen der bedeutendsten Illustratoren des 20 und 21 Jahrhunderts Mit seinen Geschichten, oftmals schonungslos pers nlich und autobiografisch, hat Robert Crumb im Alleingang die Grenzen dessen erweitert, was im Comic erz hlbar ist, und insbesondere in den USA ganze Generationen von Comiczeichnern gepr gt Robert Crumbs Arbeiten wurden im deutschsprachigen Raum Jahrzehnte lang exklusiv bei Zweitausendeins verlegt und sind trotz hoher Auflagen im regul ren Buchhandel von jeher kaum pr sent gewesen Das Gros seiner B cher ist seit L ngerem vergriffen, abgesehen von seiner 2009 bei Carlsen erschienenen Adaption der Genesis die mittlerweile in der Graphic Novel Edition der S ddeutschen Zeitung zweitver ffentlicht wurde Mit Nausea startet Reprodukt eine Neuausgabe des Crumb schen Oeuvres in bibliophiler Aufmachung und in der bersetzung von Harry Rowohlt In umfangreichen, thematisch gegliederten B nden werden Robert Crumbs Comics dem deutschen Publikum so wieder bzw erstmals zug nglich gemacht Den Auftakt macht eine Sammlung von Geschichten aus den fr hen 1980er Jahren, in denen sich Robert Crumb auf ganz unterschiedliche Weise mit Literatur auseinandersetzt Ob er nun kunstvoll und eigenwillig Der Ekel von Sartre illustriert, Philip K Dick ins Bild setzt oder Richard von Krafft Ebings Psychopathia sexualis stets ist der pers nliche Bezug sp rbar, die Relevanz f r Robert Crumbs eigenes Leben, die es verbietet, hier von schieren Illustrationen oder Adaptionen zu sprechen.Weitere B nde werden im halbj hrlichen Rhythmus erscheinen....

Title : Nausea
Author :
Rating :
ISBN : 3943143295
ISBN13 : 978-3943143294
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Reprodukt 4 Oktober 2012
Number of Pages : 112 Seiten
File Size : 598 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Nausea Reviews

  • Udo Erhart
    2020-04-05 05:49

    Mit dem Reprodukt-Verlag hat Robert Crumb einen weiteren deutschen Verlag gefunden, der sein Werk hierzulande auflegt und vertreibt. Während früher bei Zweitausendeins Crumb-Comics und Skizzenbücher verlegt wurden, sind zurzeit seine Sketchbooks bei Taschen, Robert Crumbs Genesis bei Carlsen und restliche Bücher aus seiner Feder bei Reprodukt beheimatet.Nausea enthält neben einigen Seiten aus Skizzenbüchern folgende Geschichten:"Psychopathia Sexualis""Bowells Londoner Tagebuch""Jelly Roll Mortons Voodoo-Fluch"(alle drei vorher schon erschienen in dem Zweitausendeins-Band "Endzeitcomics")."Die religiöse Erleuchtung des Philip K. Dick""Nausea""Die Abenteuer von Wichita - Ratte und Tänzerin"(alle drei zuvor erschienen in dem Zweitausendeins-Band "Ein Heldenleben"."Böses Karma".Bei der letzten Geschichte handelt es sich um eine deutsche Erstveröffentlichung. Grob angelehnt ist die (wen wundert's) recht explizite Darstellung an das Gemälde "Jupiter und Antiope" von Antoine Watteau. Nachdem das Bild im Louvre hängt, liegt die Vermutung nahe, dass der amerikanische Zeichner, der seit Jahren mit seiner Familie in Frankreich lebt, das Gemälde bei einem Ausflug in das bekannte Museum gesehen hat - und sich eben von der abgebildeten Nymphe und dem Satyr inspirieren ließ. (Außerdem nimmt Crumbs Comic-Schöne auch Bezug auf das Gemälde).Insgesamt ist Nausea eine etwas wilde (soll heißen unzusammenhängende) Mischung kürzerer Comics von Crumb. Die Schwarzweiß-Zeichnungen sind eine Klasse für sich, Crumbs Strichel-Schattierungen eine Augenweide. Das fast durchgängig explizite Material beziehen auch (wie so oft) auf sexuelle Fetisch-Spleens der Comic-Großmeisters, enthüllt eine ziemlich durchgeknallte Lebensphase des bekannten Sci-Fi-Autoren Philip K. Dick und lässt allerlei menschgewordene Tiere allerlei Sauereien erleben.Nausea erscheint als edles Hardcover mit Halbleinen-Rücken. Auf einer Papierbanderole, die den Buchrücken ziert, findet der geneigte Comic-Fan eine Huldigung Crumbs von Ralf König. Das Comic wurde in Litauen gedruckt.Insgesamt vergebe ich für diesen liebevollen und bibliophil gestalteten Band gerne fünf von fünf Sternen. Crumb-Fans und -Sammler müssen selbst entscheiden, ob sich sich den Band ebenfalls ins heimische Bücherregal stellen wollen, da er - neben den Reprints - lediglich 40 bisher in Deutschland unveröffentlichte Seiten enthält. Für Crumb-Entdecker aber definitiv eine Kaufempfehlung. Wer von Crumb bisher nichts, in den Feuilletons aber schon öfter über den Comic-Zeichner gelesen hat, wird hier definitiv ins gelobte Comic-Land geführt.Übrigens wurde der komplette Band vom stimm- und wortgewaltigen Hanseaten Harry Rowohlt übersetzt. Auf der letzten Seite huldigt der (Comic-)Journalist Klaus Schikowski in seinem Essay "Welcome to Crumbland" dem Comic-Altmeister. Gerne rasch mehr, werter Reprodukt-Verlag! Einziger, aber ärgerlicher Kritikpunkt ist ein Bildfehler auf Seite 103, also ausgerechnet in der deutschen Erstveröffentlichung. Hier sind Teile des Panels geschwärzt, jedoch nicht aus Zensur-Absicht, sondern weil wohl irgend ein Fremdkörper beim Plattenbelichten o. ä. hineingerutscht ist. Ich habe ein Kundenbild des fehlerhaften Panels hier hochgeladen.

  • Highlightzone
    2020-03-23 00:01

    Der französischen Édition Cornélius folgend startet Reprodukt mit “Nausea“ eine thematisch gegliederte Werksausgabe der Comics und Zeichnungen von Robert Crumb (“Fritz the Cat“, "Genesis"). Dabei wird der heute wohl hauptsächlich aus der “Lindenstraße“ bekannte Übersetzer Harry Rowohlt vom Verlag fast genauso stark beworben wie der Zeichner. Das Cover des schön aufgemachten Buches wirkt eher nichtssagend und laut Klappentext enthält “Nausea“ Beiträge von Robert Crumb, die sich “auf ganz unterschiedliche Weise mit Literatur“ beschäftigen.Das klingt langweiliger als es dann tatsächlich ist. Crumb zeigt sich weniger an schöngeistiger Literatur interessiert, sondern trifft eine recht interessante Auswahl. In der ersten Story, die 1985 in "Weirdo" erschien, illustriert er akribisch einige besonders deftige Fälle von sexuellen Abartigkeiten, die der Wiener Psychiater Dr. Richard von Krafft-Ebing Anfang des letzten Jahrhunderts in seinem Buch “Psychopathia Sexualis“ beschrieb. Ins selbe Horn stoßen die von Crumb bebilderten Londoner Tagebücher des schottischen Adeligen James Boswell, der schildert wie er um 1760 seinen sexuellen Begierden ausgiebig nachging und sich anschließen noch ausgiebiger dafür schämte. Außerdem erzählt Crumb noch von der “religiösen Erleuchtung des Philip K. Dick“ und adaptiert in der Titelgeschichte Jean-Paul Satres “Der Ekel“ (Originaltitel: La nausée)Etwas unbekümmerter kommen die Geschichten “Die Abenteuer von Wichtita“ und “Böses Karma“ (mit einem Gastauftritt von Mr. Natural), daher, die in einem lockereren Stil gezeichnet fröhlich Cartoon und Sex mischen. Aufgelockert wird das interessant zusammengestellte Buch zudem noch durch thematisch passende Beiträge aus Crumbs Skizzenbüchern, die auch dessen stilistische Vielfältigkeit als Zeichner unterstreichen.