Read Madame Jakublonskis Monstrositäten-Cabinet by Michael Braun Online

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Geld, Geld, alle Jahre wieder Geld Darum geht es Madame Jakublonski, uns, der Welt Neujahr 1923, eine Pension in Dresden Katharina Jakublonski, Direktorin eines reisenden Schaustellerensembles, stellt bei der Inventur fest, dass die Inflation der jungen Weimarer Republik die Finanzen ihres Monstrosit ten Cabinets zerr ttet hat Ohne g ttliche F gung, erkl rt Madame Jakublonski ihrer Vertrauten Rita Estrella de Schmidt, gehe man in K rze bankrott Wider Erwarten geschieht ein Wunder und wenige Tage sp ter logiert die illustre Compagnie in einem Grandhotel in den Alpen, bevor sie, eingeholt von der Vergangenheit, bereilt an den Golf von Neapel aufbrechen muss Michael Brauns vierter Roman, Hollywood Regisseur Tod Browning und seinem avantgardistischen Kultfilm Freaks 1932 gewidmet, ist eine bitterb se, turbulent erz hlte Arsen und Spitzenh ubchen Kom die ber den florierenden Leichenhandel der durchtrieben charmanten Madame Jakublonski Brauns Schelmenroman beschreibt Aufstieg und Fall einer skurrilen Schaustellertruppe, deren Mitglieder zugleich Opfer und T ter sind, eingebettet in die Wirren von Hyperinflation und Weimarer Dekadenz....

Title : Madame Jakublonskis Monstrositäten-Cabinet
Author :
Rating :
ISBN : 3941757342
ISBN13 : 978-3941757349
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Dresdner Buchverlag Auflage 1 10 Juni 2013
Number of Pages : 384 Pages
File Size : 992 KB
Status : Available For Download
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Madame Jakublonskis Monstrositäten-Cabinet Reviews

  • Marion Alexa Müller
    2020-03-31 11:24

    Dieses Buch ist wirklich eine Entdeckung. Wunderbar schräge Figuren, kurzweilig, skuril und eine tolle Sprache. Die Zeit, in der die Geschichte spielt, ist ebenso interessant und so plastisch wie Frau Zunges Elefantenbein :)Den Punktabzug gibt es nur, weil die Erzählfigur wechselt (manchmal aus Ritas Sicht, dann wieder objektiv erzählt) und das der Geschichte mehr nimmt, als dass es ihr gibt. Zudem wird manches von den Protagonisten einfach so hingenommen (einer verschwindet aus der Compagnie und keiner sagt einen Ton dazu). Da sind m.E. ein paar Dinge nicht zuende gedacht worden und der Roman hat noch ein paar weitere kleine Schwächen.Das tut dem Großen und Ganzen aber keinen Abbruch, denn dieser historische Roman ist überaus unterhaltsam.

  • Froschministerin
    2020-03-23 09:30

    Dieses Buch wird einen festen Platz in die Reihe meiner Lieblingsbücher erhalten – eine überbordende Fantasie den Autors, feinst verpackt in eine Fülle grandioser sprachlicher Pointen, überaus präzise Darstellungen von Szenebildern, Personen und Dialogen, die mühelos vor meinem geistigen Auge scharf gezeichnet lebendig wurden.Madame Jakublonskis Monströsitäten-Cabet habe ich gleich dreimal hintereinander gelesen und werde es bestimmt auch verschenken.Bei allem Witz und Verve, den dieser Roman prägt, macht die tragische historische Wahrheit betroffen. Der Inhalt ist kein reines Fantasieprodukt des Autors. Die Monstrositäten von Madame Jakublonski sind krankhaft missgestaltete Menschen mit der einzigen Perspektive, sich von der Menge begaffen zu lassen – traurige Realität zu Beginn des vorigen Jahrhunderts – augenfällig Kranke, deren Zustand bei einigen heute Dank moderner Medizin geheilt oder gemildert werden könnte. Madames Geldgier – aus der schieren Not geboren – setzt sich hinweg über jegliche Moral, die Menschen zu Ware werden lässt, deren Leben nur so viel wert ist, wie man Geld als Gegenleistung erhält.Diese bittersüße Mischung aus nicht zu fassendem Witz vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Leids – denn Madame Jakublonski ist trotz aller literarisch überzeichneten Charakterlosigkeit auch ein Abbild des Zeitgeistes - macht zumindest für mich den Wert dieses Buches aus. Es ist ein Roman, der auf keinen Fall im Bereich seichte Literatur anzusiedeln ist. Den Zeitgeist Anfang der Zwanziger Jahre würden heute nur wenige teilen und er ist – literarisch grandios überhöht - überall sichtbar.Sechs Sterne von mir, wenn man diese bei amazon vergeben könnte.

  • Uli M.
    2020-03-05 07:22

    Habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen. In einem Rutsch, weil ich es nicht mehr weglegen konnte. Die Neugierde war zu groß, wie es von Kapitel zu Kapitel mit dieser unterhaltsamen Truppe weitergeht.Außerdem erhält man einen recht guten Einblick in eine Zeit, wo die Anatomie und "Unterhaltungsindustrie" noch in ihren Anfängen stehen...

  • Ostseeeis
    2020-03-23 12:25

    In der beklemmenden Enge der 1920er Jahre zeigt uns der Autor eine bunte, schillernde Notgemeinschaft. Sie ist einem nicht auf den erste Anhieb sympatisch, doch wirbt sie immer wieder um Verständnis und Aufmerksamkeit und zeigt in skurrilen Situationen und erschreckenden Momenten, wie es um das menschliche Mit- oder auch Gegeneinander bestellt ist. Die Mitglieder sind besonders, haben aber auch gleichzeitig wie viele andere mit den Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen.Schon das Cover lässt auf Magie und Geheimnisse hoffen und man wird nicht enttäuscht.Ein etwas einfältiger Kommissar nimmt es mit einer lebenstüchtigen und gewieften Direktorin des selbsternannten Monströsitäten Cabinets auf. Es ist fast so etwas wie ein geheimnisvolles Roadmovie, spielt das Setting doch in Jena, Italien und Russland.Ein spannendes und kurzweiliges Buch.

  • PS
    2020-03-05 07:26

    Das Buch war ein heißer Tipp, der nicht minder leidenschaftlich weitergegeben werden kann: Vielschichtig angelegt, überzeugt es durch seine künstlerische Kraft und Intelligenz und zieht den königlich amüsierten Leser unwiderstehlich wortgewandt, stilsicher und geistreich von einer Seite zur nächsten. Ein grandioser Brückenschlag zwischen Geschichtswerk und Satire, der dem Leser durch Sprache, Sinngehalt und Unterhaltungswert gleichermaßen großen Gewinn beschert. Chapeau!

  • Z.E. Posypek
    2020-03-28 13:45

    Spritzig, tiefsinnig und kundig serviert uns Michael Braun eine gehörige Portion Zeitgeschichte, verdaulich aufbereitet durch eine originelle Rahmenhandlung – ein mit eleganter Ironie gewürzter spannender, witziger und intelligenter Lesespaß! Mit seinem tiefgründigen Humor ist dieses außergewöhnliche Buch ein erhellendes Exposé über eine Epoche und ihre Menschen, dem keine Zusammenfassung wirklich gerecht werden kann. Selbst lesen, lautet daher die Devise.

  • Till Hohlfeld
    2020-03-11 11:33

    Dieses Buch fiel mir zuerst durch seine besondere Ausstattung auf: stilvolles Layout, Hardcover mit Schutzumschlag, Fadenbindung und Lesebändchen. Dann überraschte mich, dass der Autor auch Politologe und Wirtschaftswissenschaftler ist, ein Umstand, der hervorragend zur Schilderung der Weltwirtschaftskrise passt. Der Roman ist zu großen Teilen dialogisch gestaltet (die Charaktere atmen beinahe hörbar) mit einem Humor, der erfrischend herb, eine Mischung von Kästners Fabian und Mozarts Bäsle-Briefen sein könnte. Eine Entdeckung!