Read Verlorene Bilder, verlorene Leben - Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde by Melissa Müller Online

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Im gr ten Kunstraub aller Zeiten enteignete das Naziregime etwa 600 000 Kunstwerke aus j dischem Besitz Sie wurden gestohlen, beschlagnahmt, eingezogen, zwangsverkauft oder versteigert Seit 1945 bem hen sich Gesch digte und Erben meist mit m igem Erfolg um die R ckgabe ihrer verlorenen Bilder , der oft letzten physisch greifbaren Erinnerungen an die in der NS Zeit verlorenen Leben W hrend die Medien h ufig nur ber die heute zu erzielenden Kaufpreise der Bilder berichten, erz hlt dieses Buch von den Menschen hinter den einstigen Sammlungen und gibt tiefe Einblicke in die Problematik der Kunstrestitution Das Buch stellt die Biografien vor von LILLY und CLAUDE CASSIRER, Berlin PAUL WESTHEIM, Berlin ALFRED, TEKLA und HANS HESS, Erfurt LEO BENDEL, Berlin ELEONORA und FRANCESCO VON MENDELSSOHN, Berlin WALTER WESTFELD, D sseldorf SOPHIE LISSITZKY K PPERS, Hannover M nchen MAX SILBERBERG, Breslau MAX STEINTHAL, Berlin OSCAR HULDSCHINSKY und ANN SOMMER, Berlin ADELE und FERDINAND BLOCH BAUER, Wien KARL GR NWALD, Wien ALMA MAHLER WERFEL, Wien ALPHONSE MAYER und LOUIS NATHANIEL DE ROTHSCHILD, Wien JACQUES GOUDSTIKKER, Amsterdam...

Title : Verlorene Bilder, verlorene Leben - Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde
Author :
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ISBN : 3938045302
ISBN13 : 978-3938045305
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Elisabeth Sandmann Verlag Auflage komplett aktualisierte Neuauflage 2014 15 Januar 2009
Number of Pages : 593 Pages
File Size : 781 KB
Status : Available For Download
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Verlorene Bilder, verlorene Leben - Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde Reviews

  • Dieter Müller
    2020-02-29 18:58

    Das Buch beleuchtet das Schicksal von fünfzehn, während der NS Zeit beraubten, großen Sammlern. Es handelte sich hier um Juden oder als „jüdisch Versippte“ von den Nazis Verfolgte. Es werden kurze Einblicke in die Familiengeschichte, der Tragödien während der NS Zeit und den späteren Anstrengungen zur Rückerlangung der damals geraubten Kunstschätze gegeben. Hierbei sind so bedeutende Persönlichkeiten wie z.B. Amla Mahler-Werfel, Louis Nathaniel de Rothschild oder Claude Cassirer (ein späterer Verwandter von Paul und Bruno Cassirer, welche den Impressionismus im damaligen Kaiserreich salonfähig machten).Das Buch ist von den Autorinnen Melissa Müller und Monika Tatzkow sehr gut recherchiert und verfasst. Ausgestattet mit reichlicher Bebilderung und abgerundet durch einen historisch-juristischen Kommentar von Gunnar Schnabel zur Raubkunst.Für mich als kunstinteressiert und -liebenden Menschen, der auch oft und gerne Museen besucht, wo in manchen leider auch heute immer noch Raubkunst aus der traurigen NS Vergangenheit präsentiert wird, ein absolut lesenswertes Buch, welches für mich mittlerweile schon eine Art Pflichtlektüre darstellt.

  • Dr.Caligari
    2020-03-22 03:07

    Obwohl man vieles bereits weiß: die Details über das Schicksal jedes einzelnen Sammlers gehen einem sehr nahe und schmerzen.Vielen Bildern begegnet man auf eine neue Weise. Trotz der vielen Fakten lebendig und mit Herz geschrieben. Großartige Arbeit!

  • Steffibaby
    2020-03-09 00:44

    Ich habe dieses wunderbare Buch gerade zu Ende gelesen und würde mich freuen, wenn es noch viele weitere Leser findet. Man erfährt darin von sehr interessanten Menschen, ihren Lebenswegen und Schicksalen, ihrer Begeisterung für die Kunst. Und man erfährt von der Kaltschnäuzigkeit nicht nur im Hitlerstaat, sondern auch im Nachkriegsdeutschland, wo die berechtigten Ansprüche der betrogenen Sammler und ihrer Erben einfach ignoriert oder mit unfairen Mitteln abgewehrt wurden. Das Buch ist sehr schön gemacht, toll bebildert und ein wirkliches Erlebnis. Man muss nichts von Kunst verstehen und sich nicht mal besonders für Geschichte interessieren, um Freude an diesem interessant und spannend geschiebenen Buch zu haben. Sehr zu empfehlen!

  • Winfried Stanzick
    2020-03-21 01:09

    Die Berliner Historikerin Monika Tatzkow befasst sich seit vielen Jahren mit der sogenannten Provenienzforschung, das heißt, der Frage, wo die unzähligen Kunstwerke geblieben sind, die im Rahmen der Massenvernichtung von Juden durch die Nazis ihren ehemaligen rechtmäßigen Eigentümern geraubt wurden und die nach wie vor einer Rückgabe an die Rechtsnachfolger der ehemaligen Eigentümer harren. Während die offiziellen politischen Verhandlungen um diese Werke seit Jahren auf der Stelle treten, hat Monika Tatzkow im Auftrag ihrer Mandanten sehr viel herausgefunden. Eingang haben diese Erkenntnisse gefunden in viele Schriftsätze, die seitdem die Rechtsvertreter der Eigentümer mit den heutigen vermeintlichen Besitzern, oft Museen und staatliche Einrichtungen, führen, sondern sie hat ihre Forschungsergebnisse auch in ein Buch einfließen lassen, das sie zusammen mit der Wiener Publizistin Melissa Müller im kleinen Elisabeth Sandmann Verlag veröffentlicht hat.Dieser Band würdigt in einer angemessenen Weise die große private jüdische Sammlerkultur vor dem Zweiten Weltkrieg und erinnert schmerzlich daran, dass alle diese Sammler, von denen 15 in diesem Buch vorgestellt werden, nach 1933 enteignet, beraubt und vertrieben und oft auch ermordet wurden. Ihre wertvollen Sammlungen wurden derweil von deutschen Galeristen und Auktionshäusern gewinnbringend verkauft.Der vorliegende Bildband ist nicht nur ein Geschichtsbuch, sondern auch eine soziologisch-politische Dokumentation bis in die aktuelle Gegenwart. So hat etwa der von mir sonst geschätzte Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, den ich vor Jahren beim Jubiläum der Jüdischen Buchhandlung von Rachel Salamander in München bewegt vom Stellenwert der jüdischen Kultur in seiner Stadt sprechen hörte, den Erben von Sophie Lissitzky-Küppers mitgeteilt, eine Rückgabe des damals geraubten Gemäldes "Sumpflegenden" von Paul Klee verstoße gegen die bayrische Gemeindeordnung , weil sie einer "Verschleuderung von öffentlichem Vermögen" gleichkomme.Dass auch seine Stadt der 1998 unterzeichneten Washingtoner Erklärung verpflichtet ist, hat er dabei übersehen. Danach verpflichten sich neben Deutschland 43 weitere Nationen, abgelaufene Fristen künftig zu ignorieren und zusammen mit den Anspruchstellern nach gerechten und fairen Lösungen zu suchen.Dass diese irgendwann auch für die noch vielen ausstehenden Bilder gefunden werden, dazu leistet dieses wunderbare Buch einen wichtigen publizistischen Beitrag.