Read Sinus – nummerierte Spezialausgabe, handsigniert (nur noch 50 von 100 Ex. verfügbar!) by Naema Gabriel Online

sinus-nummerierte-spezialausgabe-handsigniert-nur-noch-50-von-100-ex-verfgbar

SINUS ist ein Bilderbuch f r Erwachsene na, sagen wir mal f r Erfahrene Denn Erwachsenwerden ist wie eine Autofahrt Wenn du mit einer Mutter im Auto sitzt, die abwechselnd himmelhoch jauchzend und zu Tode betr bt ist, wird die Autofahrt zu einem wilden Abenteuer voller Kurven, ber Berge und durch T ler, mal Full Speed, mal im Schneckentempo, mal wundersch n und mal lebensgef hrlich Bis du selber Autofahren lernst Dann wird alles besser Denkste, Puppe Naema Gabriel erz hlt mit Text und Zeichnung gleicherma en intensiv die Geschichte eines M dchens, das neben ihrer manisch depressiven Mutter trotz allem irgendwie zur Frau wird Der Stoff eines ganzen Coming of Age Romans setzt sich aus kleinen, intensiven Puzzleteilen im Kopf des Lesers zu einem ungew hnlichen Roadmovie zusammen Ohne zu jammern, ohne zu bagatellisieren und ohne zu werten beleuchtet die Erz hlerin verschiedene Aspekte einer famili ren Konstellation, die eine denkbar schwierige Startposition f r eine Lebensreise bietet und beh lt dabei ihren Sinn f r Humor und f r die Liebe....

Title : Sinus – nummerierte Spezialausgabe, handsigniert (nur noch 50 von 100 Ex. verfügbar!)
Author :
Rating :
ISBN : 3905868369
ISBN13 : 978-3905868364
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : AAP Verlag Auflage nummerierte Spezialausgabe, handsigniert, 100 Ex 25 Oktober 2013
Number of Pages : 504 Pages
File Size : 972 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Sinus – nummerierte Spezialausgabe, handsigniert (nur noch 50 von 100 Ex. verfügbar!) Reviews

  • anne wiele
    2020-02-12 15:22

    Sinus wirft nicht um, Sinus umschlingt und hält fest.Die Autorin schildert das Erwachsenwerden ihrer Figur in Facetten einer Reise - manchmal im Wortsinne, als Berg- und Talfahrt in einem Käfer, manchmal in Momentaufnahmen eines (außer)gewöhnlichen Alltags. Durch die Unmittelbarkeit der Sprache, mit der sich die Figur mitteilt, entsteht schnell eine große Nähe zur ihr. Dieses Buch lesen, bedeutete für mich eine Reise mit vielen Emotionen zu begleiten – mit Überraschung, mit Rührung, mit Freude, mit Spaß und auch mit Erschütterung. Ich habe mitgehofft und mitgebangt.Der Illustratorin gelingt es, diese andere Welt, diese andere Kindheit vertraut und fremd zugleich darzustellen. Ich habe die Bilder zuerst nur als Einladung in die Geschichte empfunden. Aber beim wiederholten Betrachten entdecke ich immer mehr Details, die im Kopf eigene Geschichten auslösen und auch immer wieder animieren, einzelne Geschichten noch einmal zu lesen.Sinus ist keine „und sie lebten glücklich“-Geschichte, aber Sinus lässt auch nicht hoffnungslos zurück.Mir hat die leichte, die heftige, die mitfühlende und die schonungslose Thematisierung der psychischen Erkrankung der Mutter der Hauptfigur sehr imponiert und gefallen. Der Autorin und Illustratorin, Naema Gabriel, ist meiner Meinung nach ein sehr beeindruckender und eigener Blick auf dieses Thema gelungen. Vielen Dank.

  • mAlsoMalso
    2020-01-29 18:31

    Zuerst war ich ein wenig skeptisch wieviel Unterhaltungswert ein Buch, das einen komplizierten Lebensstart bebildert und beschreibt, wohl haben kann. Und bin wie immer wenn man überrascht wird, total von den Socken .. und ein wenig atemlos.Was für eine Komposition - durch die Bilder sieht man wie durch kleine Fenster in die jeweligen Lebenssituationen der Hauptfigur. Und man will nicht wegschauen. Sondern mehr. Und dann darf man mit Hilfe der Textstellen die dazwischengeworfen sind, sich noch eigene Bilder dazumalen. Ganz dicht war das alles beieinander für mich als Leser: Das Lachen - das Weinen - das Angst haben .. und dann auch wieder das Glücklich sein. Auf und Ab eben.Ich bin total begeistert und empfehle es jedem, der auch gerne mal einen Nachmittag lang Berg und Tal fahren möchte.

  • PFAD Bundesverband e.V.
    2020-02-27 12:46

    „Laut Beipackzettel darf Mama nicht Autofahren oder Maschinen bedienen. Vom Kindererziehen steht da nichts.“In ihrem höchst eindrucksvoll mit eigenen Zeichnungen illustrier¬ten „Bilderbuch für (...) Erfahrene“ schildert Naema Gabriel an¬hand von kurzen Rückblenden in die Kindheit und Jugendzeit, wie es einem Mädchen ergangen ist, das zusammen mit seiner älteren Schwester neben einer manisch-depressiven Mutter aufwuchs. Von der Einschulung bis zur eigenen Mutterschaft lässt sie uns an ei¬nem außergewöhnlichen, erschütternden Familienleben teilhaben. In furchterregenden Autofahrterlebnissen erschließt uns die Auto¬rin das Auf und Ab der Innen- und Außenwelt ihrer Ich-Erzählerin zugleich anschaulich, humorvoll und wertfrei.Aus der scheinbar sicheren Lesedistanz schleichen sich über die Schwarz-Weiß-Grau-Töne der Bilder die hilflose Verzweiflung der erlebenden Kinder, die im Hinterkopf lauernde Angst selber zu er¬kranken, die lebenshungrige Sehnsucht nach Autonomie und pa¬radoxe Emotionen wie die Scham über die eigene Wut ins Gefühls¬leben des Lesers.Für Pflegeeltern, die ein Kind von psychisch kranken Eltern haben, ist das Buch hervorragend geeignet, sich eine Vorstellung ihrer Er¬lebnisse, ihrer Verwirrung und Angst zu machen. Jugendliche Le¬serinnen und Leser, die psychische Ausnahmezustände verstehen und bewältigen wollen, mögen sich von dem inneren Monolog der Ich-Erzählerin angesprochen fühlen: „Will ich töten oder sterben oder leben?“ Das Leben ist immer lebensgefährlich, heißt die De¬vise. „Wenn ich daneben tappe, muss ich einen Meter zurück und von da aus wieder: weiterbalancieren!“ Am Ende steht die Bot¬schaft: Wer sich der Herausforderung und den Zumutungen nicht stellt, wird die Chance verpassen und nicht gelebt haben. „Und ir¬gendwo, tief unten in mir, da sitzt die Kraft und schläft, und wenn sie aufwacht, kann ich damit machen, was ich will.“Wie aus einem Guss erscheinen der thematisch komplexe Entwurf, die literarisch wie auch grafisch kunstvolle Gestaltung, die gediege¬ne Ausführung. Naema Gabriel, selbst Tochter einer Mutter mit bi¬polarer Erkrankung, ist ein herausragendes Werk gelungen, dessen Anschaffung sich in jedem Fall lohnt. ar+mh

  • Carolin Ochs
    2020-02-26 11:27

    Ein beeindruckendes Buch – das auch einem nicht Betroffenen zumindest eine Ahnung davon vermitteln kann, was es bedeutet, als Kind mit einem Menschen zusammenzuleben, der so schwer an einer bipolaren Störung erkrankt ist. Fast verstörend für mich, wie gefühlvoll, sogar lustig manche Texte – und auch Bilder! - sind, ohne dass diese aber sarkastisch wirken, wie offen und klar die Zumutungen einer solchen Kindheit beschrieben werden, ohne dass etwas von Verbitterung oder Anklage zu spüren ist. Und dann noch so ein schöner, völlig unpathetischer Schluss! Da bekommt das Wort „Resilienz“ für mich tatsächlich eine ganz neue Bedeutung! Frustrierend dennoch die Frage, die am Ende offen bleibt - bleiben muss: Wer ist meine Mutter minus die Krankheit?

  • s.dinsche
    2020-02-15 17:38

    Das Buch von Naema Gabriel hat mich sehr berührt, vor allem aufgrund des für einen autobiografischen Bericht ungewöhnlichen Formats. Die vignettenartigen Geschichten zusammen mit den Bildern wirken extrem verdichtend, man kann sich besonders intensiv hineinversetzen in die geschilderten Begebenheiten, so als wären es die eigenen Erinnerungen, die man vor seinem inneren Auge revue passieren lässt. So viel Leben in so komprimierter Form zu beschreiben ist mutig - und funktioniert! Obwohl es viel Raum für eigene Interpretationen gibt, verliert die Autorin nie die Deutungshoheit über ihre Geschichte: sie äußert keine Vorwürfe und kein Selbstmitleid, sie sucht keinen Schuldigen für ihre "schwierige Kindheit", sondern vermittelt vielmehr das Gefühl, dass ein Sich-Annehmen und Andere annehmen so wie sie sind der Schlüssel zur Selbstbestimmung und einem Leben in Liebe sind. Ein tolles Buch für alle, die sich mit dem Thema "Erwachsenwerden" (wieder) beschäftigen!