Read Das Schwinden der Differenz: Postkoloniale Poetiken by Oliver Lubrich Online

das-schwinden-der-differenz-postkoloniale-poetiken

Wie beschreiben literarische Texte das Fremde Diese zentrale Frage postkolonialer Literatur und Kulturwissenschaft nach der Repr sentation von Alterit t ist durch zwei weitere Fragen zu erg nzen Welche Eigendynamik haben diese Inszenierungen Und welche sthetischen Konsequenzen Die Auseinandersetzung moderner Literatur mit Andersheit kulturell, sozial, geschlechtlich ist nicht ideologisch geschlossen sie l t sich angemessener als dynamische Komplikation beschreiben nicht allein als eine Konstruktion, sondern als ein Schwinden der Differenz Und sie funktioniert nicht nur auf der thematischen Ebene, sondern auch poetologisch in der literarischen Form Als Fallbeispiele dienen vier Werke der literarischen Moderne, die Alterit t in autobiographischen Genres anhand von Reisebewegungen konfigurieren Alexander von Humboldts amerikanischer Reisebericht, Relation historique du Voyage aux R gions quinoxiales du Nouveau Continent 1814 1831 , stellt in seiner Poetik die M glichkeit, ber den fremden Kontinent einen koh renten Diskurs etablieren zu k nnen, radikal in Zweifel Bram Stokers Dracula 1897 beschreibt, wie der Vampir fiktional hervorgebracht, imagin r bek mpft und kulturell verunm glicht wird Ernst J ngers In Stahlgewittern 1920 codiert den Krieg in bildlichen Sequenzen, deren Widerspr chlichkeit als Symptom einer Verunsicherung lesbar ist Und Jean Genet schildert im Journal du voleur 1949 , wie der Versuch, sich selbst als Au enseiter der Gesellschaft zu definieren, in Aporien ger t....

Title : Das Schwinden der Differenz: Postkoloniale Poetiken
Author :
Rating :
ISBN : 9783895287152
ISBN13 : 978-3895287152
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Aisthesis Auflage 2., durchgesehene 2 Januar 2009
Number of Pages : 364 Seiten
File Size : 690 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Das Schwinden der Differenz: Postkoloniale Poetiken Reviews

  • Messmer
    2020-01-25 01:45

    Ein tolles Buch. Selten hat man das Gefühl, durch eine Lektüre neue Entdeckungen gemacht zu haben, neue Zusammenhänge zu verstehen. Was Lubrich zu Jean Genet schreibt, hilft wirklich weiter. Dieser selbstreflexive Blick der Aufklärung auf das Fremde und das Andere, dass das möglich ist und wie er hier engagiert und sicherlich unter großer Anstrengung und aufgrund reiflicher Überlegungen und Diskussionen vorgetragen wird, das kann man nicht hoch genug bewerten. Vielen Dank! Dieser Zustand, dass wir irgendwie doch immer Diesseits der Transgression, der Umwertungsveranstaltung, der Gesellschaft, der Aufklärung usw. bleiben, hat jedoch auch etwas Bedrohliches.