Read Die Geheimnisse der Welt: Roman (Taschenbücher) by Lisa O'Donnell Online

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Der elfj hrige Michael Murray kann zwei Dinge am allerbesten Ballhochhalten und Geheimnisse bewahren Seine Familie findet, dass er f r Erwachsenenangelegenheiten noch zu jung ist, also lauscht er an T ren Es ist der einzige Weg, um irgendetwas mitzubekommen Und Michael hat ein Geheimnis mitbekommen eines, das vielleicht die Prellungen im Ge sicht seiner Mutter erkl rt Als das Fl stern zu Hause und in der Nachbarschaft zu laut wird, um es zu ignorieren, fragt sich Michael, ob hinter der ganzen Sache doch mehr steckt, als er dachte Also macht er sich daran, die Wahrheit herauszufinden, in der Hoffnung, dass dann endlich alles wieder normal wird Er darf dabei nur ein paar Sachen nicht vergessen sich auf den bevorstehenden Talentwettbewerb im Dorf vorzubereiten, ein Auge auf seine Erzfeindin Dirty Alice zu haben und auf jeden Fall die w ssrigen Eint pfe seiner Granny zu vermeiden Die Geheimnisse der Welt beschw rt in einf hlsamer Weise die ngste und Freiheiten der Kindheit Es ist ein eindringlicher Roman ber die Liebe, den Verlust der Unschuld und die Bedeutung der Familie in schwierigen Zeiten....

Title : Die Geheimnisse der Welt: Roman (Taschenbücher)
Author :
Rating :
ISBN : 3832163697
ISBN13 : 978-3832163693
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : DuMont Buchverlag GmbH Auflage 1 19 Juli 2016
Number of Pages : 256 Seiten
File Size : 872 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Geheimnisse der Welt: Roman (Taschenbücher) Reviews

  • Frank Stöber
    2020-02-13 18:03

    Ein wunderbares Buch, ganz anders als der erste Roman von Lisa O'Donnell, Bienensterben, aber nicht weniger ansprechend, interessant und in höchstem Maße lohnenswert, insbesondere dann, wenn man etwa gleichen Alters wie der Protagonist ist und ähnliche Erfahrungen machen konnte, trotzdem man nicht in Schottland aufgewachsen ist. Doch die Orte, in denen die Gedanken der anderen über einen wichtiger sind, als das eigene Handeln, gab es auch in Deutschland und gibt es leider noch heute. "Was sagen die Leute?", diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch von O'Donnell und durch das Leben der Familie Murray und leider auch durch das Leben vieler anderer Menschen. Welche Konsequenzen man daraus für sein Leben zieht, muss jeder selbst entscheiden. Lass ich mich bestimmen von dem, was andere über mich denken oder sagen oder finde und gehe ich meinen Weg? Ein lesenswertes Buch, man taucht ein in das Schottland der 1980er Jahre, nichts Überflüssiges, eine gute Milieuanalyse, starke Charaktere und authentisch geschrieben. Man kann sich auf den nächsten Roman von Lisa O'Donnell freuen.

  • Martina L.
    2020-02-02 22:24

    Ich liebe die Geschichten von Lisa O'Donnell, ebenso ihren Schreibstil! Nach "Bienensterben" wieder ein rundum gelungenes Buch. Absolute Kaufempfehlung! Herzlichen Dank!

  • Buchdoktor and Family
    2020-02-02 23:59

    Zu Jahresbeginn 1983 wird Michael Murray 12 Jahre alt. Michael pubertiert zwischen Kindsein und Heranwachsen, er weiß noch nicht, ob er Mädchen faszinierend oder abstoßend finden soll. Es ist das Jahr, nachdem der Eurovision Song Contest zum Groll der Briten und Schotten mit "Ein bisschen Frieden" gewonnen wurde und Jungen ein Rad mit Bananensattel und Fransen an den Griffen geschenkt bekommen. Es ist auch die Zeit, in der Kinder aus dem Zimmer geschickt werden, wenn Erwachsene sich über Dinge unterhalten, die sie ungeeignet für Kinderohren finden. Schlimm wird es erst, wenn Kinder nicht mehr aus dem Raum geschickt werden, weil die Erwachsenen deren Anwesenheit im Eifer nicht bemerken. Wie vermutlich alle andere Kinder auf der kleinen schottischen Insel im Firth of Clyde an der Küste vor Glasgow versucht Michael, sich zurück zu schleichen und hinter die Geheimnisse zu kommen. In seiner Familie köcheln diverse Konflikte unter der Oberfläche, ausgelöst durch Arbeitslosigkeit, persönliche Schicksalsschläge und dörfliche Moral.Obwohl Michaels Mutter sich wunderbarerweise im gemeinsamen Haushalt mit ihrer Schwiegermutter sehr gut versteht, wird über die Arbeitslosigkeit des Vaters gestritten, über die Thatcher-Politik und darüber, wie katholisch ein Kind sein kann, dessen Mutter Protestantin ist. In dieser Situation der Sprachlosigkeit wird Michaels Mutter abends im dunklen Park überfallen und deutlich sichtbar verletzt. Was wirklich vorgefallen ist, wird Michael eisern verschwiegen, obwohl die unausgesprochene Angst der Erwachsenen vor dem großen Unbekannten nicht zu übersehen ist. Aus Angst vor dem Dorftratsch will die Mutter die Tat auf keinen Fall bei der Polizei anzeigen. Wie man sich leicht vorstellen kann, bringt sie damit ihren Mann, der gern mal tief ins Glas schaut, in eine peinliche Situation. Durch ihr Schweigen verhindert sie außerdem, dass mögliche weitere Opfer des Täters gewarnt werden. Selbst ein Gespräch zwischen Vater und Sohn kann Michaels Problem nicht lösen, weil die Fakten noch immer nicht auf den Tisch kommen.Die Ereignisse in der Folge einer Gewalttat werden konsequent aus der Sicht eines Elfjährigen erzählt, dessen Sprache aus heutiger Sicht sehr naiv wirkt. Wie hätte sie zu der Zeit auch anders sein können, wenn Kinder entweder im Lexikon zwischen aufgeschnappten Reizwörtern hin und her blättern oder ihr Halbwissen miteinander vergleichen konnten. Michael spricht zwar wie ein viel jünger wirkendes Kind, aber seine Schlussfolgerungen sind alles andere als naiv. Am Ende überwindet seine Mutter Angst und Scham, Michael erfährt Dinge, vor denen seine Eltern ihn lieber bewahrt hätten - und die Sache mit den Mädchen stellt sich als nur halb so schlimm heraus.

  • von_Beust
    2020-01-29 23:21

    Als ich „Die Geheimnisse der Welt“ von Lisa O’Donnell vom Tisch der Mängelexemplare nahm, ahnte ich noch nicht, was für ein Kleinod dieses Buch ist. Mich hatten das Cover angesprochen - ein Fußball spielender Junge durchs Schlüsselloch im Scherenschnitt - und der Klappentext - auf der kleinen schottischen Insel „kennt jeder jeden“, doch „es gibt auch Geheimnisse“, die der Junge ehrausfinden wird, zum Beispiel über seine Mutter. Ich hatte eine leichte Coming-of-Age-Geschichte erwartet. O’Donnell erzählt auch eine, aber keine leichte …In der Familie des elfjährigen Michael gibt es einen katastrophalen Wendepunkt: Seine Mutter kommt eins Tages zerschunden, blutig und am Boden zerstört nach Hause. Dem Leser ist klar, dass sie vergewaltigt wurde, dem jungen Erzähler hingegen nicht. Alles, was kommt, wird durch die Augen des Jungen betrachtet, von ihm reflektiert und dem Leser erzählt. Michael versteht nur allmählich, was passiert ist und immer noch geschieht, wie nämlich die häusliche Gemeinschaft der Familie und das Miteinander mit den Nachbarn und der ganzen winzigen Gemeinde von Rothesay Stück für Stück zerbröckelt. In Michaels Schilderung erkennt der Leser das ganze Ausmaß der zersetzenden Kraft, die von Notlügen, Verheimlichung und falscher Scham ausgeht. Am Ende des zweiten Drittels sind die Spannungen in den sozialen Bindungen kaum noch auszuhalten, zumal der Leser fast alles überschaut, obwohl er eigentlich nicht mehr wissen kann, als Michael erzählt. Das ist sehr gut gelungen und entwickelt eine literarische Schärfe, wie man es sich wünscht, wenn Autoren Wesen und Anliegen einer Geschichte herausarbeiten, indem sie sie richtig erzählen.Auf dem Buchrücken schwärmt die ‚Sunday Times‘ zutreffend von „Michaels Erzählstimme […] - aufmerksam, nachdenklich, witzig und vollkommen glaubwürdig.“ Es ist allerdings ausgerechnet dieser literarische Spiegel, diese Erzählstimme, die mein Lesevergnügen je länger, je mehr ein wenig störte: ich hatte das Gefühl, verstanden zu haben, warum und wie der Elfjährige und die Geschichte funktionieren - ich wollte das nicht immer und immer wieder lesen. Auch schimmerte ein moralischer Impetus bisweilen etwas banal und platt durch die Zeilen. Aber das sind Einschränkungen, die eine Leseempfehlung für dieses Schmuckstück kaum einschränken: eine Lektüre, die sich lohnt!