Read Brett für die Welt by Titus Dittmann Unter Mitarbeit von Michael Matthiass Online

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Titus Dittmann war schon fast alles Entenschrauber in der Sahara, Pionier im Drachenfliegen und Snowboarden, Studienrat, Entrepreneur des Jahres, Rennfahrer und fast pleite Der Mann mit der M tze, der das Skateboarden in Deutschland popul r gemacht hat und bis heute mit seinem legend ren Unternehmen TITUS Generationen von Kindern und Jugendlichen pr gt, passt in keine Schublade Offenherzig, fesselnd und selbstironisch zeichnet er seinen Lebensweg vom Westerwald bis nach Afghanistan nach Er erz hlt von selbst konstruierten Autos, Skateboard Legende Tony Hawk und dem Gl cksgef hl, nichts mehr zuverlieren zu haben Frei nach dem Motto Lass dir nicht reinquatschen Mach dein Ding Aber bernimm auch die Verantwortung, wenn s schiefgeht...

Title : Brett für die Welt
Author :
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ISBN : 3830932200
ISBN13 : 978-3830932208
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Waxmann Auflage 2 23 Januar 2015
Number of Pages : 320 Seiten
File Size : 783 KB
Status : Available For Download
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Brett für die Welt Reviews

  • Hr. Vogl
    2020-02-16 14:39

    Wirklich interessantes und kurzweiliges Buch von Titus Dittmann über Titus Dittmann.Als Skater sollte man allerdings nur die ersten zwei Drittel des Buches lesen, da freut man sich noch, dass es solche Leute gibt.Leider gehört Titus zu den Menschen, die nicht fest genug sind und bei denen Geld den Charakter verdirbt.Sind seine Aktionen in den Anfängen noch megacool, werden sie im Geldregen oft mehr als peinlich, fehlt eigentlich nur der Privat Lear-Jet.Es gibt bestimmt nicht viele Menschen auf diesem Planeten, die sich von den Idealen der Skatercommunity so weit entfernt haben, das tut schon fast weh. Daß solche im Alter geläuterten Manager gerne eine Stiftung oder sowas gründen und Gutes tun, ist nichts Neues, dennoch, würde er mich fragen, wie er an die Tafelrunde zurück kommen kann, ich müsste den Kopf schütteln...obwohl, unmöglich scheint es mir nicht...Hat man allerdings mit der ganzen Skaterei nix am Hut, liest man ein sehr interessantes Buch, das einem tiefe Einblicke ins Big Business gibt.Langweilig fand ich keine Seite, insbesondere im letzten Drittel des Buches, wo es in die Niederungen der Bankgrosskunden, AGisierung und Fondsgeldbrausen geht, mit später durchaus bekannten Namen grossartiger "Sanierer", wird gezeigt, wo man mit seiner Firma nie hin kommen sollte, so man sie liebt. Endloses Wachstum ist grosser Quatsch...Schade dass der Titus im Buch nicht wenigstens seinen "engsten" Kollateralschäden Platz gegeben hat ihre Meinung zu äussern, dann wäre das Buch wirklich ehrlich geworden.Trotzdem, unbedingt lesenswert! Der Titus ist ganz sicher ein interessanter Mensch.Alles natürlich nur meine unwesentliche Meinung und das Rascal-"Titus House Brand"-Deck (Skateboard), das bei mir am Nagel hängt, wird seinen Ehrenplatz nicht verlieren, schon wegen der alten Zeiten...

  • Norbert L'habitant
    2020-02-26 06:46

    Nachdem ich mich durch fast 320 Seiten gelesen habe, ein mehr als aufregendes Unternehmerleben, schreibt er in einem Satz seine Quintessenz. Die Angst vor Fehlern, sein Gesicht wahren zu wollen, Respekt zu erzwingen, die Fassade zu erhalten; das sind die Gründe, die die meisten ausbremsen. Er kommt zwar zu diesen Erkenntnissen im Zusammenhang mit Afghanistan und dem menschlichen Verhalten dort, aber es sind grundlegende menschliche Verhaltensweisen. Gerade deshalb ist es in Unternehmen so schwierig. Titus Dittmann hat sich aber auf seiner kurvenreichen Unternehmertour nicht daran gehalten, sondern sich in einem Wahnsinnstrip durch mehrere Phasen eines ungewöhnlichen Entrepreneurs gefunden. Für Leute die ans Gründen denken ist dieses Werk ein Muß. Nichts verläuft so ungeplant wie so ein Abenteuer. Unabhängig von der Branche gibt er Einblicke in eine Persöhnlichkeit, die mehr von Bedeutung ist als das Geschäftsfeld.Der "Vierte Teil", der sich mit Dotcom, Bankern und Beratern auseinandersetzt ist einfach erhellend.

  • C. Nordmeyer
    2020-02-28 07:53

    Kurzweiliges Buch über einen echt guten Typen mit Steh-auf-Charakter. Mir gefällt seine Lebenseinstellung und die Botschaft des Buches. Allerdings hätte ich mir in manchen Punkten noch etwas mehr Selbstkritik gewünscht. Als Titus bei seinen geschäftlichen Höhenflügen schwer ins Straucheln geriet (was wie er auch zugibt viel in eigenen Fehlern begründet gewesen ist), hat er ja auch anderen sehr geschadet, z.B. Lieferanten, Mitarbeitern etc.. Auch wie er auf seine Sparkasse eindrischt, die ja mindestens 2,5 Mios. durch ihn versenkt hat, finde ich etwas einseitig. Hier nutzt er sein Buch zur persönlichen Abrechnung, ich sehe als Aussenstehender immer gern die Sicht beider Seiten. Trotzdem : gut zu lesen, bewundernswerter Kerl mit Ecken und Kanten und großem Herz, gute message. Dafür gibt's von mir 4 von 5 Sternen.

  • Stefan Merath (Unternehmercoach GmbH)
    2020-02-06 06:38

    Skateboards und die Skateboard-Kids waren mir schon immer eher fremd. Trotzdem habe ich natürlich schon von Titus gehört: Dem verbeamteten Lehrer, der seinen Job kündigte, um sich selbständig zu machen, dem lange Zeit unangefochtenen Marktführer in seinem Segment, dem "Alt-Hippie", der an den Neuen Markt wollte und der in dem dann folgenden Krieg mit Investoren, Bankern und unfähigen Beratern fast alles verloren hätte, der dann den Turnaround und nun auch den Generationenübergang in seinem Unternehmen schaffte.Und natürlich war ich als Unternehmercoach neugierig auf dieses Buch, glaube ich doch, dass wir Unternehmer aus einem gelebten Unternehmerleben sehr viel mehr lernen können als aus Dutzenden Bank- und Beraterbüchern. Und ich fand in seinem Buch eines der spannendsten und ehrlichsten Unternehmerbücher, die es gibt. Titus beschreibt seine Geschichte offen und ehrlich samt der Heldentaten und Peinlichkeiten. Von beidem gibt es eine Menge ;-) Und ohne beides wäre der Unternehmer Titus nicht zu verstehen.Genau das macht dieses Buch so unglaublich spannend und lebensnah. Dies unterscheidet es auch von so vielen Unternehmer- (oder Erfolgs-)Büchern a la "Er setzte sich ein Ziel, hielt ein Leben lang trotz aller Widrigkeiten dran fest und bekam dafür den Jackpot".Diesen (finanziellen) Jackpot wollte Titus gar nicht. Es ging im ums skaten, um die Kids, um die Haltung, die er hinter dem skaten sieht. Auch um Protest gegen das Establishment. Und für diese Kids organisierte er die Boards. Als in Europa keine mehr zu bekommen waren, importierte er eben aus den USA. Das war kein Ziel, sondern eine Notwendigkeit. Und aus diesem Kümmern und der Zugehörigkeit zur Szene entstand schließlich die Firma.Langfristige Pläne? Fehlanzeige! Aus der Anfrage eines Autohändlers, ob er zur Verkaufsankurbelung nicht eine Skater-Show machen könne, wurde zuerst eine Show-Truppe und später dann eine Weltmeisterschaft... Und die Firma wuchs dabei mit 100% pro Jahr.Dann kam der Dotcom-Boom und Titus wollte auch an den neuen Markt. Nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst, ein paar Flachpfeifen mit einem Businessplan aber ohne Geschäft könnten ihn überholen. Die Konsequenz: Er verbrachte seine Zeit mit Bankern und Investoren statt mit seinen Kunden. Entfremdung setzte ein und logischerweise, gerade bei einem Business, das so vom Kontakt mit der Szene lebt, brach auch das Geschäft dramatisch ein.Der Börsengang funktionierte dann auch nicht mehr und er geriet in die Fänge der Banken und der von ihnen angeheuerten (Zwangs-)Berater. Das kenne ich zwar auch aus eigenem Erleben mit meiner ersten Firma, aber definitiv nicht so drastisch.Der Turnaround kam fast lehrbuchmäßig (zumindest, wenn man meine Bücher als Lehrbuch nimmt *g*) dadurch, dass Titus den Worst Case mental akzeptierte: Die Angst, alles zu verlieren, verschwindet. Das Leben geht nämlich auch dann weiter. Und mit dem Verschwinden der eigenen Angst verschwindet auch die Macht der Banken und der Berater (und dann kommt deren Angst zum Vorschein). Und in dieser Situation kann man wieder befreit agieren, statt nur zu reagieren. Die Energie steigt, die Entscheidungen werden schneller und besser und man hat sich selbst die Chance für die Wende geschaffen.Und mit diesem mentalen Dreh wendete sich Titus auch wieder seinen Kunden zu. Der Turnaround gelang und nun bringt er Kindern und Jugendlichen in Afghanistan das skaten bei. Als Außenstehender mag man vielleicht denken, dass die Kids dort Wichtigeres brauchen könnten, aber Titus zeigt: Beim Skaten sind Jungs und Mädchen und Kinder unterschiedlicher Religionen zusammen. Sie lernen eine Haltung, bei Fehlern einfach wieder aufzustehen und es nochmals zu probieren. Sie beginnen, Autoritäten nicht mehr als Gottgegeben zu sehen. Und sie spielen nicht mit Waffen, sondern entwickeln Fähigkeiten. Ein Frieden in der nächsten Generation fängt mit einer anderen Einstellung der Kids an. Geil!