Read Aller Tage Abend: Roman by Jenny Erpenbeck Online

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Das Leben ist die Zeit, die dir bleibtWie lang wird das Leben des Kindes sein, das gerade geboren wird Wer sind wir, wenn uns die Stunde schl gt Wer wird um uns trauern Jenny Erpenbeck nimmt uns mit auf ihrer Reise durch die vielen Leben, die in einem Leben enthalten sein k nnen Sie wirft einen scharfen Blick auf die Verzweigungen, an denen sich Grundlegendes entscheidet Die Hauptfigur ihres Romans stirbt als Kind Oder doch nicht Stirbt als Liebende Oder doch nicht Stirbt als Verratene Als Hochgeehrte Als von allen Vergessene Oder doch nicht Meisterhaft und lebendig erz hlt Erpenbeck, wie sich, was wir Schicksal nennen, als ein unfassbares Zusammenspiel von Kultur und Zeitgeschichte, von famili ren und pers nlichen Verstrickungen erweist Der Zufall aber sitzt bei alldem in seiner eisernen Stube und rechnet....

Title : Aller Tage Abend: Roman
Author :
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ISBN : 3813503690
ISBN13 : 978-3813503692
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Albrecht Knaus Verlag 20 August 2012
Number of Pages : 561 Pages
File Size : 892 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Aller Tage Abend: Roman Reviews

  • Theodoros Goumas
    2020-03-15 04:31

    Wer Günter Grass und Bücher in diesem Stil mag, der wird auch bei diesem und anderen Büchern von Jenny Erpenbeck seine Freude haben.Man braucht Zeit um es zu lesen und zu verstehen. Ich musste es zwei Mal lesen um keine Zweifel zu haben. Es ist die Geschichte einer Frau die stirbt und in der nächsten Geschichte wieder zum Leben erweckt wird, um am Ende der Geschichte wieder zu sterben. So reist man mit der Hauptdarstellerin durch die deutsche Geschichte und wird zu verschiedenen Orten mitgenommen. Zwischen den Büchern/Geschichten gibt es "Was - wäre - wenn - Intermezzi, die beim ersten Lesen oder wenn man nicht weiß worum es geht, einen Konfus machen können.

  • Doris Möhlhenrich-Martens
    2020-03-22 23:30

    Dieser Roman wird mir lange in Erinnerung bleiben, weil er sehr ungewöhnlich und interessant ist. Erzählt werden quasi 5 Möglichkeiten des Lebens einer einzelnen Frau, das in verschiedenen Alterstufen jeweils tödlich endet - oder auch nicht. Die Frau kann schon als Säugling den plötzlichen Kindstod sterben oder nach vielen Wechselschlägen des Schicksals hochbetagt in einem Pflegeheim sterben. Mehrmals hängt das Über-Leben am seidenen Faden bzw. ist abhängig von Zufällen. Man erfährt viel über soziale und politische Verhältnisse im 20. Jahrhundert in Österreich, in Moskau zu Stalins Zeiten und in der DDR. Manchmal sehr deprimierend, aber unbedingt lesenswert!

  • Leseratte
    2020-03-26 06:06

    Jenny Erpenbeck führt uns auf eine Zeitreise durch die vielen Leben, die in einem Lebenenthalten sein können. Meisterhaft erzählt sie, wie sich Schicksal, Zeitgeschehen, Familiäres und Persönliches zusammensetzen.Eine kleine Spur Surreales schwingt in diesem Roman mit und macht ihn spannend und unverwechselbar.

  • Monika Zimmermann
    2020-03-01 04:20

    Ein unglaublich komplexes Buch mit einer wunderbaren Sprache. "Jedes Wort ist wichtig".Hat mich zu einem Gedankenspiel über mein eigenes Leben angeregt. Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn .... (ich z.B. in der DDR geblieben wäre)Das Kapitel über den Kommunismus hat mich zutiefst erschüttert. Ich habe die ersten 11 Jahre meines Lebens in der DDR (Chemnitz) gelebt.Keine leichte Lektüre, sehr dicht, sehr anspruchsvoll, manchmal sehr traurig, manchmal von melancholischer Heiterkeit oder heiterer Melacholie.Unbedingt lesenswert.

  • Barbara Ernst
    2020-03-07 00:20

    Der Einblick in den harten Alltag einer jüdischen Familie in der Nazizeit ist so einzigartig bildhaft, dass ich das Buch zweimal gelesen habe.Zugleich ist es spannend, einfach die Fakten beschreibend an den verschiedenen Orten des Geschehenens in Wien und Moskau ohne Klagen und Jammern. Es berührt gerade deshalb sehr.

  • Viola Mocker
    2020-03-01 06:15

    bin begeistert vom Roman, lesenswert, wie alle Bücher von Jenny Erpenbeck! Kann ich nur weiterempfehlen! Eine interessante Art, sich mit der Vergänglichkeit auseinanderzusetzen.

  • Silke Kühlburg
    2020-03-12 07:05

    Gar nicht so sehr, weil die Sprache besonders blumig oder ausufernd oder besonders wäre. Einfach deswegen, weil Erpenbeck eine Art von Sprache wählt, die hinter der Geschichte zurück treten kann und doch bleiben so viele Formulierungen hängen. Eine wunderbare Geschichte oder eher die Variationen einer Geschichte. Die ganzen "wäre wenns" sind aber nicht Selbstzweck, es geht nicht einfach nur darum eine Geschichte auf mehrere mögliche Ausgänge abzuklopfen. Es geht um die wirkliche Frage, an welchem Punkt unseres Lebens geschehen die echten Wenden und wohin führen uns die verschiedene Varianten an einer Weggabelung. Schön und groß.

  • hartmutw
    2020-03-29 05:08

    Eine im Prinzip sehr reizvolle Idee hat Frau Erpenbeck hier umgesetzt: Vor dem Hintergrund der mal malerischen, mal schrecklichen Geschichtsläufte des 20 Jahrhunderts wird über die Bedeutung von Leben und Sterben nachgedacht und aufgezeigt, wie die berühmte "zweite Chance" eben auch ein schlechter Tausch sein kann.Die Reise beginnt im Galizien der Jahrhundertwende und führt uns über das wunderschön anschaulich beschriebene winterliche Wien des ersten Weltkriegs in die Sowjetunion, die DDR und ins vereinte Deutschland. Das jeweilige Ende der vorherigen Episode (hier in Bücher unterteilt) wird variiert und ein neuer, anderer Lebensweg entwickelt sich.An sich ist das eine sehr schöne Idee, die sich aber im Laufe der Lektüre schnell als überkonstruiert und ein zu strenges Korsett erweist. So wird dem Leser in redundanten Zwischenteilen, den "Intermezzi", nochmals erklärt, was der eh schon weiß: Dass nämlich der Tod nicht immer unausweichlich ist und es ganz anders hätte kommen können. Dann erfolgt der Zeitsprung in die nächste Epoche.Bei dieser konstruierten Erzählweise ist es vermutlich unumgänglich, dass die Charaktere dem geneigten Leser seltsam kalt und fremd erscheinen und im Fortlauf der Handlung kein größeres Interesse an den Protagonisten aufkommen mag.Zwar macht Frau Erpenbeck auch den Versuch, sprachlich das jeweils geschilderte Milieu zu reflektieren, wirkt dabei aber manchmal - vermutlich ungewollt - banal:"Vor vierzehn Tagen waren es noch vierzehn Tage, bis er hier an ihrer Urne sitzen würde, aber er hat es nicht gewusst." soll vermutlich bedeutungsvoll klingen, wirkt aber doch etwas banal, finde ich.So verliert sich eine an sich schöne Idee doch ein wenig in der Redundanz und dem Heischen um Bedeutsamkeit, wirkt die Handlung eher "verkopft" als zwangsläufig.Einen ihrer Protagonisten lässt Frau Erpenbeck denken: "Die Genossin T. hatte... gesagt, wenn man beim Lesen durch Kunstgriffe darauf gestoßen werde, über das Schreiben selbst nachzudenken, verliere der Text alle Kraft, ..."Genau dieses Phänomen stellt sich leider bei "Aller Tage Abend" ein.