Read Flößerei in Deutschland by Hans-Walter. Keweloh Online

Title : Flößerei in Deutschland
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ISBN : 3806204268
ISBN13 : 978-3806204261
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Theiss Vlg., Stgt Januar 1990
Number of Pages : 569 Pages
File Size : 861 KB
Status : Available For Download
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Flößerei in Deutschland Reviews

  • Anne a.k.a. Johnny
    2020-03-05 11:05

    Ich habe das Buch für meinen Papa bestellt, der selber Flößer (im Verein) ist. Er fand es sehr interessant und hat es in einem Rutsch gelesen. Also absolut empfehlenswert - nicht nur für Flößer, sondern auch für diejenigen, die an Geschichte interessiert sind.

  • A. Zanker
    2020-03-03 15:58

    Ob dieser Titel schon aus dem Jahre 1985 stammt, also gut 30 Jahre alt ist, ist es für Interessierte des Flösserhandwerks immer noch interessant. Da ich selbst demnächst ein Buch über die Flösserei herausbringen werde, habe ich es mit grossem Interesse gelesen. Die Texte stammen von verschiedenen Autoren zu verschiedenen Schwerpunkten. So schreibt etwa Detlev Ellmers über die Geschichte der Flösserei, Hans-Walter Keweloh, dem einstigen Vorsitzenden der deutschen Flösservereinigung in Bremerhaven über die Technik des Flossbindens oder etwa Gilles Piot und Birgit Schweizer, vermutlich zwei ehemalige Studenten, die über das einstige Flösserdorf Unterrodach hier schreiben, das einst 85% der Bevölkerung aus dem Flösserhandwerk bestand. Obwohl nur noch antiquarisch zu erhalten, ist die im Aufrag oder der Zusammenarbeit mit dem deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven entstandene Sammelschrift immer noch interessant zu lesen.Wir lesen hier etwas darüber, wie Ämter versucht haben, dieses Gewerbe zu reglementieren, nicht immer zur Freude der einstigen Flösser, denen einiges abverlangt wurde, was die Regeln und die Einhaltung ihres Handwerks anbelangt. Das Buch gibt Einblick in eine vergangene Zeit und Zunft. So lesen wir hier von der Herstellung der Wieden, einer ganz eigenen Art der Herstellung des flexiblen Befestigungsmaterials aus dem Schwarzwald, auf dem Schweigepflicht stand. Das Buch geht z.T. eher auf die grösseren Flüsse wie den Rhein ein und weniger die kleineren wie z.B. die Iller oder der Lech. Eindrücklich sind so manche Kupferstiche etwa auf der Seite 92, von L. Jascha, der ein riesiges Rheinfloss zeigt, das schon einem kleinen Dorf gleichkommt. Selbst von Flossdieben und Holzdiebstählen kann man hier lesen wo z.T. früher harte Strafen verhängt wurden. Etwa am Beispiel von Harburg aus dem Jahre 1744 wird dies z.B. deutlich, wo fast alle sämtliche Lieferungen aus Diebstählen generiert wurden.Auch zur Malerei über die Flösserei können wir hier lesen, es gibt wunderbare Bilder darüber, die hier leider nur in S/W-Ausführungen sind. Selbst zur Sexualität der Flösser und ihrem "Fremdgehen" können wir hier an der Studie von Piot und Schweizer lesen, man wundert sich zuerst, ob das hier rein passt, doch tatsächlich: Es passt rein! Gerade die Zeichnung über die Charaktere ist hier wunderbar gezeichnet: Harte Schale / Weicher Kern! Doch am Schluss lesen wir hier folgenden interessanten Satz, der massgeblich auch noch für die heutige Zeit und sein Interesse stehen dürfte, das in letzter Zeit wieder aufgeflammt ist:"Das Aussterben eines Berufes ist wirtschaftlich bedingt. Dass dies in der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen wird, weist auf ein verbreitetes Interesse hin, bezeugt erneut eine nostalgische Sehnsucht nach einer vermeintlich heilen Welt. Die geschichtliche Realität des harten Flösserlebens, der häufigen sozialen Not im Flösserdorf der Funktionswandel vom Holztransport zur Volksgaudi wird übersehen, würde die Gaudi nur stören."