Read Capesius, der Auschwitzapotheker by Dieter Schlesak Online

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Viktor Capesius war Apotheker in Sch burg und Vertreter der Firma Bayer, bevor er als SS Offizier nach Auschwitz kam Als eines Tages ein Transport mit Juden aus seiner siebenb rgischen Heimat eintraf, standen sich pl tzlich T ter und Opfer, seit Jahren bekannt, an der Rampe des Lagers gegen ber Capesius schickte sie kaltbl tig ins Gas und bereicherte sich an ihrer Habe Dieter Schlesak schrieb diese wahre Geschichte auf als komplexe Kollage aus Dokumentation, R ckblende und Erz hlung ein historisches Werk, das sich literarischer Mittel bedient, von enormer sprachlicher Kraft und Authentizit t, ein ersch tterndes zeitgeschichtliches Zeugnis.Seit 30 Jahren ist Dieter Schlesak dem Auschwitzapotheker auf der Spur Vom T ter und seinen Opfern sammelte er Dokumente, Interviews, Briefe und Aufzeichnungen Damit kreiste er den SS Offizier Capesius wie in einem Prozess ein und lie die Menschen in ihren Worten schildern, was mit ihnen, ihren Angeh rigen und Kindern geschah Wohl einmalig in der Auschwitzliteratur ist die pers nliche Begegnung zwischen Opfern und T tern aus der gleichen Stadt, dem gutb rgerlichen Massenm rder und seinen fr heren Bekannten, Nachbarn, Kunden Der Erz hler im Buch ist der j dische H ftling Adam Er ist die einzige fiktionale Figur Doch was er berichtet und wie er es berichtet, entstammt bis in die Sprache der Opfer, die Lagerszpracha hinein den historischen Quellen 1965, im Auschwitzprozess, wurde Capesius zu 9 Jahren Haft verurteilt Nach Verb ung seiner Strafe lebte er bis zu seinem Tod unbehelligt und ohne jedes Gef hl von Reue in G ppingen....

Title : Capesius, der Auschwitzapotheker
Author :
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ISBN : 9783801203696
ISBN13 : 978-3801203696
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Dietz, J H Auflage 1., 11 Oktober 2006
Number of Pages : 502 Pages
File Size : 570 KB
Status : Available For Download
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Capesius, der Auschwitzapotheker Reviews

  • R. Matz
    2020-01-27 12:59

    After the praising of Schlesak's book by both reviews I decided to buy it. Sad to admit that it's a disappointment, IMHO.Why nobody did tell Schlesak that "hanging [of a person]" is not "gehenkt"? This error appears in the whole book. But there are other mistakes too, e.g. Gienek instead of Genek. Also the use of the "Lagerszpracha" need some explanations! It took me a lot of time to know what means "ersackafe", even if this german term is spoken in Polish it would help to call it "Ersac - Kafe", original Ersatzkaffee = coffee subsitute. I also have doubts that anyone called a soup "plyty gramofonowe" = gramophone record (p. 289). Wrong spelled are also the names of Regina Safirsztain and Estera Wajcblum, both hanged for the supply of explosives during the Sonderkomando revolt.I would appreciate also a bigger print of the documents with Capesius notes.

  • Amazon Kunde
    2020-02-10 15:12

    Dieses Buch ist ein AUSCHWITZ-Buch. Die Kapitelüberschriften machen das schon ganz deutlich, denn bis auf das Kapitel DIE AUSCHWITZ-APOTHKE, haben sie keinen direkten Bezug zu Capesius.Es werden sehr viele unvorstellbar entsetzliche Greueltaten geschildert, die mit Capesius als direktemTäter nichts zu tun haben.Wer hier auf mehreren hundert Seiten die Schilderung des Lebens(ver)laufes von Victor Capesius erwartet, wie es der Buchtitel suggeriert, wird enttäuscht werden. Der Autor hat mit Capesius Tonbandinterviews geführt, darauf wird im Buch wie ein roter Faden Bezug genommen. Das ist mir für ein Werk dieses Umfanges zu wenig. Fazit: ein Auschwitz-Buch, kein Capesius-Buch. In meiner Bibliothek stehen einige Auschwitz-Bücher. Dieses hier gehört mit seinen Schilderungen von Sonderkommando-Häftlingen aus den Krematorien zu den Härtesten. Und das geht schon unvermittelt auf der ersten Seite, ohne Vorwarnung, los. Das sollte man vor dem Kauf wissen.

  • Elisabeth Krause
    2020-02-06 10:48

    Gedanken beim Lesen des Dokumentarromans "Capesius, der Auschwitzapotheker" von Dieter SchlesakDieses Buch war mein Schlüsselerlebnis, das mich zu dem Autoren Dieter Schlesak und seinem Werk geführt hat.Und es traf mich mitten ins Herz.Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, klappte ich es allerdings verstört zu, weil ich die Intensität der Schilderung dieses unbegreiflichen Geschehens nicht aushalten konnte.Das Weiterlesen jedoch war zwingend, weil absolut ergreifend, es geht an die Substanz.Dieser Dokumentarroman stellt die Beteiligung der eigenen Volksgruppe des Autors, der Siebenbürger Sachsen, an der Vernichtung der europäischen Juden durch die deutschen Nationalsozialisten anhand der Titelgestalt, dem (Auschwitz-) Apotheker Victor Capesius aus Schäßburg dar.Dieses für uns Unvorstellbare, was in Auschwitz geschah, wird aus dem Blickwinkel der eigenen persönlichen Nähe des Autors zu diesem Mörder besonders eindringlich, er stammt aus derselben Stadt, ihm war Capesius von Kindheit bekannt (fast vertraut), denn seine Eltern waren mit ihm befreundet.Jedoch hält der Autor sich aus dem Beschriebenen heraus, läßt nur Adam, die einzige fiktionale Gestalt, die sich aus vielen Augenzeugen zusammensetzt und der letzte lebende Jude Schäßburgs zum Zeitpunkt des Erscheinen des Buches ist, sprechen.Ansonsten sprechen Dokumente, Augenzeugen, Prozeßakten.Und dennoch bleibt man keine Sekunde im Zweifel, wo der Autor steht, für wen er spricht.Und es wird nach dem Sinn des alle unsere Vorstellung überschreitende Grauen gefragt, wenn es einen Sinn dessen geben sollte: die Antwort kann nicht in den uns gewohnten Dimensionen liegen, sondern - vielleicht - in einer mystischen Bedeutung - wie Adam es ausdrückt - dass es nach chassidischer Vorstellung dieses "Grab aus Rauch als Brücke zu Gott wirklich gibt" - als einzigen Sinn: die Augenöffnung, die "radikale Umkehr" sein.Mich berührte auch ganz besonders die Erwähnung der Musikerin Fania Fénelon mit ihrem Mädchenorchester, die später Professorin an der Hochschule für Musik in Dresden und die Lehrerin eines meiner Freunde war.Dieses Buch ist ein erschütternder Beitrag zum Wachhalten der Erinnerung, ohne die es keine Zukunft gibt, ganz besonders auch im Hinblick auf den Zulauf rechter Kräfte in Europa angesichts sich vermehrender gesellschaftlicher Probleme.Ein sehr wichtiges, lesenswertes Buch, das mehr Aufmerksamkeit, auch in Deutschland verdient.Inzwischen hat es rund um den Globus größtes Interesse bei den bedeutendsten Verlagen erlangt, nur in Deutschland findet es noch immer nicht die Beachtung, das es unbedingt verdient.