Read Ich liebe die japanische Kultur: Kleine Schriften über Japan by Manfred Speidel Online

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Im vorliegenden Band tr gt Manfred Speidel 20 Schriften von Bruno Taut aus den drei Jahren der Emigration nach Japan 1933 36 zusammen.Bruno Taut, der Architekt Berliner Gro siedlungen der 20er Jahre, emigrierte 1933 1936 nach Japan Die Hoffnung auf eine architektonische T tigkeit dort blieb weitgehend unerf llt Mit Entw rfen f r Gebrauchsgegenst nde und M bel, die japanisches Kunsthandwerk hoher Qualit t erforderten, konnte er einen Lebensunterhalt verdienen Etwa 300 Entw rfe und zahlreiche Texte zum Kunstgewerbe sind erhalten Seine Hauptt tigkeit wurde jedoch das Studium japanischer Architektur und Kultur, insbesondere des Wohnhauses Er verfasste viele Artikel, die in japanischer bersetzung oder in franz sisch oder englisch in Zeitschriften erschienen Diese Schriften sind im vorliegenden Band zusammengetragen In einem einleitenden Kapitel von Manfred Speidel wird Tauts Flucht aus Berlin und sein Leben und Wirken als Emigrant in Japan ausf hrlich dargestellt 17 der 20 Essays erscheinen zum ersten Mal in deutscher Sprache Die Essays zeigen unmittelbar Tauts Erleben einer ihm bis dahin weitgehend unbekannten Welt Bemerkenswert ist, dass der moderne Berliner Architekt, Bauernhaus und Volkskultur sch tzen lernt, aber immer das Echte als verbindlichen Wert betont....

Title : Ich liebe die japanische Kultur: Kleine Schriften über Japan
Author :
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ISBN : 3786124604
ISBN13 : 978-3786124603
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Mann, Gebr Auflage 2., 1 August 2003
Number of Pages : 240 Seiten
File Size : 980 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Ich liebe die japanische Kultur: Kleine Schriften über Japan Reviews

  • Uwe-Jens Has
    2020-02-19 08:29

    Das heißt Katsura, bei Kyoto und man kann den eigenartigen Reizdieses Sanssouci der japanischen Kaiser auf den Fotos erleben.Der Schöpfer- Architekt, selber ein Fürst, stellte vor dem Baudrei Bedingungen:Erstens, der Bauherr darf den Bau nicht sehen, bevor er fertig ist.(Natürlich auch keine Zeichnungen.)Zweitens: Kein fester Termin für die Fertigstellung.Drittens: Keine Grenze der Baukosten.Hier sind Aufsätze über japanische Architektur, Gebrauchsgegen-stände und Sitten versammelt, die sonst nicht oder schwer zugänglichwaren.Das Titelbild des Buches ist in Tauts eigener Schrift, nach Art einesjapanischen Bildes mit Tusche gezeichnet.Bei einem Besuch in einem Tempel hatte er seinen Leitspruch in das Tempel-Album geschrieben.Einige Fotos , so von japanischen Bergdörfern sind so fantastisch-verwunschen,dass man denkt man sei irgendwie im Traum unterwegs im Schwarzwald, irgendwie aberzugleich auch auf Sylt, wegen der Reetdächer, märchenhaft.Man kann viel erfahren über die Leere der japanischen Räume , die wir fälschlichals ästhetisch betrachten. Sie entspringt aber aus verschiedenen Notwendig-keiten.Es fängt damit an, dass man japanische Haus barfuß betritt. Dadurch bewegt sichder Fuß freier, die Haltung wird anders, die Wirbelsäule, die Muskeln entwickeln sichanders, kein Problem tagelang im Schneidersitz zu verharren.Die Geishas, haben den Ausgangspunkt ihrer Bewegungen in der Kraft ihrer Zehen und desFußballens und dem gelegentlichen Stampfen mit der ganzen Sohle, was durch dieResonanz der Bretter akustisch und durch ihre Blankheit optisch betont wird.Die Zimmerleute arbeiten so genau, dass es schon ein Fehler wäre, wenn man einen Kartonauch nur ein wenig in eine der Fugen stecken könnte.Und ihr Werkzeug ist von einer Art , dass man es hier als Feinmechanikerwerkzeugbetrachten würde.Das japanische Haus ist für die schlimmste Jahreszeit gebaut. Richtig, für den Sommer,wo die Temperaturen über 30 Grad Celsius erreichen. Also tagsüber dichtmachen und nachtsDurchzug. Eine Redeweise besagt, dass die Sonne über den Wolken die Menschen darunterkocht, wie Fische in einem Topf.Und der Fächer, in Europa als Utensil der Koketterie angesehen, ist hier einfach nurnotwendig und nützlich.In den verschiedenen Berliner Siedlungen die Taut erbaute sieht man am Wochenendeöfter Gruppen, die einem Stadtführer folgen . Japaner sind immer dabei.Taut hatte sich in den 30er Jahren dafür ausgesprochen, die Haushalte von dem ganzenIndustrieplunder der Gründerzeit zu befreien. Eine Schlüsselrolle dachte er dabei der'deutschen Hausfrau' zu. Wenn er sich da mal nicht getäuscht hatte..Immerhin kursierte ein Spruch unter Eingeweihten:'Haben Sie schon getautet'?Sollte heißen, ob man sich schon jedes zweiten Teils seines Haushalts entledigt hätte.ArigatoVielen Dank