Read Trends 2000. Der Zeitgeist der Christen by Holthaus Online

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Title : Trends 2000. Der Zeitgeist der Christen
Author :
Rating :
ISBN : 3765511412
ISBN13 : 978-3765511417
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Brunnen Verlag GmbH Auflage 5., Aufl 26 Januar 1998
Number of Pages : 260 Seiten
File Size : 890 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Trends 2000. Der Zeitgeist der Christen Reviews

  • Roman Nies
    2020-02-28 21:20

    Der Autor ist promovierter Theologe und Dozent für Kirchengeschichte und Konfessionskunde. Er versucht in seinem Buch eine Diagnose unserer westlichen Kultur aus betont christlicher Sicht. Anhand der neuesten Ergebnisse der sogenannten Trendforschung und der Soziologie will er nachweisen, dass sich die gesellschaftlichen Fundamente in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert haben. Waren sie Jahrhunderte von einem christlichen, wenn auch nicht immer biblischen Normenkonsens getragen, verlieren sie in der Gegenwart jede Beziehung zum christlichen Ethos und verflüchtigen sich in Werte der Beliebigkeit. Pluralismus und Individualismus sind die bestimmenden Werte der Moderne. Dies führt zu einer fundamentalen Verunsicherung über letzte Normen, die Wahrheitskonzepte verflüchtigen sich.Eine solche Gesellschaftsstruktur ist für den Autor post-christlich und deshalb brüchig und haltlos. Er beklagt die schleichende Entchristlichung" und hält es für die eigentliche Katastrophe der letzten Jahrzehnte", dass sich selbst konservative christliche Kreise säkularisiertem Denken und Verhalten gegenüber geöffnet haben. Der Pluralismus führe zu dauernden Wahlzwängen, die wiederum auch das religiöse Denken und Verhalten des einzelnen prägen. Der Individualismus betone die Ich-Zentrierung des autistisch-lebenden Menschen, was wiederum zu Unverbindlichkeit in der Gemeinde und zu einer Ich-Religiosität führt. Die Erlebnisorientierung der Gesellschaft führt wiederum zu einer Fun-Religion", wo nur noch spirituelle Erlebnisse den Glauben über Wasser halten. Die Flut der Angebote führe zu Lethargie und Oberflächlichkeit. Blinder Aktionismus überbiete wohlüberlegte Prozesse. Dabei sollten sich Christen eigentlich gegen diese postmoderne Kultur stellen und der Anpassung widerstehen.Nach Auffassung des Autors droht dem evangelikalen Christentum eine weitere Ausgrenzung in der Gesellschaft, wenn er nicht den Universalanspruch des Glaubens auf alle Gesellschaftsbereiche betont. Es käme zu einer Erosion des biblischen Glaubens, wenn der Glaube auf eine reine Erlebnisfrömmigkeit reduziert und als bloße Lebenshilfe verstanden würde, um im Diesseits glücklicher zu werden. Der absolute Wahrheitsanspruch Christi sei in der postmodernen Beliebigkeit nicht zur Debatte zu stellen, so wie es der Zeitgeist fordert.Es wird klar, dass der Autor eine verschwindende und immer mehr verschwindende Minderheitenmeinung vertritt, angesichts des Überhandnehmens der Phänomene, vor denen er warnt. Seine Analyse ist sicherlich punktgenau. Das bestreitet niemand. Aber interessiert es auch jemand? Es werden zwar nach wie vor viele Bibeln verkauft, aber lesen und danach leben....?

  • None
    2020-02-21 03:52

    Immer schneller wechseln sich neue Moden, Wellen und Trends ab. Pluralismus, Individualismus und Materialismus bestimmen uns. Technik und Medien haben uns im Griff. Die neue Softwelle und die postmoderne Erlebnisfixiertheit faszinieren besonders Junge. Allgemeinverbindliche ethische Werte haben sich verflüchtigt. Und doch empfindet der moderne Mensch Orientierungslosigkeit. Neue religiöse Formen außerhalb der Kirche boomen. Sehnsüchte nach Sinn brechen auf.Holthaus' Buch analysiert die Fundamente der modernen Kultur, macht ihren Einfluß auf christliche Gemeinden offenbar. Es zeigt die Gefahren einer Kultur, die ihre christlichen Wurzeln hinter sich läßt und Menschen an die Stelle Gottes setzt. Es deckt die schleichende Anpassung der Christen an den Zeitgeist auf, zeigt aber auch Chancen, einer nach Sinn suchenden Gesellschaft das Evangelium nahezubringen.Am Ende steht der Aufruf zur Gegenkultur der Christen, um der Anpassung zu widerstehen und eine bibelorlentierte Alternativgesellschaft aufzubauen, in der die missionarische Existenz offensiv gelebt wird. Holthaus zieht dabei neueste Untersuchungen von Soziologie und Trendforschung zu Rate.