Read Kunst und Psyche: Bilder als Spiegel der Seele by Tilmann Moser Online

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Lange habe ich den geheimen Reiz nicht verstanden, der von manchen Werken ausging, bis mir klar wurde, dass ich sie auch mit den Augen des Psychoanalytikers studierte, der noch bewegt war von den seelischen Wunden vieler Patienten, die in der Praxis aus und ein gingen Nicht dass der Blick nur einseitig auf deren oder meine psychischen Themen ausgerichtet war die Faszination war breiter, aber es vertiefte sich das Interesse an der Spiegelung von Stimmungen, Affekten, Beschwernissen, die ich wieder zu erkennen glaubte Tilmann Moser Bilder haben einen zentralen Platz im Wirken und Schreiben des Psychoanalytikers Tilmann Moser Erstmals widmet er nun ein ganzes Buch den vielschichtigen Beziehungen von Kunst und seelischen Strukturen Anhand von 20 Kunstwerken er ffnet er uns einen neuen Zugang zu Bildern und Malern und sch rft dabei unsere Beobachtungsgabe f r das Unbewusste Wir lernen, unser eigenes Sehen und Erleben neu zu deuten....

Title : Kunst und Psyche: Bilder als Spiegel der Seele
Author :
Rating :
ISBN : 3763025723
ISBN13 : 978-3763025725
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Belser Auflage 1., Erste 1 Oktober 2010
Number of Pages : 479 Pages
File Size : 986 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Kunst und Psyche: Bilder als Spiegel der Seele Reviews

  • M. Schmitt
    2020-03-05 07:39

    Wenn Journalisten oder Kunsthistoriker über ein Gemälde schreiben, dann kommt es mir oft wie eine langweilige, ausdruckslose, aber aufgeschäumte Sauce vor, und es überkommt mich in der Regel schnell das Gefühl von Desinteresse und Langeweile. Anders bei Tilmann Moser! Mit Präzision und großem Feingefühl lässt er uns in die Tiefe der einzelnen Bilder eintauchen. Mit dem scharfen Blick eines großen Psychoanalytikers bringt er uns Kunstwerke nahe - und damit manchmal auch uns selbst ein Stückchen näher. Absolut lesenswert!

  • Winfried Stanzick
    2020-03-15 09:22

    Der in Freiburg praktizierende Psychoanalytiker und Körpertherapeut Tilmann Moser hat in den vergangenen Jahrzehnten schon oft seine Zunft und die Öffentlichkeit mit wegweisenden Büchern bereichert.Unvergessen sein Buch "Gottesvergiftung", das mich nach seinem Erscheinen 1976 als Theologiestudent schwer ins Schleudern brachte. Unvergessen auch seine "Mutmaßungen über die ersten Lebensjahre", die mein Verständnis von dem, was direkt nach der Geburt in der Entwicklung eines Kindes geschieht, zu schärfen begann. Zuletzt hat mich schwer beeindruckt ein kommentiertes Protokoll einer psychoanalytischen Körpertherapie, die er unter dem Titel: "Der grausame Gott und seine Dienerin" veröffentlicht hat und in dem er anknüpft an seine autobiographischen Gotteserlebnisse aus der "Gottesvergiftung".Nun legt er bei Belser ein Buch an der Grenze zwischen "Kunst und Psyche" vor, das geeignet ist, Kunstwerke als Ausdruck der Seelenlandschaft ihrer Schöpfer zu verstehen und gleichzeitig dem Leser und Betrachter mit sensibeln und verständlichen Texten einen Zugang zu seiner eigenen inneren Welt zu öffnen vermag.Insgesamt zwanzig Gemälde aus unterschiedlichen Epochen, die auf ihn selbst beim Betrachten einen tiefen Eindruck gemacht haben, hat sich Tilmann Moser ausgewählt. Er nähert sich ihnen als Gefühlsausdrücken, die ihm auch in seiner täglichen Praxis als Therapeut begegnen.Es ist eine spannende und bewegende Reise, auf die Moser seine Leser hier mitnimmt, eine Reise, die Kunst in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt und dem Leser gleichzeitig seine eigene Seelenbewegungen vor Augen führt.Ein ganz eigener und sehr interessanter Zugang zur Kunst, von dem man gerne noch weitere Beispiele lesen würde.

  • Fuchs Werner T. Dr
    2020-03-16 09:49

    Der bekannte Psychoanalytiker Tilman Moser wirft einen therapeutisch-analytischen Blich auf zwanzig Bilder verschiedenster Künstler, wobei er die formale und ästhetische Gestaltung in seine Deutungen miteinbezieht. Sich der Problematik solcher Herangehensweisen bewusst, weist er in seiner Einleitung auf die Legitimierung tiefenpsychologischer Betrachtung von Literatur hin. Zudem seien seit Freud auch die Methoden verfeinert worden, um dem Phänomen der Übertragung und Gegenübertragung besser gerecht zu werden. Moser betont, dass es Übung brauche, um affektive Reaktionen und analytische Betrachtungen im Gleichgewicht zu halten. Zudem habe der Künstler natürlich Anteil am kollektiven Unbewussten, das die tieferen Seelenzustände einer Epoche enthält. Moser zitiert auch meinen ehemaligen Lehrer Emil Staiger mit dem Satz über den Sinn der Literaturwissenschaft: "zu begreifen, was uns ergreift." Mosers Texte sollen also die Freude und Entdeckerlust an Kunstwerken erweitert und Museumsbesuche spannender machen.Die meisten der besprochenen Bilder sind der Zeit zuzuordnen, die auch "Bedrohung des Subjekts" genannt wird. Das ist auch deshalb stimmig, weil so die schwierige Definition der Seele einigermaßen umschifft werden kann. Denn Kunst will und kann ja nicht immer ein Spiegel der inneren Befindlichkeit eines Künstlers sein. Die Vorstellung Tilman Mosers beginnt mit einem Bild von Max Ernst, das keinen Titel trägt und eine Mutter mit einer Riesenschlange zeigt. Wie alle anderen besprochenen Bilder wird auch dieses farbig und in guter Druckqualität gezeigt. Zum Konzept gehört auch, dass Moser Vergleiche zu anderen Künstlern zieht, wenn dies der Analyse dient.Die weiteren Künstler und Bilder sind: Edvard Munch, Straße in Asgardstrand, Mädchen und drei Männerköpfe - Edouard Manet, Frühstück im Atelier - René Magritte, Die Träumereien eines einsamen Spaziergängers, Die Übungen der Akrobatin, Der bedrohte Mörder - Antje Stocker, Kopf - Edgar Ende, Die Begegnung - Paul Delvaux, Der Tunnel - Johann Friedrich Overbeck, Vittoria Caldoni - Pablo Picasso, Familie au bord de la mer, Sitzender Mann mit Gewehr - Fernand Khnopff, Ich schließe mich selbst ein - Francis Picabia, La mariée - Max Ernst, Oedipus Rex, Der keusche Joseph - Walter Stallwitz, Gebundene Figuren - Victor Brauner, Blutblume - Karin Wiesmann, Frühstück mit dem Panther.Mein Fazit: Tilmann Mosers tiefenpsychologischen Betrachtungen und Analysen können dem Leser neue Zugänge zu Kunst ermöglichen, ihm aber auch Spiegel seiner eigenen Seele vorhalten. Zudem geben die Texte Aufschluss darüber, wie der Autor als Therapeut arbeitet und die Grenzen der eigenen Wahrnehmung auslotet. Da ich es mag, wie Tilman Moser die Arbeit eines Psychoanalytikers reflektiert, hätte ich mir gerne eine längere Einleitung gewünscht. Das hätte auch noch Raum gelassen, um näher auf den Begriff der Seele einzugehen.