Read Eine deutsche Kleinstadt nach dem Nationalsozialismus: Zur Geschichte und Nachgeschichte der NS-Zeit in Duderstadt und im Untereichsfeld by Götz Hütt Online

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Mit dem Einr cken amerikanischer Truppen am 9 April 1945 begann in Duderstadt Nachgeschichte des Dritten Reiches Sie verlief exemplarisch Dazu geh rte Kontinuit t von Denkweisen der Nationalsozialisten Die Auseinandersetzung mit der j ngsten Vergangenheit wurde gepr gt durch Besch nigung und Verharmlosung, durch Schweigen und Leugnen eigener Beteiligung, durch Verdr ngen und Vergessen Es gab Versuche nachtr glich in eine Opferrolle zu schl pfen Und es gab Widerstand gegen eine wahrhaftige Aufarbeitung Die Darstellung dessen erforderte auch einen R ckblick in die NS Vergangenheit der Kleinstadt im Untereichsfeld....

Title : Eine deutsche Kleinstadt nach dem Nationalsozialismus: Zur Geschichte und Nachgeschichte der NS-Zeit in Duderstadt und im Untereichsfeld
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ISBN : 3744821307
ISBN13 : 978-3744821308
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Books on Demand Auflage 1 23 Mai 2017
Number of Pages : 280 Seiten
File Size : 967 KB
Status : Available For Download
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Eine deutsche Kleinstadt nach dem Nationalsozialismus: Zur Geschichte und Nachgeschichte der NS-Zeit in Duderstadt und im Untereichsfeld Reviews

  • Amazon Customer
    2020-02-17 10:57

    Es ist verdienstvoll, dass sich der Autor der Aufarbeitung der NS-Zeit in Duderstadt angenommen hat. Zu lange hat man sich im Eichsfeld in dem Bewusstsein gesonnt, die Nazis 1933 nicht mehrheitlich gewählt zu haben. Gleichwohl gab es dort auch Täter und Mitläufer. Das Buch arbeitet Sachverhalt so auf, dass ein interessierter Leser, auch ein Nicht-Duderstädter, ihn mit Gewinn zur Kenntnis nehmen kann, wobei eine gehobene Grundkenntnis der Zeitumstände vorausgesetzt wird.Schwierig finde ich, dass der Autor den Fokus sehr stark auf das Zeitungsarchiv legt. Um dies am Beispiel des Kapitels über die evangelische Kirche zu belegen: Die Rolle der ev. Kirchengemeinde wird vor allem an Hand von Zeitungsausschnitten aus den logischerweise im NS-Staat gleichgeschalteten Lokalzeitungen untersucht. Dass darin ausschließlich unterstützende Äußerungen für das Regime veröffentlicht wurden, liegt in der Natur der Sache. Dann klingen Ansprachen des Pastors eben immer gleichgeschaltet und regimetreu. Dies ist aber nur die öffentliche Ebene. Zur Ebene unter der Öffentlichkeit, z.B. aus Tagebüchern oder Briefwechsel, hat der Autor in diesem Abschnitt nahezu nichts beizutragen. Äußerungen nach 1945 werden zu oft als relativierend und Versuch der Exkulpation abgetan. Das führt dann auch zu mangelnder Differenzierung hinsichtlich der vom Autor überall gefunden geglaubten Regimetreue und Unterstützung des NS-Staates. Um es landespolitisch zu sagen: Es geb eben doch noch Unterschiede in der Regimeunterwürfigkeit zwischen der hannoverschen Landeskirche unter Landesbischof Marahrens und der Landeskirche Braunschweig unter dem NS-Propagandaredner Beye.Auch im Kapitel über die katholische Kirche gibt es offensichtliche Lücken. Zwar wird über die verhafteten und ins KZ verschleppten Priester berichtet. Aber zur Rezeption der Enzyklika "Mit brennender Sorge" in Duderstadt durch die Katholiken einserseits und die lokalen NS-Amtswalter andererseits findet sich beispielsweise nichts.Insgesamt bleibt das Buch ein hoch achtenswertes Projekt, das aber noch ausbaufähig ist.