Read Verschwörung in Sarajevo Triumph und Tod des Attentäters Gavrilo Princip by Gregor Mayer Online

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Sarajevo, 28 Juni 1914 Der serbische Gymnasiast Gavrilo Princip erschie t den sterreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Gattin Das Attentat dient der Habsburgermonarchie als Anlass, um Serbien anzugreifen und f hrt damit geradewegs in den Ersten Weltkrieg Was trieb den Todessch tzen von Sarajevo an, was radikalisierte ihn und lie ihn zum Attent ter werden Im Mittelpunkt stehen Ph nomene mit verbl ffendem Aktualit tsgehalt Okkupation, gescheiterte Staaten, Terrorismus Gregor Mayer zieht Parallelen zwischen der damaligen weltpolitischen Un bersichtlichkeit ihrenn dramatischen Umbr chen und Modernisierungs ngsten und der heutigen Zeit....

Title : Verschwörung in Sarajevo Triumph und Tod des Attentäters Gavrilo Princip
Author :
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ISBN : 3701732949
ISBN13 : 978-3701732944
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Residenz Verlag Auflage 1 15 Februar 2014
Number of Pages : 182 Pages
File Size : 582 KB
Status : Available For Download
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Verschwörung in Sarajevo Triumph und Tod des Attentäters Gavrilo Princip Reviews

  • Walter Brischar
    2020-01-05 22:32

    Gut recherchiert, sehr viel Hintergrundinformation. Auch gibt es einige Lösungsansätze zu event. Verschwörungstheorien. Ein Spitzenbuch zum Thema 28.06.1914 auch mit einigen Illustrationen, die einem die Tatsachen zusätzlich veranschaulichen.

  • Matthias Jakob Schmid (Media-Mania)
    2020-01-14 19:17

    Mit diesem Buch legt Gregor Mayer eine beeindruckende Annäherung an die Person Gavrilo Princip vor. Es handelt sich dabei um keine klassische Biografie, welche den Werdegang des Attentäters chronologisch nachzeichnet, sondern um eine packende Charakterstudie eines radikalisierten jungen Menschen. Ein ums andere Mal verlässt Mayer dabei die ausgetretenen Wege historischer Sachbücher. So beginnt Mayer gleich zu Beginn mit einem Paukenschlag: Er geht das Wagnis ein, die Begegnung Gavrilo Princips mit dem Wiener Nervenarzt Dr. Pappenheim szenisch auszugestalten. Und ja: So kritisch dies auf den ersten Blick auch erscheinen mag. Es ist genau der richtige Weg, um dem Leser den Menschen Gavrilo Princip sowie den Zeitkolorit näherzubringen. Ganz anders, jedoch ähnlich überzeugend, sind auch die Beobachtungen von Mayers Ortserkundungen wie denen der Gefängniszelle in Theresienstadt sowie der des Geburtshauses in Gonrji Obljaj.Trotz solcher persönlichen Annäherungen muss der Leser aber auf der anderen Seite nicht auf harte Fakten verzichten. Denn genauso überzeugend wie Mayer den Leser in vergangene Zeiten entführen kann, genauso präzise stellt er auch die Hintergründe dar. Immer wieder zieht Mayer dabei auch kluge Entwicklungslinien zur Gegenwart, sodass das Buch weit mehr ist, als die Bezeichnung "historische Reportage" auf dem Buchumschlag vermuten lässt.FAZIT: ein beeindruckendes und außergewöhnliches Sachbuch, welches sich auf mutige Art und Weise dem Attentäter Gavrilo Princip annähert; fesselnd und informativ zugleich.

  • S.A.W.
    2020-01-05 15:18

    Historiker haben nachgewiesen, dass die Ermordung des Thronfolgers vom serbischen Geheimdienst geplant und durchgeführt wurde. Der serbische Ministerpräsident Pasic spielte zunächst ein doppeltes Spiel, warnte aber im letzten Moment die Österreicher, dass ein Attentat bevorstehe. Diese Warnung wurde von Österreich ignoriert oder einfach nicht geglaubt. Franz Ferdinand wollte Flagge zeigen und sich nicht einschüchtern lassen. Damals gab es de facto keinen Personenschutz, obwohl die Anarchisten des 19. Jhdt. sich vor allem die gekrönten Häupter als Opfer auserkoren. So hatte die Verschwörergruppe leichtes Spiel, obwohl sie äußerst dilettantisch vorging. Letztlich glückte das Attentat nur, weil im entscheidenden Moment der Motor des Gräf&Stift-Wagens streikte.Opelt R, Autor von "4 Wochen für Franz Ferdinand: 1918 So hätte Deutschland den Krieg gewonnen und die Welt gerettet!

  • I.C.
    2020-01-16 21:07

    Was wollten die Attentäter von Sarajevo mit ihrer Tat erreichen? Wer waren die jungen Männer, die sich zu einem Anschlag auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand entschlossen? Woher kamen sie, und welche Faktoren beeinflussten ihr Weltbild und ihre politischen Anschauungen? Das sind die Fragen, denen der österreichische Journalist und Balkanexperte Gregor Mayer in seinem schmalen Büchlein über die Attentäter von Sarajevo nachgeht. Gavrilo Princip, der die tödlichen Schüsse auf das Thronfolgerpaar abgab, steht im Mittelpunkt der Darstellung, doch steht er zugleich stellvertretend für die ganze Gruppe der Attentäter und für ein Milieu radikalisierter Schüler und Studenten, die sich dem Kampf gegen die Habsburgermonarchie verschrieben hatten.Die Geschichte des Attentats von Sarajevo ist schon oft erzählt worden, und auch Mayer gewinnt ihr keine neuen oder originellen Einsichten ab. Wie andere Autoren vor ihm sah er sich mit einem handfesten Quellenproblem konfrontiert. Über die Vorbereitung des Anschlags liegen fast keine Quellen vor, denn Princip und seine Mitstreiter hinterließen kaum Spuren. Brauchbare Quellen über die Verschwörergruppe, ihre politischen Ansichten und Ziele sowie die Vorbereitung des Anschlags stammen fast ausschließlich aus der Zeit nach dem Attentat. Dazu gehören die Ermittlungs- und Prozessunterlagen, aber auch Gesprächsmitschriften, die der Wiener Nervenarzt Martin Pappenheim anfertigte, als er 1916 mehrfach den in der Festung Theresienstadt inhaftierten Princip interviewte.Über Princip selbst und seine Mitverschwörer sind nur dürftige biographische Angaben bekannt. Mayer zieht diese wenigen Informationen heran und verortet die Jugendlichen zugleich in ihrer Zeit und in ihrem sozialen bzw. politischen Umfeld. Der bosnische Serbe Princip und seine Mitstreiter träumten von einer Vereinigung der südslawischen Völker und von der Verdrängung Österreich-Ungarns aus dem Balkanraum. Bosnien-Herzegowina sollte von der Fremdherrschaft befreit werden. In Gymnasien und Studentenkreisen entstanden Diskussions- und Lesezirkel, in denen sich die jungen Männer zunehmend radikalisierten. Viele drifteten in Untergrund- und Geheimorganisationen ab. Russische Revolutionäre und Terroristen waren für sie ein Vorbild, dem es nachzueifern galt. Schließlich fassten Princip und Co. den Entschluss, zur "Propaganda der Tat" überzugehen und ihre Ziele mit terroristischen Methoden umzusetzen.Erzherzog Franz Ferdinand wurde als Ziel ausgewählt, weil es hieß, dass er nach der Thronbesteigung Zugeständnisse an die Südslawen der Doppelmonarchie machen und auf diese Weise die Nationalitätenprobleme entschärfen wolle. Das lag nicht im Interesse der Verschwörer. Mit technischer und logistischer Unterstützung des serbischen Militärgeheimdienstes - aber nicht auf dessen Geheiß - bereiteten sie das Attentat vor. Das alles ist hinlänglich bekannt. Mayer betont, dass die Gruppe um Princip letztlich keine genauen Vorstellungen davon hatte, was das Attentat konkret bewirken sollte. Ihr Ziel - die Gründung eines südslawischen Staates - erreichten die Verschwörer allenfalls auf indirektem Wege. Das Attentat führte zum Weltkrieg, zum Zusammenbruch Österreich-Ungarns, zur Bildung des Königreiches Jugoslawien, eines Staates, der allerdings kaum den verschwommenen, idealistischen Vorstellungen der jugendlichen Attentäter von Sarajevo entsprach.Auch wenn es nichts Neues bietet, ist Mayers Buch eine lesenswerte Ergänzung zu anderen Büchern, die Vorgeschichte und Anlässe des Ersten Weltkrieges behandeln.