Read Der Niedergang des Westens: Wie Institutionen verfallen und Ökonomien sterben by Niall Ferguson Online

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Der Niedergang des Westens wird seit langem vorausgesagt Doch heute sind die Symptome dieses Niedergangs nicht mehr zu bersehen nachlassendes Wachstum, explodierende Staatsschulden, zunehmende Ungleichheit, alternde Bev lkerungen, auseinanderbrechende Sozialgef ge Aber was genau l uft falsch Die Antwort sieht Niall Ferguson im Verfall jener vier S ulen, auf denen einst die Weltherrschaft des Westens ruhte repr sentative Demokratie, freie Marktwirtschaft, Rechtsstaat, Zivilgesellschaft In seinem klugen, hochaktuellen Buch beschreibt er diesen Verfall und beschw rt die westlichen Gesellschaften, sich auf die Kraft dieser vier S ulen zu besinnen Denn w hrend der Westen verf llt, betreiben einst diktatorische Regime Asiens und der Dritten Welt unter dem Druck der Globalisierung den Ausbau rechtsstaatlicher Strukturen, ffnen ihre M rkte und bewegen sich auf eine Zivilgesellschaft nach westlichem Muster zu Will der Westen in der neuen globalen Machtverteilung weiterhin erfolgreich mitspielen, muss er, so Ferguson, dem Niedergang der Institutionen, die ihn m chtig, reich und frei gemacht haben, entgegenwirken und sie wieder zu effizienten Tr gern westlicher Macht ausbauen....

Title : Der Niedergang des Westens: Wie Institutionen verfallen und Ökonomien sterben
Author :
Rating :
ISBN : 3549074425
ISBN13 : 978-3549074428
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Propyl en Verlag 14 Mai 2013
Number of Pages : 261 Pages
File Size : 999 KB
Status : Available For Download
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Der Niedergang des Westens: Wie Institutionen verfallen und Ökonomien sterben Reviews

  • Amazon Kunde
    2020-01-03 21:09

    Die Bedeutung der Institutionen für die wirtschaftliche Entwicklung von Volkswirtschaften hatte ich vorher noch nie so gelesen bzw. verstanden. Dieser Ansatz führt zu sehr wichtigen Erkenntnissen.Ärgerlich sind handwerkliche Fehler - oder war es die Übersetzung ins Deutsche? Es werden 5 Beispiele für perverse Folgen der (Über)- Regulierung im Westen angeprangert, die mit einer Ausnahme nichts anderes als deregulierende Maßnahmen sind oder mit dem Thema Niedergang des Westens durch Überregulierung nichts zu tun haben: Bsp. 1: "gestattete ...den Banken, im Vergleich zum Eigenkapital große Mengen von Einlagen zu halten, vorausgesetzt, ihr Risiko wurde als gering eingestuft." Bsp. 2 "wurde den Banken... zugestanden, Ihre Kapitalunterlegung auf Grundlage iihrer internen Risikoeinschätzungen selbst zu bestimmen." Bsp. 3 betrifft eine bestimmte Ausprägung der us-amerikanischen Zentralbankpolitik unter Greenspan ( die sicherlich unzureichend und krisenfördernd war, aber nicht überregulierend. Mit Bsp. 4 gehe ich konform, Bsp. 5 bezieht sich auf Politik der chinesischen Zentralbank und hat demnach mit westlicher Überregulierung nichts zu tun.

  • Amazon Kunde
    2020-01-13 21:03

    Aufschlußreicher Gesamtüberblick. Gänzlich unkontinental. Bereichert die gewöhnliche heimische Alltagsperspektive. Kauf mir sicher noch was von ihm. Solche Leute haben wir in Germany nicht.

  • M. Lehmann-Pape
    2020-01-18 22:16

    Nach „Der Westen und der Rest der Welt“, Fergusons letztem, vielfach gelesenem Buch, macht sich der Professor für Neuere Geschichte in Harvard nun auf, das zu verteidigen, zu erhalten, wieder herzustellen, was ihm an Lebensweise, Werten, stabiler Gesellschaftsform und auch persönlicher Lebensprägung wichtig und wert ist. Und er tut dies, in dem er sachlich-nüchtern, quasi mit dem Seziermesser, jene Entwicklungen benennt und in ihren historischen Kontext stellt, die dieses „westliche Erfolgsmodell“, im letzten Jahrzehnt mit spürbar zunehmender Geschwindigkeit, gefährden.Und konstatiert durchweg, dass einerseits der „freie Westen“ in seinen Institutionen, in seiner Finanzwirtschaft, in seiner politischen und wirtschaftlichen Stärk zunehmend rasanter verfällt und nur durch immer mehr Schulden überhaupt in der Lage ist, das Bild gewohnter „Normalität“ aufrecht zu erhalten, während gleichzeitig profitorientierte „Mächte“ mehr und mehr die Gesellschaft spalten, die Institutionen zum eigenen Nutzen aushöhlen und damit die Gegenwart, vor allem aber die Zukunft gefährden. Andererseits konstatiert Ferguson kühl im Blick auf ehemals „rückständige“ und „diktatorische“ Gesellschaften, wie diese nicht nur ökonomisch aufholen, sondern ebenso ihre Gesellschaftsmodelle entwickeln hin zu vielfach jenen Werten hin, die „den Westen“ einst stark gemacht haben.Ein Argument gerade für die ökonomische und gesellschaftliche Stärke dieser Werte in den Augen Fergusons. Kaum mit ansehen mag er, so scheint es bei der Lektüre, wie sich einerseits die konstruktiven Kräfte „alter westlicher Werte“ aufs Neue an anderem Orte erweisen, während dieselben im Westen selbst mehr und mehr aus dem Blick geraten. Nicht nur im Blick auf die immense Verschuldung (und deren stetige Zunahme“ für spätere Generationen. Nicht nur im Blick auf die scheinbare Ohnmacht politisch Handelnder, die sich im starren Festhalten an altbekannten Instrumenten und Methoden alleine noch festmachen. Sondern auch in der Aufkündigung der „Partnerschaft der Generationen“ und der auf Gemeinsamkeit orientierten Lebensform an sich.Dabei verbleibt Ferguson durchaus sachlich in seiner Sprache und seinen Argumenten. Er stellt keinen reinen „Unterganspropheten“ dar, sondern kann seine kritischen Betrachtungen jederzeit fundiert unterfüttern. Eher kann man ihn verstehen als einen „Mahner in der Wüste“Ein fundiertes Programm „zurück“ nun bietet Ferguson allerdings ebenfalls nicht an, außer es sei im Sinne einer „Rückbesinnung“ und einer Stärkung der degenerierten und dem Stillstand entgegen treibenden Institutionen. Demokratie, Freiheit der Lebensweise, Solidarität, Partnerschaft innerhalb aller Institutionen der Gesellschaft und ebenfalls der Generationenproduktive Ideenentwicklungen und, bei all dem wesentlich, ein Eingrenzen, beschränken jener Kräfte, die das Wertgefüge aushöhlen. Für (wieder) konstruktiven Wettbewerb statt „Feudalherrschaft“, für (wieder) allgemeine Rechtsstaatlichkeit und für Ideen und Wissenschaftlichkeit. Gegen Lobbyismus und eine lähmende, ausufernde Bürokratie Um nur einige jener „Institutionen“ zu benennen, die Ferguson meint.Inhaltlich findet sich in diesem Buch wenig anderes als im Vorgängerbuch, nur dass Ferguson seinen historischen Befund pointiert und konzentriert sammelt und in die Leitfrage einrahmt, was genau zur beobachtbaren „Verschiebung der Kräfte“ geführt hat. Zudem ist die Mahnung zwar deutlich zu hören, ein „konstruktiver Weg zurück“ aber auch in diesem Werk nur schwer ablesbar.Alles in allem ein prägnante, aufrüttelnde „Bestandsaufnahme“ einer mehr und mehr festgefahrenen westlichen Gesellschaft, in der die politischen Kräfte mit entweder falschen oder zu kurz greifenden Mitteln versuchen, „Bestandswahrung“ zu betreiben, statt „Befreiungsschläge“ „back to the roots“ zu wagen.

  • Christian Döring
    2020-01-20 15:58

    So sehr wie noch nie bei Ferguson fällt mir auf, dass er in vielen Fällen von Großbritanien und den USA und dann dem Rest der Welt spricht. Vielleicht fällt mir dies gerade in diesem Buch so sehr auf, weil der Autor in aller Deutlichkeit sagt, dass wir unseren Niedergang nicht nur unseren enormen Schulden, sondern auch unseren starren Institutionen zu verdanken haben und ich dies für Deutschland genauso sehe.Ferguson: "Der Rechtsstaat hat viele Feinde, aber zu den gefährlichsten gehören die Verfasser langer, umfangreicher Gesetzestexte."Der Autor schaut sich sehr ausführlich die Finanzkrise an. Benennt Schuldige und zeigt, wie wenig oder gar nicht sie für Fehlverhalten rechtlich zur Verantwortung gezogen wurden oder werden. Da kann doch was im System nicht stimmen, meint er und hat meine volle Zustimmung. Aber seine in die Zukunft reichenden Pläne überzeugen mich nicht so recht. Da bezieht er sich sehr auf das britisch - spezifische und somit auf das antieuropäische Moment. Vieles von dem, was er schreibt, mag richtig sein, betrifft aber nicht meinen deutschen Blickwinkel.Sehr deutlich ist bei allem was Niall Ferguson sagt, herauszuhören, dass wir dringend von staatlichen Reglementierungen wegkommen müssen. Privates Engagement ist angesagt. Schluß mit Zurücklehnen im wohltemperierten Wohnzimmer!Dieses Buch des britischen Historikers bleibt ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück, weil er mir seine Zukunftspläne nicht als alltagstauglich verkaufen kann!