Read Suhrkamp BasisBiographie​n: Andy Warhol - Leben, Werk, Wirkung by Annette Spohn Online

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Vom Einwanderersohn zum Million r, vom Grafiker zum K nstler, vom sch chternen Studenten zum Star der New Yorker Partyszene das Leben von Andy Warhol ist eine Erfolgsgeschichte Zu Recht gilt dieses Genie der Eigenvermarktung als einer der bedeutendsten Pop Art K nstler, dessen gr tes Kunstwerk er selbst war Andy Warhol ist Pop, und Pop ist Andy Warhol....

Title : Suhrkamp BasisBiographie​n: Andy Warhol - Leben, Werk, Wirkung
Author :
Rating :
ISBN : 9783518182277
ISBN13 : 978-3518182277
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Suhrkamp Verlag Auflage Originalausgabe 17 M rz 2008
Number of Pages : 154 Seiten
File Size : 764 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Suhrkamp BasisBiographie​n: Andy Warhol - Leben, Werk, Wirkung Reviews

  • Evy Heart
    2020-03-23 03:10

    Was steckt hinter dem Mythos Andy Warhol? Das wollte ich herausfinden. Aber das Buch hat mich nicht glücklich gemacht.Meine MeinungDas Buch zeichnet Warhols Biografie und ordnet sie schemenhaft in das damalige Weltgeschehen ein. Das Buch ist unterteilt in Leben und Werk, was ich ungewöhnlich fand. Die Verknüpfung zwischen Kunst und Künstler wurde getrennt, sodass ich kein Gefühl für den Menschen fand. Andy Warhol gab nur wenig über sein Privatleben preis, trotzdem gibt es Autoren, die Künstler besser beschrieben haben.Vor allem erfuhr ich erst im zweiten Teil, was Warhols Arbeitsweise ausmacht und was ihn antrieb. Die wenigen Grafiken tun ihr Übriges.Mich ärgerte, dass die Autorin oft betont, dass Warhol Anerkennung wollte und starke Komplexe wegen seines Aussehens hatte. Mir fehlte im Buch oft die Anerkennung für das Werk, für die Techniken, die er entwickelte. Alles wird erzählt, aber der Tonfall ist negativ.Sprachlich lässt sich der Text gut lesen, es gibt wenige Fremdwörter.FazitNicht so gelungen.

  • Matthias Lubinsky
    2020-03-14 05:12

    »Wer alles über Andy Warhol wissen will, braucht nur die Oberfläche anzusehen: die meiner Bilder und Filme und von mir, und das bin ich. Da ist nichts dahinter«, sagte die Ikone der Pop-Art über sich selbst. Unweigerlich erinnert ist man an Karl Lagerfeld. Als Johannes B. Kerner diesen in seiner Sendung bat, doch einmal seine Sonnenbrille abzunehmen, damit die Zuschauer sehen könnten, wer denn tatsächlich dahinter stecke, lehnte Lagerfeld dies ab: „Das, was Sie hier sehen, ist Karl Lagerfeld. Das hat zu genügen“.Das Leben führen in der Moderne. In einer anmaßenden Welt, die verlangt, alles von einem wissen zu wollen; - obwohl sie doch kaum etwas versteht. Warhol und Lagerfeld haben beide auf ihre eigene Weise klargestellt, dass sie der Gesellschaft nichts weiter zu zeigen bereit sind als das Label, das ihren Namen trägt. Die Parallelen liegen tief. Warhol wie Lagerfeld sind absolute Personen der Zeitgeschichte, wie die Juristen dieses Phänomen so schön ausdrücken. Sie stehen unter permanenter medialer Beobachtung; - und sie geben der Öffentlichkeit das Gefühl, ihren Voyeurismus zu befriedigen. In Wahrheit ist Lagerfeld ein bekennender Einzelgänger. Der Dandy verkleidet sein vivre masqué in ein schalkhaftes Spiel, „Keiner kennt mich wirklich. Nicht einmal ich. Ich habe mich nur gewöhnt an meine Gesellschaft.“Andy Warhol stand inmitten eines Kreises von Partygästen, die ihn umlagerten und zu Äußerungen zu allem Möglichen drängten. Er jedoch nahm nur war. Er ließ sich nicht mitreißen in diesen Malstrom aus Zeitgeist und vergänglicher Aufregung. Stattdessen nutzte er sein Talent, um der oberflächlichen und hedonistischen Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen anarchistischen Spiegel vorzuhalten.Die Kulturredakteurin Annette Spohn bringt uns diese außergewöhnliche Person näher, bei deren Charakterisierung sich die meisten Worte als abgenutzt erweisen: schillernd, eitel, ehrgeizig, schwul…?. Ihre Suhrkamp Basisbiographie ist unterteilt in die drei Bereiche Leben, Werk und Wirkung. Gerade bei Warhol bietet sich diese Trennung an, war doch die Auswirkung seiner Kunst phänomenal.Andrew Warhola wurde am 6. August 1928 in Pittsburgh geboren. Sein Vater war erst 1913, die Mutter acht Jahre danach aus der heutigen Slowakei ausgewandert. 1945 bis 1949 studierte er »pictorial design«, um dann zu versuchen, als Künstler reich und berühmt zu werden. Eines seiner erstrebten Vorbilder dabei war Truman Capote: ebenfalls homosexuell und bereits zu dieser Zeit bekannt und vermögend. 1949 übersiedelte er nach New York, da er glaubte, nur hier den durchschlagenden Erfolg haben zu können. Warhol begann als Werbegrafiker und Gestalter von Buch-Covern. Im Rahmen seiner künstlerischen Produktion entdeckte er 1962 den Fotosiebdruck. Dieses Verfahren, ihm von seinem Assistenten nahegebracht, erlaubte es ihm, noch schneller und vor allem serieller zu produzieren. Er konnte so nicht nur eine sich andeutende Marktnachfrage befriedigen. – Er konnte den riesigen Hype auf seine Kunst selbst regelrecht erzeugen. Die Beliebigkeit, Oberflächlichkeit und Erinnerungslosigkeit seiner Drucke machte er durch die Auswahl der Vorlagen deutlich. Die ersten Siebdrucke Warhols waren Filmstar-Photos aus seiner Kindheit. Dass Kunst keinerlei Authentizität zu beanspruchen habe, machte Warhol dadurch klar, dass zunehmend Assistenten die Drucke selbständig ausführten und dennoch sein Sigel darunter setzten. Damit war auch eines der Prinzipien seiner späteren Factory definiert. Heute weiß man nicht, welches der tausenden Photos im Nachlass von Warhol ist. Die meisten sind wohl von Leuten aus seinem Umfeld.Mit der gleichen Einstellung ging Warhol an seine Film-Projekte heran. »Sleep« ist ein sechsstündiger Film ohne Schnitt, dessen Handlung darin besteht, seinen Freund beim Schlafen im Bett zu beobachten. Manchmal fährt die Kamera an dessen Körper entlang. »Wenn nichts passiert, hat man die Möglichkeit, über alles nachzudenken«, kommentierte Warhol lakonisch. Eine Reihe ähnlicher Filme drehte Warhol in der Folge, alle ohne Drehbuch, der Schauspieler war seiner Improvisation überlassen. Warhol spitzte die Konsumgewohnheiten der Massenkultur zu: »Ich machte meine ersten Filme mit nur einem Schauspieler, der mehrere Stunden lang das gleiche tat: Essen oder Rauchen oder Schlafen. Das machte ich, weil die meisten nur uns Kino gehen, um den Star zu sehen, ihn aufzufressen, so hat man hier endlich die Möglichkeit, solange man Lust hat, nur den Star anzugucken […] Es war aber auch einfacher zu drehen.«Warhol machte alles zur Serie: So gab es 1981, sechs Jahre vor Warhols Tod, die vierte Factory. Er selbst ließ sich gern doubeln; ob bei einer Pressekonferenz oder anderen öffentlichen Gelegenheiten und negierte damit den Anspruch der Allgemeinheit auf seine Seele.Annette Spohn bringt uns Warhol näher: in seiner Selbst-Auflösung als Dandyismus im sinnentleerten Massenzeitalter.

  • Joroka
    2020-03-19 06:37

    Vom Tellerwäscher zum Millionär... ein amerikanischer Traum. Vom hässlichen Entlein zum allseits geliebten Partygänger und Trendsetter, ein amerikanischer Traum seit Andrew Warhola. Als drittes Kind von armen Einwanderern aus Osteuropa geboren, eine eigentlich grundschüchterne Person, wird er zum Star der New Yorker Szene vor allem der 60iger und 70iger und beeinflusst mit seinen Ideen eine ganze Generation von Künstlern. Man kann nur den Kopf schütteln: Verrücktes Amerika, macht aus einem Außenseiter eine Ikone.Das Leben, das Werk und die Wirkung des bedeutendsten Pop-Art-Künstlers wird in dieser Biographie von Annette Spohn dargestellt. Warhol hat kaum eine Sparte ausgelassen, in der er sich nicht künstlerisch versucht hat. Bedeutend sind aber vor allem seine Gemälde und Drucke geworden. In einer Art Trivialisierung macht er die Kunst zu einem Massengut und nutzt den Kunstmarkt geschickt für seine Vermarktung. Sein sehnlichster Wunsch dabei: reich, berühmt und anerkannt zu sein. Und trotzdem ist er wohl eher ein in sich beziehungsunsteter und einsamer Mensch geblieben.Negativ anzumerken: Die Bindung ist so eng, dass zur Mitte hin die Schrift schwer zu lesen ist. Man muss das Büchlein ganz schön auseinander drücken.

  • Albion Friedlos
    2020-03-23 05:21

    Annette Spohn ist mit ihrer kleinen Monographie für die Reihe der "Suhrkamp Basisbiographien" ein sehr ansprechender, komprimierter und sprachlich recht sorgsamer Überblick über "Raggedy Andy" und das System "Andy Warhol" gelungen. Obschon graphisch sehr gut aufbereitet und auf erstklassigem Papier gedruckt, läßt jedoch die Klebung und buchbinderische Verarbeitung so sehr zu wünschen übrig, daß das Büchlein (Erste Auflage 2008) selbst bei maßvoller Beanspruchung nach einmaliger Lektüre in eine lose Blattsammlung zerfällt und mithin unbrauchbar wird. Somit ist das Buch für die Bedürfnisse von Schülern und Studenten nur sehr bedingt geeignet.

  • Frederick Heußner
    2020-03-11 01:23

    Das Buch vermittelt viele Eindrücke vom Leben des hevorragenden Künstlers,der seiner Zeit weit voraus war. Würde es jeder Zeit wieder kaufen.