Read Der Hilfskoch: Oder wie ich beinahe Schriftsteller wurde by Herbert Rosendorfer Online

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Pressestimmen Rosendorfer ist zweifellos einer der subtilsten und geistreichsten deutschsprachigen Unterhaltungsschriftsteller der Gegenwart Ein so beschwingtes Erz hltalent besitzt in der deutschsprachigen Literatur unserer Tage einen bestechenden Seltenheitswert Neue Z rcher Zeitung KlappentextEigentlich f ngt alles sehr hoffnungsvoll an Stephan Kuggler, dessen zwei Romane von Verlagen abgelehnt wurden, freundet sich mit einem Lektor an Nebenbei jobbt er als Taxifahrer in der Verlagsstadt M nchen und trauert mit keiner Tr ne seinem abgebrochenen Jurastudium nach Es folgen immer wieder vielversprechende Romananf nge, die von der Biographie eines jungen Mannes, dessen Vater der letzte Henker war, ber die Memoiren einer Exihibitionistin bis hin zu den tragischen Lebensereignissen eines Gorillas reichen Stephan Kuggler wird eines Tages aufgefordert, die Biographie eines Konsuls als Ghostwriter der Ghostwriterin zu verfassen Er wird zum Kurzzeit Promi, widmet sich ganz der So eijetie und wird schnell in obskure Ereignisse verstrickt, die ihn zum Untertauchen zwingen Herbert Rosendorfer gelingt mit diesem Entwicklungsroman eine tiefsinnige Gesellschaftssatire, in deren Mittelpunkt die Buchbranche und ihre ppig wuchernden Ausw chse stehen Mit erz hlerischem K nnen und feinsinniger Beobachtungsgabe entlarvt er unsere Iw nt Kultur, in der nur noch Promis mit Hilfe von Ghostwritern ihre Memoiren ver ffentlichen, philosophische Meisterdenker leere, in erster Linie jedoch unverst ndliche Phrasen im TiWi zur Diskussion stellen und junge Autoren f r einen Einmalerfolg hochgepuscht werden und daran zugrunde gehen Die wahren Dichter scheinen allenfalls posthum ver ffentlicht zu werden.Alle Produktbeschreibungen...

Title : Der Hilfskoch: Oder wie ich beinahe Schriftsteller wurde
Author :
Rating :
ISBN : 3485010642
ISBN13 : 978-3485010641
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Nymphenburger Auflage 2., 1 Juli 2005
Number of Pages : 286 Pages
File Size : 774 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der Hilfskoch: Oder wie ich beinahe Schriftsteller wurde Reviews

  • Prinz Rupi
    2020-02-15 22:18

    Herbert Rosendorfer, verstorben 2012, hat seinen Lesern ein ungewöhnlich umfangreiches Oeuvre hinterlssen, das von seiner Vielseitigkeit ebenso zeugt wie von seiner Fertigkeit im Umgang mit der Sprache. Es wundert also nicht, dass sich der Autor, der sowohl futuristische wie auch abstrus-satirische Arbeiten schuf, auch des Literaturbetriebs thematisch annahm und ihn karikierte.Mit dem vorliegenden Buch schuf er eine abstrus-phantastische Geschichte um einen Mann, dem seine eigene Identität unklar oder auch nur egal ist. Jedenfalls will er gern Schriftsteller werden und kommt diesem Ziel auch gefährlich nahe, weil er in einer durchsoffenen Nacht Freundschaft mit einem Lektor schließt, der ihm das ein oder andere Geheimnis des Literaturbetriebs anvertraut. Rosendorfers Protagonist beschließt daraufhin, es mit Autobiographien zu versuchen, da diese gefragt seien. Bald wird ihm klar gemacht, das der gewöhnliche »püschologische« Autobiogstuss mit spießigem Vatershaus und bescheidener Beziehung zu den Eltern etc. nicht mehr gefragt ist. Angesagt sei vielmehr Pop-Literatur im Ethno-Technik-Rhythmus.Nun versucht sich der sein Leben als Hilfskoch am Tschurtschenhof fristende Möchtegernautor in einer Vielzahl von biografischen Ansätzen, die immer wieder durchwoben sind von tatsächlichen oder auch nur geträumten Erlebnissen und Beziehungen, in denen er zu einem Gurkenkönig und dessen entferntem Verwandten Sechsfinger-Harry steht, über den er wiederum seinen Mentor, Rechtsanwalt Wim, kennengelernt hat.Das Buch hat glänzende Passagen, die hohntriefend und überaus sarkastisch Phänomende und Abartigkeiten des Literaturbetriebs aufs Korn nehmen. Es hat aber auch – besonders im letzten Drittel – Hänger und Längen sowie eine als Zukunftsvision getarnte Tirade gegen den Islam, der eine Fatwa heraufbeschwören könnte, wäre der Autor nicht schon im BÜcherhimmel. Im Ergebnis kann ich mich deshalb leider nur für vier Sterne entscheiden.

  • Maxi
    2020-02-02 20:03

    Wir haben uns dieses Buch als leichte Urlaubslektüre ausgesucht, was es oberflächlich auch ist. Doch nur oberflächlich: es ist herrlich abstrus - bisweilen so sehr, dass man zwischendurch beim Lesen stockt und sich frägt, was das soll - und es ist vor allem bitter, bitter böse (satirisch erscheint mir hier zu wenig).

  • Leserleser
    2020-02-29 20:58

    Albernheit ist eine Zug, den man bislang bei dem Schriftsteller Herbert Rosendorfer vergeblich suchte. Nun hat es ihn auf seine alten Tage doch noch erwischt! "Der Hilfskoch" fängt brillant an, die Seiten blättern sich um wie von selbst, man liest, schmunzelt und lacht. "Der Hilfskoch" bietet köstliche Gesellschaftssatire, Wahrheiten und Unwahrheiten aus der Buch- und Verlagsbranche, muntere Seitenhiebe auf bekannte und möchtegern-bekannte Personen des öffentlichen Lebens, Stars, Sternchen und VIPs. Im letzten Viertel fand ich das Buch aber zunehmend ermüdend und begann, Seiten umzublättern. Da auch der Autor sicher erkannt hatte, dass sich Satire an etwas so Belanglosem wie der Prinzessin von Monaco etc. bald abnutzt, hatte er , wohl auch um Wiederholungen zu vermeiden, das Tempo verschärft, was aber leider zu sehr ins Alberne kippte. Dennoch ein gelungenes Buch, den 5. Stern verweigere ich lediglich für das letzte Viertel.

  • Klaus Grunenberg
    2020-02-14 17:04

    Herbert Rosendorfer ist inzwischen nicht nur im bayerischen Raum bekannt und er ist auch viel mehr als ein Geheimtip. Hier, in einer Quasibiographie, - wie anders soll man es nennen, aber er nennt keine Namen, das ist selbstverständlich und ungemein sympathisch und überhaupt hätte ich ihm anfänglich gleich einmal fünf Sterne mit Sternchen oben drüber geben wollen (allein wegen des Kapitels mit der Beichte bei Pater Seraph), aber inzwischen... Jedoch der Reihe nach.Ein Hilfskoch auf dem Tschurtschenhof (oder so ähnlich), der gut und gern Spiegeleier brät und eigentlich, will sagen auch gerne Schriftsteller wäre, ja eigentlich ist, der trifft einen (namentlich natürlich nicht bekanntgemachten) Lektor und der, ja der...Gut, so geht es weiter und das patchworkmäßige Gebilde nimmt seinen fröhlichen Lauf. Weil: eigentlich heißt der angebliche und Möchtsogern-Schriftsteller Kuggler (mit zwei g wohlgemerkt, wird aber oft als Zugger verwechselt, was bodenhaftsmäßig dann unsicher wird) und die ganze Geschichte nimmt weiter ihren urkomischen Lauf. Sehr komisch die Abrechnung mit unserem Literaturbetrieb hier (z.B. Prof. Slabberbrei, der bekannte Philosoph oder unsere allerhöchste Literaturkritikinstitution usw.)Unbedingt aber muß gesagt werden, daß die comedianwirksame Schreibweise wohl anfänglich anmacht, mit der Zeit aber bei mir doch etliche Ermüdungserscheinungen verursachte, weshalb von den überschwenglichen 5 Sternen, die anfänglich so greifbar waren, lediglich 4 übrigbleiben.Aber was sagt das schon?Doch nicht mehr und nicht weniger, als das, daß mehr drin wäre und eigentlich auch ist.Ein Stoß in Richtung "Soßeijetie" wurde jedenfalls getan und ein Vergnügen bereitet die Lektüre allemal und immer wieder.