Read Schloss aus Glas by Jeannette Walls Online

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Jeannette Walls ist ein gl ckliches Kind Ihr Vater geht mit ihr auf D monenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht und Nebel Aktionen den Wohnort zu wechseln Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Stra e, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr....

Title : Schloss aus Glas
Author :
Rating :
ISBN : 9783453351356
ISBN13 : 978-3453351356
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Diana Taschenbuch 6 Juni 2006
Number of Pages : 400 Seiten
File Size : 883 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Schloss aus Glas Reviews

  • A. Emondts
    2020-03-30 13:38

    Ich fand das Buch toll. Ich habe erst auch gar nicht verstanden, dass es eine Biographie ist - und als wahre Lebensgeschichte hat es mich mit vielen Fragen zurück gelassen. Nicht weil es nicht schlüssig geschrieben ist, aber es wirft Dinge auf, die einen das eigene Leben hinterfragen lassen. Ist es wirklich möglich so zu Leben? Ein solches Leben zuzulassen? Was wäre wohl aus einem Selbst geworden so aufzuwachsen? Man empfindet, Wut, Freude, Lust, Glück, Verzweiflung, Unglauben, ein echtes Wechselbad der Gefühle... Klare Leseempfehlung!

  • Kaffee und Buch
    2020-03-25 13:40

    Jeannette Walls wird 1960 in eine sehr ungewöhnliche Familie hineingeboren: Rex und Mary Rose Walls leben ein unstetes Nomadenleben und ziehen mit Jeannette und ihren Geschwistern Lori, Brian und Maureen von Arizona nach Kalifornien und von dort über Nevada nach West Virginia. Nirgendwo bleiben sie lange, ständig sind sie auf der Flucht vor Gläubigern und Krankenhausrechnungen. Die Familie wohnt in baufälligen Häusern, einem Wohnwagen, in Autos und irgendwann sogar auf der Straße.Während der Vater ein ambitionierter Träumer und hoffnungsloser Säufer ist, widmet sich die egomanische und arbeitsscheue Mutter vollkommen ihrer Malerei und lässt die Kinder verwahrlosen.Weitgehend auf sich selbst gestellt und von einer dürftigen Mahlzeit zur anderen lebend, erleben Jeannette und ihre Geschwister ihr unstetes Leben als ein einziges großes Abenteuer. Bis die Last des Außenseitertums und der bitteren Armut sie schließlich zu erdrücken droht.Meine Meinung:Nach “Ein ungezähmtes Leben”, dem biographischen Roman über ihre Großmutter, habe ich mit “Schloss aus Glas” nun endlich Jeannette Walls’ eigene Memoiren gelesen. Was Walls als Kind und Jugendliche erlebt hat, ist unbeschreiblich. Der illusorisch-verlotterte Lebensstil ihrer Eltern, die sich mit aller Macht gegen jede Form der modernen Gesellschaft sträuben, kann selbst die Kinder bald nicht mehr über die gravierenden Mängel hinwegtäuschen. Zwischen glorifizierter Naturverbundenheit und dem Leben nach den “wahren Werten” auf Art der “Indianer und Pioniere von damals” müssen die Geschwister barfuß und in löchrigen Kleidern herumlaufen, in Pappkartons statt in Betten schlafen und sich vor lauter Hunger aus Mülltonnen ernähren.Eindringlich und absolut fesselnd schildert Jeannette Walls ihre außergewöhnliche Kindheit. Dabei gelingt es ihr auf herausragende Weise, aus einer klaren und unverschleierten Sicht ihres jüngeren Ichs zu erzählen, voller Ehrlichkeit und niemals anklagend oder in geringster Weise Mitleid heischend. Sämtliche Personen sind für den Leser greifbar und selbst in ihren eigennützigesten Handlungen nachvollziehbar, was vor allem in der ambivalenten Figur von Jeannettes Vater zu Tage tritt, einem hochintelligenten Mann, der unfähig ist, sich in die Gesellschaft zu integrieren, der seine Kinder abgöttisch liebt, ihnen in seiner Trunksucht aber jedwede Lebensgrundlage entzieht.Walls erzählt voller Kraft und unerschöpflichem Lebensmut und dabei immer wieder durchblitzendem Humor. Sie macht das Beste aus den schwierigen Umständen, unter denen sie aufgewachsen ist und schafft es, selbst den schlimmsten Erfahrungen etwas Gutes abzugewinnen. Es ist ihre unerschrockene Art, die sie am Ende vielleicht sogar ihren Eltern zu verdanken hat.Fazit:Ein ganz erstaunliches Buch über eine außergewöhnliche Kindheit, das allen Widrigkeiten und negativen Erlebnissen zum Trotz durch und durch positiv ist.

  • Kritischer Verbraucher
    2020-04-09 07:42

    Am Anfang dachte ich mir, das kann doch nicht sein, dass Eltern so mit ihren Kindern umgehen. Und es wurde von Seite zu Seite eigentlich noch schlimmer. Faszinierend war für mich, wie die Kinder das verarbeitet haben und ihre Eltern trotzdem noch lieben konnten. Ich konnte fast gar nicht aufhören zu lesen. Und hinterher war ich dankbar, so eine behütete Kindheit gehabt zu haben und dafür, wie unsere Eltern sich für uns Kinder abgerackert haben. Sehr empfehlenswert!

  • Tanja
    2020-03-18 10:37

    Die Lebensgeschichte der Autorin ist wahnsinnig ergreifend! Das Buch bringt einen zum Lachen und zum Weinen, manchmal beides gleichzeitig...Der Lebensstil der unorthodoxen Familie ist aufregend und gefährlich - die damit verbundene Freiheit und Unabhängigkeit ist absolut faszinierend. Gleichzeitig ist das Leben der vier Kinder von Vernachlässigung und (psychischen wie physischen) Missbrauch geprägt. Dabei wird einem schmerzlich bewusst, dass diese Geschichte kein Einzelfall ist. Unglaublich, was Eltern ihren Kindern antun können, teilweise ohne sich der Folgen ihrer Handlungen bewusst zu sein...Absolute Leseempfehlung!!!

  • Florentina
    2020-03-30 11:35

    Endlich mal wieder ein Buch, das ich regelrecht verschlungen habe. "Schloss aus Glas" hat mich sehr schnell (schon nach den ersten 20 Seiten) komplett in seinen Bann gezogen, so dass ich es nur schwer wieder aus der Hand legen konnte.Es ist ja auch unglaublich faszinierend, was Jeanette Walls über ihre Kindheit zu erzählen hat. Gerade die Tatsache, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, macht das Buch so spannend. Man kann teilweise nicht glauben, was man da liest. Man ist vor allem zu Beginn hin und hergerissen, weiß nicht ob man die Eltern bewundern soll für ihre Lebensweise, die Freiheit und Abenteuer zelebriert, oder ob man sie nehmen und wachschütteln soll, weil sie ihre kleinen Kinder viel zu sehr sich selbst überlassen und als Eltern einfach keine Verantwortung zeigen, ja ihre Kinder durch ihre Laissez-Faire-Attitüde sogar mehrmals in mehr oder weniger gefährliche Situationen bringen.Doch so abenteuerlich und aufregend zu Beginn alles wirkt, bald wird klar, dass die grenzenlose Freiheit, für die man die Familie Walls zu Beginn vielleicht noch bewundert, einen hohen Preis hat, eine bittere Realität dahintersteckt…Was für die Eltern Freiheit bedeutet, wird für die Kinder bald zur bedrückenden Enge, aus der sie nicht entfliehen können...Mir gefällt, wie neutral Walls schreibt, sie urteilt kaum, sie erzählt nur… als Leser kann man sich selbst eine Meinung bilden. Und das tut man! Ich hab immer wieder innegehalten und reflektiert, angeregt durch ihre Worte. Schön, wie sie das schafft!Und auch wenn die Schreibweise eher sachlich ist, so macht das die Erzählung nicht weniger lebendig. Man fühlt sich nah dran an den Protagonisten, man lebt, staunt und leidet mit ihnen mit. Hofft für sie, dass alles bald besser wird. Und man bekommt - trotz all der Unfassbarkeit - ein Gefühl für diese Lebensweise. Man versteht, und man versteht nicht…Ein Buch, das man bedingungslos weiterempfehlen kann. Ein durchaus wichtiges Buch, aus dem sicher jeder für sich etwas mitnehmen kann.