Read Sterben ist Mist, der Tod aber schön: Träume vom Himmel by Gabriele Wohmann Online

sterben-ist-mist-der-tod-aber-schn-trume-vom-himmel

Was ist eigentlich die ideale Frisur f r das Jenseits , fragt sich die Grande Dame der Kurzgeschichten Auch wenn das Sterben nat rlich eine traurige Perspektive ist, hat sie kein Buch von Traurigkeit geschrieben, denn sie erz hlt von dem, was sie erhofft, wenn das irdische Leben zu Ende ist Sie erz hlt vom Jenseits allt glich und zugleich so verzaubernd sch n, dass man die Erdenschwere schon einmal vergessen kann Naiv ist das aber nicht Denn immer wieder unterbricht sie ihr W nschen, bekennt sich zu Zweifeln, Angst und Skepsis So sind traumartige Skizzen vom k nftigen Leben entstanden, die glaubw rdig sind Gabriele Wohmanns Tr ume vom Himmel ermuntern dazu der Sehnsucht zu trauen, dass der Schlusspunkt der Anfang ist der Anfang von etwas ganz Anderem....

Title : Sterben ist Mist, der Tod aber schön: Träume vom Himmel
Author :
Rating :
ISBN : 345161023X
ISBN13 : 978-3451610233
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Kreuz Verlag Auflage 1 11 Januar 2011
Number of Pages : 380 Pages
File Size : 795 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Sterben ist Mist, der Tod aber schön: Träume vom Himmel Reviews

  • eule 52
    2020-01-25 22:47

    Eines vorweg: dieses Büchlein mit seinen gerade mal knapp 120 Seiten liest sich nicht etwa in 2 Stunden. Es ist ein Schwergewicht im positiven Sinne, das ich nur in kleinen Happen verdauen konnte. Es animiert zu tiefem Nachdenken und gehört damit zu den Pretiosen, deren Lektüre ohne jede Einschränkung zu empfehlen ist.Hinter dem einigermaßen 'flapsigen' Titel "Sterben ist Mist, der Tod aber schön" habe ich das vordergründig gar nicht vermutet. Ich hatte eher damit gerechnet, aphoristische, unter Umständen nicht immer ganz ernst zu nehmende Gedanken vorzufinden, die - wenn Gabriele Wohmann, die große alte Dame der modernen deutschen Literatur, sie formuliert - dem Lesevergnügen im allgemeinen und dem intellektuellen Anspruch im besonderen auf jeden Fall Rechnung tragen. Meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht übertroffen.Der Theologe Georg Magirius hat die Schriftstellerin interviewt und die Mitschnitte in monologisierender Form zu Papier gebracht. Es müssen Gespräche auf Augenhöhe gewesen sein. Das gegenseitige Schwingen auf der gleichen Frequenz, die Harmonie in der wechselseitigen Befruchtung haben gute Gespräche in entspannter Atmosphäre hervorgebracht. Die so entstandene gedankliche Tiefe ergab sich wie von selbst. Das Ausloten der allgegenwärtigen Themen 'Sterben und Tod', 'Übergang', 'Was wird sein?' geschah ganz organisch und assoziativ aus ganz trivialen Alltagsthemen heraus, ohne daß es angestrengter geistiger Höhenflüge bedurft hätte. Gabriele Wohmann wirkt in keinem Augenblick abgehoben, nein, sie ist eine Frau, die alle Facetten menschlichen Seins durchlebt hat und mit beiden Beinen fest auf der Erde steht. Und dabei ist es nicht so, daß sie erst jetzt im hohen Alter (*1932) der Notwendigkeit, sich mit den letzten Dingen auseinanderzusetzen, gewahr geworden wäre. Die in die Texte eingestreuten Auszüge aus ihrem schriftstellerischen Schaffen beweisen, daß sie sich schon lebenslang mit dem Thema des Übergangs und dem Suchen nach Transzendenz getragen hat. Der religiöse Unterbau ist biografisch bedingt, denn ihr Vater war Pfarrer. Dabei erleben wir aber nicht etwa missionierende Frömmelei, sondern vielmehr eine weise, abgeklärte, intellektuell nachvollziehbare, erlebbare Spiritualität, die trotz allem ganz pragmatisch daherkommt, wenn sie schreibt:"Ist das nicht eine Vorhölle und eine Trübseligkeit ohnegleichen?Was für klägliche Bindungen an die Erde, wenn es keinen Himmel mehr gibt.Es wäre doch so unheimlich viel erlösender, wenn nicht derart verzweifelt an einem soschauerlich verkleinerten Dasein gehangen werden müsste...Wenn doch der Tod eine,ja die einzige Hoffnung wäre, das endgültige Ziel dieser letzten Gefühlskräfte,die ersehnte Stunde, nach der etwas überhaupt erst eintrifft, stattfindet, eingelöst wird,etwas Ewiges, ENDLICH ENDLICH - Trost-Aria, endlich das nahe Unendliche.Das zum ersten Mal Richtige, nach dem Tod, das, wofür die ganze lebenslange Zappelei sich gelohnt hat." (S.9)(Aus dem Roman 'Schönes Gehege', 1975)oder"Ich bin nicht extrem religiös, aber erst recht bin ich nicht nicht religiös,und wenn unser Leben alles wäre, wegen dem wir uns auf diesem Globus rumtreiben,und danach nichts, aus und vorbei, ich würde heute Nacht schon Schluss damit machen,beziehungsweise wenn ich den Mumm dazu hätte." (S.71)(Aus der Erzählung 'Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald', 2000)oder"Dort gibt's keine Angst mehr, dort weiß man nicht einmal, was Geschimpftwerden ist,dort hat man keine Arthrose und auch nicht mehr das komische Bauchweh von neuerdings..." (S.77)(Aus der Erzählung 'Gnade vor Recht', 2008)Das Vorwort von Georg Magirius "Berührungen mit dem Unfassbaren" beinhaltet alles, was eine perfekte Rezension ausmacht. Gleiches gilt für sein Nachwort "Zum Ende hin sehe ich immer mehr".Insofern sind meine Worte eigentlich überflüssig. Sie dienen einzig und allein dem Zweck, diesem Büchlein eine breite Leserschaft zu wünschen und es jedem Suchenden dringend ans Herz zu legen.