Read Die Tiere in der Bibel: Eine kulturgeschichtliche Reise by Silvia Schroer Online

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Tiere geh ren f r die biblische Sch pfungsvorstellung ganz selbstverst ndlich zur Welt des Menschen Als Gef hrten und Freunde Als bedrohliche Wesen, deren St rke doch Bewunderung findet Als Nutztiere, die dem Menschen die Arbeit erleichtern und zur Nahrung dienen Die renommierte Alttestamentlerin Silvia Schroer f hrt die biblische Tierwelt plastisch und ganz konkret vor Augen Sie deutet biblische Tiergeschichten und stellt die Charaktere der einzelnen Tiere vor, so wie die Bibel sie sieht Ein konkurrenzloses Buch, mit zahlreichen farbigen und schwarzwei en Tierabbildungen aus der Zeit der Bibel....

Title : Die Tiere in der Bibel: Eine kulturgeschichtliche Reise
Author :
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ISBN : 3451322846
ISBN13 : 978-3451322846
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Herder Auflage 1 12 Januar 2010
Number of Pages : 191 Pages
File Size : 596 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Tiere in der Bibel: Eine kulturgeschichtliche Reise Reviews

  • "Kaktusblüte"
    2020-02-13 01:47

    das sollten wir uns grade aktuell nachhaltig ins Bewusstsein rufen; sie dürfen nicht gleichgültig Habgier und Rücksichtslosigkeit geopfert werden. Teil unserer Welt und Gottes Schöpfung sind wir mit Flora und Fauna eng verbunden.Eine Sammlung von "Tierportraits" und Erklärung von Tiersymbolik lässt vor unserem inneren Auge ein ein wenig "anderes" Bild erstehen. Man erfährt beim Lesen zum einen welchen Stellenwert verschiedene Tiere im alten Israel und im vorderen Orient gehabt haben und erhält Aufschluss darüber warum sie als Symbol für bestimmte Eigenschaften stehen, ihnen bestimmte Bedeutung zugeordnet worden ist. Wer seine Tochter Rachel tauft weiss er, dass der Name gleichbedeutend mit Mutterschaf ist oder Lea mit Kuh? Meinen wir Bienenfleiss wenn wir so ein kleines Mädchen Debora nennen? Sind die Jonasse dieser Erde wirklich lautere Friedensverkünder, Tauben also? Bestimmt allen Lesern aber vor allem denen die wenig abschätzen können welchen Schaden oder Nutzen die Tierwelt für uns hat dem liefert das Buch eine Fülle von Informationen und anregenden Überlegungen. Warum man manche Tiere fürchtet oder sie gar liebt, warum Tiere unrein sind. Zahlreiche Abbildungen und Fotografien sind ausführlich und gut erläutert. Tiertheologische Texte lassen nachdenklich werden z.B.: "Frage doch das Vieh, dass es dich belehre, die Vögel des Himmels, dass sie dir kundtun" oder .."sprich zur Erde, dass sie dich belehre, und dir sollen erzählen die Fische die Fische des Meeres. Wer wüsste nicht unter diesen allen, dass die Hand JHWS dies gemacht hat, in dessen Hand der Lebenshauch alles Lebendigen und der Lebensgeist allen menschlichen Fleisches ist." Ein Text der verschiedentlich in Sonnenheiligtümern gefunden worden sei beschreibe den Jubel der Paviane beim Erscheinen von Re am Himmel. Lob Gottes der Tiere?!Ein Buch, das ich jedem der sich für dieses Thema interessiert, nur empfehlen kann.

  • Z. Zeraf
    2020-01-22 08:48

    Um es vorweg zu sagen. Die Autorin hat ihr Thema ausführlich dargestellt. Das Buch heißt "Tiere in der Bibel". Richtiger jedoch müßte es heißen: Tiere im Alten Testament. Wenn der Titel so lauten würde, könnte man darauf verweisen, daß es bereits verschiedene andere Autoren gibt, die sich der wichtigen Aufgabe widmen, die Rolle der Tiere im Alten Testament darzustellen - dies jedoch, und das gilt auch für dieses Buch - ohne jedweden Bezug zum Judentum! Und dies angesichts der nicht zu bestreitenden Tatsache, daß das "Alte Testament", also die "Bibel" identisch ist mit der jüdischen Tora, dem Tanach und den Fünf Büchern Mose. Jede Darstellung der Tiere in der Bibel - sollte, ja muß auch jüdische Quellen berücksichtigen. Umso mehr als sich jüdische Autoren, Talmudgelehrte und Philosophen bereits seit vielen Jahrhunderten mit den Tieren und ihrer Bedeutung für den Menschen auseinandersetzen: Mensch und Tier werden im Judentum als nefesch chaja, als Lebewesen und als Partner (adam u behema) verstanden. Die Autorin ist nicht allein damit, das Judentum und seine reiche Mensch-Tier-Bibel Literatur komplett zu ignorieren. Und dies, obwohl es in den USA und Israel - und in kleinem Maßstab, sogar in Deutschland eloquente jüdische Gelehrte gibt, die sich der Thematik "Tiere in der Bibel" widmen. Es ist sehr bedauerlich, daß es immer noch möglich ist, von Verlag und Autoren, aber auch von den Lesern und den Medien geduldet, die Geschichte in dieser Weise zu reduzieren auf den Blickwinkel der Mehrheitskultur, der Machtträger, der Kirchen, die seit vielen Jahrhunderten die Definitionshoheit auch für dieses Thema für sich beanspruchen. In der heutigen Zeit, sollte es möglich sein, den Beitrag der URHEBER der Bibel, also der Juden und ihrer Sicht der Tiere sowie der Beziehung von Mensch und Tier in einer solchen Veröffentlichung zu erwähnen und - mindestens in der Rubrik "Weiterführende Literatur" - mit Namen zu nennen. Daß dies - auch bei diesem Buch nicht geschieht, und der jüdische Beitrag zum Thema "Tiere in der Bibel" weiterhin komplett verschwiegen und verleugnet wird, ist der Grund, warum die Autorin von mir eine negative Bewertung erhält. Die hier vorgetragenen Argumente treffen allerdings für Autoren wie Eugen Drewermann, Rainer Hagencord und zahlreiche nicht theologische Autoren und Autorinnen ebenso zu.

  • Darwin
    2020-02-13 06:53

    Hiob 39,9: "Meinst Du, das Einhorn werde Dir dienen und werde bleiben an Deiner Krippe?" Gott muss in dieser Bibelstelle ein bisschen mit seiner Schöpfung angeben, weil ihm im Disput mit Hiob die Argumente auszugehen drohen. Doch welches Tier verbirgt sich hinter dem Einhorn? Gleichwohl in der Bibel oft genannt, verrät es uns Frau Schroer in Ihrem Buch "Die Tiere in der Bibel" nicht. Bereits bei W. M. L. de Wette findet sich in dessen "Lehrbuch der hebräisch-jüdischen Archäologie" von 1830 eine Abhandlung, dass es sich bei diesem mythischen Wesen entweder um den Auerochsen (Bos primigenius) oder die Arabische Oryxantilope (Oryx leucoryx) handeln müsse. Und so war es in früheren Bibelübersetzungen (Textbibel 1899, Lutherbibel 1984) auch zu lesen; in heutigen Ausgaben steht bei Hiob jedoch wieder das Einhorn. Warum? Weil der Mensch sowohl den Auerochsen als auch die Arabische Oryx ausgerottet hat, getreu dem Motto "Lieber Gott, wir können Dein Geschöpf zwar nicht an unserer Krippe anbinden, wohl aber abknallen und aufessen?" - Welche Art verbirgt sich hinter dem "Schwarzgeier", welche ist mit "Aasgeier" gemeint, welche mit die "Kleineule", "Adlereule", "Kurzohreule" oder "Langohreule"? Wir erfahren es nicht. Sieben Eulenarten werden in der Bibel genannt; "die Eule" hat bei Schroer jedoch nicht einmal ein eigenes Kapitel. - Die Abbildung einer Halskette des Pharaos Tutanchamun zeigt offenkundig einen Mönchsgeier; nach Frau Schroer handelt es sich um einen Gänsegeier. Zu keinem Tier wird die lateinische Artbezeichnung genannt, was Eindutigkeit herstellen könnte. Fazit: Viel geisteswissenschaftliches Geschwurbel und sehr wenig Information darüber, welche Tierarten vor 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Palästina lebten.