Read Der alte König in seinem Exil by Arno Geiger Online

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Was im Leben wirklich wichtig istArno Geiger hat ein uerst berhrendes Buch ber seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalitt und Klugheit beeindruckt Im Alltag ist der Vater oft hellwach, aber seine Vergangenheit, sein Haus und seine Kinder hat er vergessen Arno Geiger erzhlt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schliet und ihn viele Jahre begleitet Er entdeckt, dass es auch mit der Krankheit bei seinem Vater noch alles gibt Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Wrde Ein lebendiges, oft komisches Buch, das von einem Leben erzhlt, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden....

Title : Der alte König in seinem Exil
Author :
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ISBN : 3423141549
ISBN13 : 978-3423141543
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft 1 November 2012
Number of Pages : 192 Seiten
File Size : 788 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der alte König in seinem Exil Reviews

  • Amazon Kunde
    2020-03-08 22:46

    Dieses kleine Buch beschreibt die Entwicklung der Beziehung zwischen einem Vater, der zunehmend dement wird, und seiner Familie aus der Sicht eines Sohnes, der diese Entwicklung als Schriftsteller verarbeitet. Wer beruflich mit dementen Menschen zu tun hat, oder familiär betroffen ist, wird sich in vielen, der beschriebenen Situationen wieder finden. Aus professioneller Sicht macht die Familie im Laufe der Zeit, und mit ihrer wachsenden Erfahrung, vieles richtig. Eine Kernaussage des Autors könnte man treffender nicht aussprechen: Nur weil ein Mensch nicht mehr zu Zeit, Ort, Person oder Situation orientiert ist, heißt das nicht, dass er keinen Verstand mehr hat...Insbesondere betroffenen Angehörigen kann dieses Buch helfen, die eigene Situation im Kontext einzuordnen und eigene Lösungen zu finden.

  • Sammelmappe
    2020-03-31 00:31

    Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer fordern die Betroffenen und ihre Angehörigen und bringen sie an ihre physischen und psychischen Grenzen. Medizinisch sind sie noch immer schwer zu fassen, die Forschung stolpert und verheddert sich und während die durchschnittliche Lebenserwartung steigt, erkranken immer mehr Menschen.Gerade weil es so schwer ist, diese Krankheiten durch Fach- und Sachwissen in ihrem Wesen zu verstehen, bietet der literarische Zugang eine ganz andere Möglichkeit sie zu verarbeiten.Arno Geigers Buch ist durchgehend ein Plädoyer für einen respekt- und liebevollen Umgang mit Betroffenen und Angehörigen. Sein behutsamer Zugang zeigt Wege auf, wie die Krankheit trotz all ihrer Dramatik, Augenblicke der Nähe zulässt, die ganz besondere Momente sein können.Das Buch handelt auch von dem Leid des lang andauernden Abschiednehmens, dem Wert der Erinnerungen, der Angst vor dem Tod und davon wie Glück und Unglück als Schicksal das Leben bestimmen.

  • ToMaJo
    2020-03-22 20:47

    Wie geht man damit um, wenn (Groß-)Eltern oder sonstige Lieblingsmenschen ihr eigenes Zuhause nicht mehr erkennen, wenn ihnen die ganze Welt langsam fremd und damit angsteinflößend wird. Sollte man sie nur beruhigen, sollte man argumentieren, dass die in ihrer Wahrnehmung vorhandenen Bedrohungen gar nicht real sind? Als ich vor dieser Frage stand, kannte ich Arno Geigers wunderbar warmherziges Buch noch nicht. Rückblickend sehr bedauerlich, denn es hätte mir neue Perspektiven eröffnet. Aber zu spät ist eben manchmal einfach zu spät.Dieses Buch packt einen schweren Inhalt in ein leichtes Gewand. Unterhaltsam, menschenfreundlich und lehrreich ist es nicht nur für Betroffene, zudem humorvoll und bewegend geschrieben. Ein kleiner Schatz.

  • Leserin
    2020-03-08 03:40

    und die Beschreibung des demenzerkrankten Vaters als Thema eines Buches. Sehr lesenswert! - nicht nur für Menschen, die Angehörige haben, die an Demenz erkrankt sind, aber auch für diese. Hat man einen an Demenz erkrankten Vater oder Mutter, dann ist einem eigentlich nicht danach, so etwas auch noch in einem Buch zu lesen. Aber dieses Buch macht Hoffnung durch seine ganz eigene und ungewohnte Sicht auf den Menschen hinter der Demenz. Es wird keine Veränderung beschönigt oder verschwiegen. Und doch gelingt es Arno Geiger durch seine Art des Erzählens, Mut in der Begegnung und im Aushalten der Demenz von Angehörigen zu machen. Danke!

  • Herbstkind
    2020-03-04 23:38

    Arno Geiger schreibt von seinem an Demenz erkrankten Vater. Dabei behandelt er ein Thema, dass in unserer Gesellschaft auch heute noch, nachdem in fast jeder Familie diese tückische Lebensbeeinträchtigung aufgetaucht ist, auf Unverständnis, Intoleranz und Bagatellisierung stößt. Auch Familie Geiger reagiert zuerst ungeduldig, auf die plötzlichen Vergesslichkeiten, auf das zu anfangs noch leicht veränderte Verhalten des Familienoberhaupts. Doch schleichend schmuggeln sich immer mehr sonderbare Veränderungen in den Alltag ein, Orientierungslosigkeit und zunehmend Ängste treten ins Bild, so das man unausweichlich die Demenz im Haus hat.Arno Geiger geht sehr einfühlsam mit diesem Wissen um. Behutsam versucht er Ängste seines Vaters zu bannen, ihm trotz allem einen angenehmen Lebensabend mit möglichst festen Konstanten zu ermöglichen. Beim Lesen habe ich es etwas bedauert, mich nicht eher mit dem Buch auseinander gesetzt zu haben. Vielleicht hätte ich dann manches Mal reflektierender und besonnener auf meine Großeltern reagieren können, die ebenfalls an Demenz erkrankt waren.

  • Babe
    2020-03-26 01:33

    Hätte ich dieses Buch nur früher gehabt! Es hätte mir sehr geholfen, mich von Anfang an in den zu betreuenden Angehörigen besser hineinzuversetzen. Bis man es begriffen hat, diese andere Wirklichkeit, in der sich der Kranke befindet, als für ihn wahr anzuerkennen und entsprechend zu reagieren, baut sich auf beiden Seiten sehr viel Widerstand auf, der unnötig Kräfte verzehrt.Beim Lesen dieses Buches im Nachhinein gab es für mich eine Menge Parallelen und Aha-Erlebnisse.Arno Geiger hat sicher nicht alle Facetten beschrieben, sondern sich gerade gegen Ende auf "schwierige Zeiten" beschränkt, ohne näher darauf einzugehen. Trotzdem ist dieses Buch seine 5 Sterne wert, weil es eindrucksvoll Situationen schildert, die die meisten Angehörigen von Demenzkranken so oder in ähnlicher Weise erleben - und vor allem die angemessene, respektvolle Reaktion gegenüber dem Kranken darauf nahebringt. Eine wertvolle Hilfe, deshalb: Lesen!