Read Englische Passagiere: Roman (dtv Literatur) by Matthew Kneale Online

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Matthew Kneale ist das Musterst ck eines fundierten und fesselnden Historien Romans gelungen Fritz Rumler in Spiegel reporter Captain Illiam Quillian Kewley will im Jahre 1857 mit seiner Sincerity eigentlich nur ein wenig Cognac und Tabak gewinnbringend und ohne umst ndliche Einschaltung des Zolls von Frankreich nach England transportieren Aber der englische Zoll ist nicht so verschlafen, wie viele glauben Die Sincerity wird im Londoner Hafen festgesetzt, ohne da der Zoll die Konterbande entdeckt Rettung bringt eine Drei Mann Expedition verr ckter Engl nder Ein fanatischer Landpfarrer, ein Botaniker und ein im Rassenwahn befangener Arzt wollen auf der anderen Seite der Welt, im australischen Tasmanien, den Garten Eden entdecken und so ein f r allemal die Wahrheit der biblischen Sch pfungsgeschichte beweisen Die Sincerity samt Mannschaft wird ausgel st und bricht zu einer aberwitzigen Reise auf Doch das Ziel, das sie ansteuert, ist schon l ngst kein Paradies mehr ...

Title : Englische Passagiere: Roman (dtv Literatur)
Author :
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ISBN : 3423133392
ISBN13 : 978-3423133395
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Deutscher Taschenbuch Verlag 1 Juni 2005
Number of Pages : 544 Seiten
File Size : 891 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Englische Passagiere: Roman (dtv Literatur) Reviews

  • R. Michel
    2020-02-16 05:16

    Zwischen Irland, Schottland, Wales und England befindet sich eine kleine Insel, die so rein gar nichts mit diesen vier Ländern zu tun hat oder zu tun haben will. Dort leben die Manx-Männer, mit ihrer eigenen Sprache und ihren eigenen Interessen, die sich durch die Lage der Insel wie von selbst ergeben: Dem Schmuggel. Käptn Illiam Quillian Kewley ist einer dieser Schmuggler und mit seinem Schiff der Sincerity versucht er, im Jahr 1857, sein Möglichstes eine Ladung französischen Kognak an den Mann zu bringen. Durch Verwicklungen, die kaum komischer als in diesem Buch beschrieben werden können, sieht er sich nach einigen Tagen mit drei Engländern auf dem Weg nach Tasmanien. Diese vermuten in der Mitte Tasmaniens den Garten Eden.In Tasmanien sind aber die Zustände alles andere als paradiesisch, die englischen Kolonisatoren kämpfen gegen eine feindliche Natur an und die Eingeborenen sehen sich mit einem nahezu aussichtslosen Überlebenskampf konfrontiert, da sie für die europäischen Invasoren nur ein lästiges Hindernis bei der Eroberung Tasmaniens darstellen. Dabei wird auch die Sicht der Eingeborenen dargestellt, in Form des Mischlings Peevay, der eine wunderbare Sprache spricht und dabei so manches Mal an Alex aus Uhrwerk Orange erinnert.Der Stil des Briefromans den Kneale hier praktiziert, bietet unglaubliche Möglichkeiten die Sicht der Dinge aus den verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten. Denn außer den schon erwähnten Personen tauchen auch feige Mitläufer und ignorante Gouverneursfrauen auf, die mit ihrer Auffassung der Geschehnisse einem zwar schnunzeln lassen, einem zugleich aber zeigen, wie blind so mancher, vielleicht auch gut gesinnte Mensch, der Vernichtung der Eingeborenen gegenüber war.Ein Buch, dass ein absolutes Lesevergnügen ist, einem über eine Epoche unterrichtet die bislang gänzlich unbekannt war und das sicherlich ein Klassiker wird den man auch in vierzig Jahren noch lesen wird.

  • Lesermensch
    2020-02-06 05:33

    Anfangs war ich etwas skeptisch, da dieses Buch wirklich ziemlich DICK daher kam. Nach den ersten gelesenen Seiten konnte ich dann aber auch gleich nicht mehr aufhören zu lesen!Van Diemens Land als "Paradies" zu etikettieren, wouw, was für ein toller Plot :-)Die Abenteuer und Verwicklungen zwischen Arzt, Pfarrer und Schmuggler, sind einfach köstlich beschrieben. Für mich eine klare Kauf-Empfehlung! - Ein Buch, das langweilige Winterabende ein wenig Sonne / Freude im Herzen bescheren kann!

  • margarita
    2020-02-01 05:20

    Das Buch erzählt parallel vier Geschichten, die ineinander verwoben ein spannendes und schön zu lesendes literarisches Bild geben: da ist erstens die Geschichte des Reverend Wilson, welcher den Garten Eden finden möchte um zu beweisen, das die Genesis recht hat. Dann folgt die Geschichte des Eingeborenen Peevey, der machtlos die Ausrottung seines Eigenen Volkes erlebt und doch kämpft wo er kann; Weiterhin wird dem Leser die Geschichte des Kapitän und Schmugglers Keeley erzählt, dem es nur darum geht, seine Ware gegen Geld abzusetzen. Und last but not least geht es um den Biologen Dr. Potter, der die Überlegenheit der Weissen (genauer angelsächsischen) Rasse beweisen möchte und dafür keine Skrupel kennt.Der Anfang ist wahrlich brilliant. Der Autor bringt die vier Stränge gekonnt zusammen. Die Abwechslung zwischen dem tief traurigen Part der Ausrottung der Ureinwohner Tasmaniens und der sehr lustigen "Findungsgeschichte" der Expedition ist ein echtes Kunststück.Ab der Mitte kristallisiert sich aus meiner Sicht EINE Geschichte heraus, nämlich die der Ausrottung der Ureinwohner Tasmaniens, die so entsetzlich durch Peevey geschildert wird und so kaltblütig durch den Biologen Potter erlebt wird. Eine Story die absolut haarsträubend ist und die uns noch heute zutiefst beschämen muß.Die beiden anderen Geschichten (Reverend Wilson und Keeley) degenerieren ab der Mitte mehr und mehr zu Beiwerk und haben mit dem eigentlichen Handlungsstrang nichts mehr zu tun. Trotzdem führt der Autor auch diese Geschichten detailliert bis zum Ende aus. Die Verknüpfungen sind nun aber häufig aufgesetzt und unglaubwürdig, ein tiefer oder auch nur zufälliger Zusammenhang von Anfang bis Ende wird nicht überzeugend dargestelltDa ich vom Anfang des Buches ganz begeistert war hat mich dann das Ende bzw. der dramaturgische Abstieg ab der Mitte wirklich enttäuscht, daher nur drei Sterne.

  • None
    2020-02-22 05:15

    Mehr oder weniger zufällig bin ich auf dieses Buch gestoßen. Schon allein die Erzählweise, die sich aus Briefen und Notizen zusammensetzt, lässt vermuten, dass es sich um anspruchvolle Literatur handelt. Trotz dieser Erzählweise gelingt es dem Autor nämlich, die Geschichte der Kolonialisierung Tasmaniens flüssig zu erzählen. Die historische Genauigkeit ist verblüffend gut in den unterschiedlichen Sichtweisen der zahlreichen Charaktere verwoben. So erfährt man die leidensvolle Geschichte der Insel, ohne dass Passagen wiederholt werden. Alles in allem ein tolles Buch. Leider hat sich der Autor bisher nicht gerade als Vielschreiber hervorgetan. Schade...