Read Charles de Gaulle (Urban-Taschenbücher, Band 660) by Wilfried Loth Online

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Charles de Gaulle 1890 1970 hat die europ ische Geschichte des 20 Jahrhunderts st rker gepr gt als jeder andere franz sische Staatsmann Als F hrer des Freien Frankreich hat er den Widerstand gegen die deutsche Besatzung der Jahre 1940 bis 1944 organisiert und sein Land in den Kreis der Siegerm chte gef hrt Als erster Pr sident der V Republik von 1958 bis 1969 hat er den Algerienkrieg beendet, die Handlungsf higkeit der franz sischen Demokratie gest rkt und die Vers hnung mit den Deutschen vorangetrieben Sein Traum von einem Europa vom Atlantik bis zum Ural blieb unvollendet, doch sind ihm wichtige Weichenstellungen f r eine unabh ngige Rolle Europas in der Weltpolitik zu verdanken De Gaulle war eine ebenso eigenwillige wie starke Pers nlichkeit, deren Entscheidungen stets umstritten waren In dieser Biographie werden sie auf wesentlich erweiterter Quellengrundlage verst ndlich gemacht Dabei wird deutlich, dass der passionierte General in hohem Ma e lernf hig war In dem engagierten Franzosen steckte ein gro er Europ er....

Title : Charles de Gaulle (Urban-Taschenbücher, Band 660)
Author :
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ISBN : 3170213628
ISBN13 : 978-3170213623
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Kohlhammer W., GmbH 28 Oktober 2015
Number of Pages : 332 Seiten
File Size : 994 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Charles de Gaulle (Urban-Taschenbücher, Band 660) Reviews

  • Joe6Pack
    2019-11-11 02:35

    Loth ist ausgewiesener Frankreichexperte und hervorragender Kenner der europaeischen Integrationsgeschichte. Diese Biographie ist anhand von Sekundaerquellen, die in Frankreich zu diesem grossen Mann ueberreichlich vorhanden sind, gut gegliedert und stringent geschrieben, und damit fuer jedermann sehr nuetzlich und leicht lesbar. Was mich stoerte, war der fehlende Mut zum Biss. De Gaulle war kein "grosser Europaer", wie uns der Klappentext verheisst, sondern ein grossfranzoesischer Chauvinist. Die deutsch-franzoesische Freundschaft und die europaeische Integration war fuer ihn nur Mittel zum Zweck, nach dem Verlust der Kolonien (bei der er zum Beispiel die pied noirs und die harkis in Franzoesisch Algerien skrupellos verriet und verkaufte) durch die franzoesische Dominanz Europas die gottgewollte Weltrolle Frankreichs zu sichern. Waere der 2. Weltkrieg nicht eingetreten, waere der Oberst De Gaulle als querulatorischer Militaerschriftsteller laengst als Fussnote der Militaergeschichte Frankreichs vergessen. Zu seinen bleibenden Verdiensten zaehlt sicher die skrupellose Ausschaltung des kommunistischen Widerstandes im Kampf um Paris (und die Vermeidung eines Buergerkriegs). Das bleibt in Loths Darstellung etwas unterbelichtet. Ob das quasi monarchische Praesidialregime, das er nach seinem Putsch von 1958 errichtete, im Vergleich zur parlamentarischen IV. Republik wirklich das Gelbe vom Ei ist, oder nicht eher die Ursache der Reform- und Wirtschaftsmalaise Frankreichs seit 40 Jahren, liegt im Auge des Beschauers.