Read L'inquiétude d'être au monde by Camille de Toledo Online

Title : L'inquiétude d'être au monde
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ISBN : 2864326698
ISBN13 : 978-2864326694
Format Type : E-Book
Language : Französisch
Publisher : Editions Verdier 5 Januar 2012
Number of Pages : 284 Pages
File Size : 865 KB
Status : Available For Download
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L'inquiétude d'être au monde Reviews

  • Van Eintopf
    2020-01-18 00:09

    Bezieht sich auf die deutsche Fassung "Die Unruhe über das In-der-Welt-sein" (in: Lettre intern. 107, Winter 2014, Übersetzung: Dieter Hornig)Nicht die Sprachen sind das Entscheidende, sondern das "Zwischen-den-Sprachen-Sein". Nicht die Ordnungs-Kategorien sind entscheidend, sondern die Leerstellen zwischen Kategorien. Die von den Schulen und der Wirtschaft bereitgestellten Sicherheiten, Begriffe und Tröstungen sind hohl und können gegen "Angst und Unruhe" - die zentralen Daseinsempfindungen nach Toledo - nichts ausrichten. Damit kann man sich ja noch anfreunden. Aber Toledo stellt diese Sprach-, Begriffs- und Sinnkrise in direkten Zusammenhang mit den Monstrositäten des katastrophischen 20. Jahrhunderts. Also ob es Katastrophen, Bürgerkriege, Vertreibungen nie zuvor gegeben hätte. Toledo blendet völlig aus, dass schon vor 2000 Jahren Philosophen (griechischer wie chinesischer Kultur) ihre Gedanken explizit vor dem Hintergrund einer katastrophischen Zeit entwickelt haben. Wenn man diese philosophie-historische Blindheit im Text einmal erkannt hat, will einem Toledos Langpoem nicht mehr schmecken. Toledo beklagt den "Konkurs der Phantasie und die Rückkehr zu abgedroschenen Kehrreimen". Diese Klage ist alt. Sehr alt. Aber natürlich berechtigt. Nur sie für ein modernes Phänomen zu halten, ist vielleicht ein bisschen naiv.Überhaupt passt die O-Mensch-Attitüde nicht recht in unsere Zeit. Inszeniert sich hier ein moderner Zarathustra? "Doch seht!", "Seht doch, jetzt!", "Erinnert Euch!", "Frage ich Euch", "Und seht jetzt auch!" sind nur einige Beispiele für den stilistisch hochschäumenden Stil.Nein,über die Unbeständigkeit der Welt und die Unsicherheit als existenzielle Erfahrung (und die Notwendigkeit, dies auszuhalten), findet man bei den antiken griechischen und chinesischen Denkern fruchtbarere Gedanken.